Immergrüne Bodendecker für Sonne und Schatten

ZwergmispelImmergrüne Bodendecker sind wichtige Pflanzen, die dem Boden Schatten spenden und ihn vor starken Winden schützen. Aufgrund der Wurzeln halten sie das Erdreich locker und die Nährstoffe bleiben dadurch besser erhalten. Ein weiterer Effekt ist die Unterdrückung von Unkraut.

Arten von immergrünen BodendeckernEs gibt viele Pflanzen, die sich als Bodendecker eignen

Um den Boden auf lange Sicht zu erhalten, sollten immergrüne Bodendecker gepflanzt werden. Da sie auch im Winter

Blätter tragen, bleibt die besondere Nutzung das ganze Jahre über erhalten. Es gibt viele Arten von Bodendeckern, die alle einen horizontalen und kräftigen Wuchs besitzen um den Winter bestehen zu können. Besonders wirksam sind Zwerggehölze und immergrüne Stauden. Wichtige Arten sind:
  • Ysander: ist ein sehr dichter Halbstrauch, der langsam im Schatten von Bäumen wächst. Sie sind frosthart und können eng gepflanzt werden. Der Ursprungsort ist Japan. Er ist wie der Buchsbaum giftig.
  • Efeu: eigentlich ein Kletterstrauch, kann er ohne Kletterhilfe als Bodendecker genutzt werden. Er ist ziemlich anspruchslos und kann auf eigentlich allen Böden gepflanzt werden. Er benötigt nur vier Pflanzen pro Quadratmeter.
  • Kriechspindel: ist eine ausgeprägte Winterpflanze und benötigt aufgrund ihres schwachen Wuchses mehrere Pflanzen pro Quadratmeter.
  • Kleinblättriges Immergrün: wächst teppichartig als Halbstrauch. Hat unterschiedlich weiße und blaue Blüten, die unregelmäßig wachsen.
  • Balkan-Storchschnabel: erweist sich als äußerst robust und langlebig. Sie sind in mehreren Farben zu finden, von Weiß bis Violett. Die Pflanze eignet sich gut als standhafte Pflanze zur Bodenauflockerung.
  • Gelbe Elfenblume: verfügt über ein besonders dichtes Wurzelwerk. Das Laub ist sehr anmutig gestaltet, daher der Name.
  • Teppich-Golderdbeere: ist eine sehr dicht wachsende Staude mit einer Höhe von maximal zehn Zentimetern.
  • Schaumblüte: ist eine tolerante, dichte Wurzelbildung. Sie wird häufig mit Rhododendron zusammen angepflanzt.
  • Geflecktes Lungenkraut: ist eine schnell wachsende Pflanze, die sehr neutral im Wuchs ist und andere Pflanzen akzeptiert.
  • Haselwurz: gehört zu den bekanntesten Bodendeckern. Er wächst als Staude und ist für große Flächen sehr gut geeignet. Aus diesem Grund wird sie auch von vielen Menschen genutzt.
Es finden sich noch weitere Arten, die sich als Bodendecker eignen, dafür aber eher speziell genutzt werden. Hier finden sich zum Beispiel das Pfennigkraut, Waldmeister, der Europäische Wacholder oder das Niedrige Johanniskraut. Als Akzent im Garten überzeugen sie durch ihre Vielfalt.

Immergrün ist ein Halbstrauch und BodendeckerDer geeignete Standort für Bodendecker

Bei den Bodendeckern findet sich fast eine einheitliche Bepflanzung, da viele von ihnen im Schatten und Halbschatten gedeihen. Sie können auch gewisse Sonneneinstrahlung vertragen und sonnige Standorte, die einen trockenen und schwachen Boden haben, wieder mit Nährstoffen versorgen. Stauden benötigen weniger Sonne wie Gehölze, können aber entscheidend zur Nährstoffversorgung beitragen. Da kaum
ein Garten in der perfekten Lage vorhanden ist, sollten sie in Gruppen, auch in Form eines Mosaiks, in den Boden gesetzt werden. So lässt sich ein größerer Bereich abdecken. Eigentlich jeder Boden, der gründlich von Unkraut befreit wurde, eignet sich als Standort. Schwere und leichte Böden aufbessern. Je nach Quadratmeter sollten im Durchschnitt 12 bis 15 Pflanzen gepflanzt werden, sonst wird der Teppich zu spärlich und das Unkraut könnte durchbrechen.

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Pflege von Bodendeckern

Bodendecker sind recht anspruchslos und benötigen keiner aufwändigen Pflege. Bevor die Pflanzen in den Boden gesetzt werden unbedingt die Triebe um die Hälfte kürzen. Dadurch werden das Wachstum und die Verzweigung der Pflanzen angeregt, die sich dadurch schneller und besser ausbreiten können. Die Blütenpflege bei Bodendeckern ist sehr einfach. Falls einige der Blüten oder Äste vertrocknet sind einfach abschneiden. Sie wachsen jedoch sehr schnell nach. Nicht im Winter schneiden, das könnte der Pflanze schädigen. Eine Düngung der Pflanzen ist fast nicht nötig, da sie selbst Kompost und einen humusartigen Boden erzeugen, der ihnen die nötige Energie gibt. Aus diesem Grund sollte nur bei einem sehr armen Boden ein Dünger genutzt werden, der sich auf die jeweilige Pflanzenart spezialisiert.

Das sollte vermieden werden

Ein häufiger Fehler ist das Hacken zwischen Bodendeckern. Das Metall verletzt die Wurzelschicht, die meist dicht unter der Oberfläche liegt. Es gibt einen anderen Weg, den Unkrautwuchs zu verhindern. Hierfür einfach Rindenmulch um zwei bis drei Zentimeter anhäufen. Das verhindert die Bildung von Unkraut in den ersten Jahren. Einige Arten sollten nicht miteinander vermischt werden. Sie können sich verdrängen und einen schlechten Wuchs hervorbringen. Aus diesem Grund werden sie oft in eigenen Feldern angelegt. Nie zu viele Pflanzen auf einen Quadratmeter pflanzen. Da sie schnell wachsen können, entsteht häufig ein ungepflegter Eindruck, der die Schönheit der Pflanzen raubt. Besonders sollte hier auch verschiedene Wuchshöhen geachtet werden, die sich nicht empfehlen.

Überwintern von immergrünen Bodendeckern

Die immergrünen Bodendecker sind sehr pflegeleicht im Winter. Hier sollte nur darauf geachtet werden, dass viele der Arten nicht sehr winterhart sind und eine spezielle Pflege benötigen. Der Efeu verträgt zum Beispiel kühle Temperaturen, wird aber bei zu viel Wintersonne bleich an den Blättern. Viele von den Pflanzen vertragen nicht viel Sonne, da sie im Winter zu stark sind. Hier sollte auch ein windgeschützter Ort genutzt werden. Das kann die Pflanzen auf Dauer beschädigen. Bei zu starken Winden unbedingt einen Windschutz verwenden.

Wissenswertes zu immergrünen Bodendeckern in Kürze

Immergrüne Bodendecker eignen sich für jeden Garten. Sie können zur Bodenverbesserung beitragen, damit andere Pflanzen dort wieder einen Platz haben können. Die einfache Pflege macht sie auch für Anfänger geeignet. Die gärtnerische Funktion von Bodendeckern besteht darin, dass sie den Unkrautwuchs unter ihnen weitestgehend eindämmen. Sie sollten anspruchslos und pflegeleicht sein und nach Möglichkeit einigermaßen gut aussehen, wenns geht, auch blühen. Heute gibt es sehr schöne und blühfreudige Bodendecker.

Zwergmispeln sind immergrüne BodendeckerBei den immergrünen Bodendeckern finden sich keine auffälligen Schädlinge oder Krankheiten. Sie übernehmen auch keine Krankheiten von anderen Pflanzen und werden nur selten von Insekten angegriffen. Das einzige, was Ihnen ein wenig Schwierigkeiten bereiten kann ist ein Boden mit zu viel Eisen. Dann können sie Rost ausgesetzt werden.
  • Bodendecker gibt es als Sträucher, Kletterpflanzen und Stauden. Bekannte Bodendecker sind Lavendel, Buchsbaum, Bleiwurz, Erika, Efeu, Storchschnabel, Zwergmispel, aber auch Bodendeckerrosen gehören dazu.
  • Je nachdem, um welche Pflanzen es sich handelt, muss der Standort und der Boden ausgesucht werden. Im Allgemeinen stellen Bodendecker kaum Ansprüche an den Boden, wenn der richtige Platz zum Anpflanzen gewählt wurde.
  • Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr. Robuste Pflanzen kann man auch im Herbst einpflanzen. Nährstoffliebenden Bodendeckern kann man vor der Pflanzung ein paar Hornspäne ins Pflanzloch streuen.
  • Bei gekauften Pflanzen muss der Wurzelballen vor dem Einpflanzen gut gewässert werden. Am besten taucht man den Ballen richtig in Wasser ein, damit er sich voll saugen kann.
Der Pflanzort sollte gut vorbereitet sein. Am besten gräbt man erst man ordentlich tief um. Das Unkraut muss natürlich auch erst einmal entfernt werden.  Es ist darauf zu achten, dass auch keine kleinen Wurzelstücke mehr in der Erde zu finden sind.  Manche Unkräuter entwickeln sich noch aus kleinsten Resten. Am besten man siebt die Erde.

Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so breit sein, wie der Wurzelballen und anderthalb mal  so tief. Die Oberkante des Wurzelballens muss etwa 1 cm unter der Erdoberfläche liegen. Pflanzabstände sollten eingehalten werden. Den Erdaushub kann man zum Verfüllen der Pflanzlöcher benutzen. Wichtig ist, nach dem Pflanzen gut anzugießen.