|
Geissblatt / Heckenkirsche - Pflege (Lonicera) |
|
Pflanzen im Garten -
Kletterpflanzen
|
Geißblatt pflegen
Das Geißblatt ist eine immergrüne Pflanze und wird wegen ihrer auch im Winter grünen Blätter gern zur Abtrennung, Einhausung und zur Wandbegrünung verwendet. Es gibt etwa 180 verschiedene Sorten von Geißblättern. Die bekannteste ist Lonicera henryi, das immergrüne Geißblatt. Zu den Geißblättern gehört auch das Jelängerjelieber und die Heckenkirsche. Das Geißblatt gehört zu den mehrjährigen Kletterern.
Das immergrüne Geißblatt ist ziemlich anspruchslos. Es bevorzugt halbschattige Lagen, verträgt auch Schatten. Wenn es vorwiegend im Schatten steht, verkahlt die Pflanze oft von unten her. Bei vorwiegend sonniger Lage sollte für eine Beschattung des Stammfußes gesorgt werden. Die
Wurzeln sollten immer bedeckt sein. Bodendecker eignen sich dazu sehr gut. Die Kletterpflanze liebt nährstoffreiche, frische bis feuchte Gartenböden. Der Boden kann auch etwas sauer und Humos sein. Staunässe und Trockenheit sind schädlich.
Das Geißblatt ist eine Schlingpflanze mit mittelstarkem Wuchs. Sie kann im Kübel bis zu vier Meter hoch wachsen, ausgepflanzt bis zu acht Meter. Im Winter, wenn die Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen, rollen sich die Blätter meist ein. Manchmal können sie aber auch abfallen. Im Frühjahr treiben sie aber wieder neu aus. Bei mildem Mikroklima und geschütztem Standort ist das Geißblatt immergrün.
Je nach Sorte blüht die Pflanze von Mai bis Oktober, oft leider recht unauffällig. Die Blüten sind rotgelb, weißgelb, rosa, rötlich oder gelb-orange gefärbt und trompetenartig. Als Früchte erscheinen kleine blauschwarze oder rötliche Beeren. Sie werden gern von Vögeln gefressen. Für den Menschen sind sie zum Teil schwach giftig.
Als Rankhilfen eignen sich vertikale Fächer- und Netzformen. Querelemente und Verzweigungen wirken als Abrutschsicherung und sind förderlich für eine dichte Blattwand. Das Geißblatt sollte im Frühjahr gelegentlich beschnitten werden. Dies dient zur Auslichtung und Förderung der Verzweigung. Bei starker Verkahlung hilft ggf. ein starker Rückschnitt ins alte Holz. Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge und Steckholz. Man nimmt einfach ein paar nicht zu alte und nicht zu weiche Triebe von einer Pflanze und schneide diese Triebe auf eine Länge von etwa 10 cm. Die unteren Blätter entfernt man und lässt nur oben ein paar stehen. Die Triebe steckt man in ein Kompost-Sand-Gemisch. Nach ein paar Wochen sollten sich Wurzeln gebildet haben. Die Pflanze beginnt zu wachsen.
|