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In jedem Garten wachsen viele verschiedene Pflanzensorten, von denen die meisten auch Ansprüche an den Gärtner stellen. So muss der Standort stimmen und die Sonnen- und Bodenverhältnisse sollten möglichst genau den Bedürfnissen der Pflanze entsprechen. Es gibt aber auch Pflanzen, die sehr genügsam sind oder sich teilweise sogar den vorherrschenden Bedingungen anpassen. Genügsam heißt dabei, dass sich derartige Sorten auch mit schlechten Böden und nicht ganz so optimalen Luft- und Sonnenverhältnissen zufrieden geben. Sie entwickeln sich trotzdem und wachsen, sehr zur Freude des Gärtners.
Eine solche Pflanze ist zum Beispiel die Fetthenne, auch Fette Henne oder
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Mauerpfeffer genannt. Die Fetthenne ist mit vielen äußerlichen Gegebenheiten zufrieden und wächst fast überall. Die Fetthenne gehört zur Gattung der Dickblattgewächse und ihr lateinischer Name ist „Sedum“. Dabei gibt es hier, eigentlich wie bei jeder Pflanze viele verschiedener ihrer Art.
Die ausdauernde und anspruchlose Fetthenne verträgt hohe Temperaturen und liebt die volle Sonne. Sie gedeiht aber auch im Halbschatten. Sie gibt sich mit trockenen Böden genauso zufrieden, wie mit durchlässigen, sandig – kiesigen oder lehmigen. Bei der Standortwahl für die Fetthenne kann man also nichts falsch machen. Pflegemaßnahmen fallen im Allgemeinen nicht an, wenn es nötig wird, dann werden die Stauden höchstens alle 3 bis 4 Jahre etwas nachgedüngt und nur ganz wenig gegossen. Auch die Vermehrung dieses Dickblattgewächses stellt kein Problem dar, sie erfolgt durch Stecklinge oder Teilung. Alle Sedum – Arten bewurzeln sehr leicht und schnell, auch durch kleine Teilstücke, wie zum Beispiel einzelne Blätter. Manche Arten der Fetthenne wachsen sehr schnell zu einem dichten Blütenteppich. Anwendung finden die Arten der Fetthenne aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit fast überall, vornehmlich in Balkonschalen oder Pflanzeimern, aber auch bei der Dachbegrünung oder in Rabatten. Selbst in Steinfugen findet die Fetthenne alles, was sie braucht. Die dicken, fleischigen Blätter dienen der Pflanze als Wasserspeicher, was einen Teil ihrer Genügsamkeit erklärt. Es kann passieren, dass die Fetthenne die Farbe ihrer Blätter ändert, das heißt, dass sich die Blätter bei großer Hitze und Trockenheit und bei Kälte rötlich färben. Normalisieren sich die Witterungsverhältnisse wieder, dann werden auch die Blätter wieder grün.
Der echte Mauerpfeffer, in der Fachsprache „Sedum acre“, ist eine Art der Fetthenne. Sie blüht gelb und ist wintergrün. Ein besonderes Merkmal dieser Art ist, dass sie rasenbildend, wuchernd sehr schnell große Teppiche bildet. „Walzensedum“ heißt die Fetthenne, die dagegen purpurn blüht, bis 15 Zentimeter hoch wächst und ebenfalls für die Flächenbepflanzung geeignet ist. Mit weißen Blütenständen wartet zum Beispiel die „Sedum bellum“ auf. Sie mag keine zu fette Erde, gibt sich mit lockeren oder auch lehmig-sandigen Böden zufrieden. Einer sehr verbreitete und beliebte ist die „Gold Fetthenne“. Sie trägt leuchtend gelbe Sternblüten und bildet bis 15 Zentimeter hohe Polster. Die Fetthenne „Sedum spurium“ blüht von Juni bis Juli in flachen doldenartigen rosa Trauben. Eine Zwerg-Fetthenne, die für jeden Garten geeignet ist, ist die „Zwergkugel – Sedum“, deren Blätter kugelig und graugrün bereift sind. Die Blattfarbe schlägt bei Trockenheit in rosa um. Diese Art wird nicht so groß, wie ihr Name schon vermuten lässt, sie wächst lediglich bis 8 Zentimeter in die Höhe. Eine Solitärpflanze unter den Fetthennen ist die so genannte „Sedum telephium“. Sie blüht rosa bis rostrot und wird bis zu einem halben Meter hoch. Sie ist wegen ihrer imposanten Erscheinung auch bestens für schöne Rabatten geeignet.
Die Liste der Arten der Fetthenne ist sehr lang, so dass sich für jeden Fleck im Garten oder auf dem Hof mit Sicherheit die richtige finden lässt. In welcher Form und Farbgebung auch immer, die Fetthenne ist ein Blickfang, den es sich anzupflanzen lohnt.
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