Pfingstrose - Pflege, Vermehren und Schneiden

Die Pfingstrose (Paeonia) ist in 33 verschiedenen Sorten bekannt, die meistens als Stauden in den Gärten stehen, aber auch als Halbsträucher und vereinzelt als Sträucher zu finden sind. Die meisten dieser Pfingstrosen wurden auf Basis der Bauernpfingstrose gezüchtet, nur wenige sind Hybriden.Pfingstrosen erfreuen Gärtner mit herrlichen Blüten in vielen Farbtönen

Die Heimat der Pflanze ist die gemäßigte Klimazone und die subtropische Zone in Eurasien. Bevor Pfingstrosen im eigenen Garten mit ihren sehr schön aussehenden Blüten beeindrucken, muss der Gärtner

Geduld aufbringen. Da sie jedoch zu den besonders begehrten Pflanzen in einem Garten zählen, ist die Beliebtheit entsprechend hoch. Ihre Namen haben Sie übrigens deshalb erhalten, weil sie meistens zu Pfingsten ihre schönen Blüten öffnen. Tipp: Pfingstrosen können in die Vase gestellt werden, die Knospen sollten dann halb geöffnet sein.

Der beste Standort für die Pfingstrose
  • Wer sich lange an Pfingstrosen freuen möchte, sollte einen sonnigen und luftigen Standort für die Pfingstrose auswählen.
  • Im Laufe der nächsten Jahre wird sie bis auf eine Höhe von 100 cm anwachsen können, sofern ihr Standort der richtige ist.
  • Der Boden für die Pfingstrose sollte humusreich und lehmhaltig sein, so kann sie die Feuchtigkeit besser nutzen.
Das kann in frühen warmen Sommern durchaus notwendig werden! Wenn die Blütenknospen verblüht sind, bleibt das Laub der Pflanze bin den Herbst hinein frisch und grün. Es entstehen also keine Lücken im Beet. Achtung: Pflanzen, die zu tief eingesetzt wurden, blühen erst eine ganze Weile später!

Beim Einsetzen der Pfingstrose sollte der Wurzelstock sehr nah unter der Oberfläche eingepflanzt werden. 3-4 Zentimeter reichen vollkommen aus, nur so kann sich die Pflanze optimal entwickeln und die herrlichen Blütenbälle ausbilden. Diese gibt es nicht nur in verschiedenen Sorten, sondern auch in fast unzähligen Farbschattierungen. Einige von ihnen haben außerdem einen betörenden Duft, vielleicht sind diese Sorten die Richtigen:
  • Festiva Maxima: dicke weiße Blüten und herrlich duftend
  • Sarah Bernhardt: rosa Blüten mit silbrigem Schimmer, ebenfalls duftend
  • Rubra plena: die Bauernpfingstrose, die in vielen Gärten steht, leuchtend rot
  • Claire de Lune: zartes Gelb
  • Coral Charm: korallenrot
Staudenpfingstrosen

Staudenpfingstrosen werden auch Bauernpfingstrosen genannt und sind die am Weitesten verbreiteten Pfingstrosen in den Gärten. Sie haben nicht besonders große Ansprüche an ihren Standort, der wie zuvor beschrieben für alle Wuchsformen der Päonie infrage kommt. Die Bauernpfingstrose ist auch mit wenig Sonne am Nachmittag zufrieden, Wasser und nährstoffreicher Boden sind ihr aber wichtig. Alle Pfingstrosen lieben es, wenn sie ewig auf demselben Platz im Garten stehenbleiben dürfen. Erst im Laufe der Jahre entwickeln sie sich zu einer tollen Pflanze und blühen auch immer mehr, je älter sie werden. Staudenpfingstrosen erreichen grundsätzlich eine Höhe zwischen 60 cm und 110 cm.

Strauchpfingstrosen können zu Staudenpfingstrosen gesetzt werdenStrauchpfingstrosen

Strauchpfingstrosen erreichen Größen von 120-150 cm und sind damit eindeutig höher als die Staudenpfingstrosen. Sie zeigen ebenfalls im Blühverhalten Unterschiede, sie können schon von Ende April damit beginnen. Wenn sie zu den Staudenpfingstrosen gesetzt werden, kann die schöne Blütezeit verlängert werden.

Pfingstrosen Hybriden

Hybriden haben Eigenschaften von der Staudenpfingstrose und von der Strauchpfingstrose. Die Stauden waren für die Vererbung der Größe der Pflanze verantwortlich und die Strauchpfingstrose hat ihr die Blütenpracht gegeben. Diese sind bei den Hybriden besonders

groß und in außergewöhnlichen Farben erhältlich. So sind selbst orangefarbene Blüten zu haben, diese Pflanzen verlängern die Blüte im Garten
bis in den Juni hinein.

Pfingstrosen nach der Blüte

Während der Blüte sollte die Pfingstrose mit ausreichend Wasser versorgt werden, der Boden immer feucht sein. Ob man die Stiele mit den dicken Blütenköpfen abschneidet und in die Vase stellt oder sie am Strauch lässt und sich im Garten darüber erfreut, darf der Gärtner selbst entscheiden. Schneiden kann auch bei dieser Pflanze einen Neuaustrieb bedeuten. Neue Blüten wird sie aber deshalb nicht mehr ausbilden. Nach der Blütezeit sollte verhindert werden, dass die Pfingstrose Samen ausbildet. Deshalb die verwelkten Blüten unbedingt herausschneiden. Dadurch geht die Energie der Pflanze nicht in die Bildung von Samen, sondern kann als Energie in die Wurzeln fließen.

Tipp: Etwas organischer Dünger kann jetzt nicht schaden; Hornspäne oder Hornmehl sind ideal.

Wenn die Pfingstrosen dann im Herbst ihre Blätter welken, sollten sie entfernt werden. Wie üblich empfiehlt es sich, Laub nicht zu Kompost zu verarbeiten, wenn Schädlinge an den Pflanzen vorhanden waren. Durch die Entfernung des Laubs wird außerdem verhindert, dass die Pflanze von Pilzbefall betroffen werden wird.

Krankheiten der Pfingstrose

Einige typische Krankheiten sind bei Pfingstrosen zu finden. Nachdem die Pflanze im Herbst zurückgeschnitten wurde, wird sie im Frühling wieder neu austreiben. Sind dann braune Knospen zu sehen oder welken die Triebe bereits im Frühling bzw. sehen schwarz aus, dann kann dies ein Zeichen für die Botrytis-Knospen-, Blatt- und Stängelfäule sein. In diesem Fall werden die braunen Knospen herausgeschnitten und die ganze Pflanze mit einem Pilzmittel behandelt.

Eine weitere typische Erkrankung der Pfingstrosen ist der Befall mit Septoria-Blattflecken. Diese Erkrankung ist an runden Flecken auf den Blättern zu erkennen, die eine purpurfarbene Umrandung haben. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Krankheit, die der Päonie eigentlich nicht viel schadet, aber unschön aussieht. Eine typische Krankheit für Pfingstrosen ist die Phytophtera-Fäule. Diese Erkrankung befällt die Stängel, die braune bis schwarze faule Stellen aufweisen und schließlich absterben. An dieser Erkrankung kann die Pfingstrose eingehen, deshalb ist handeln unbedingt notwendig.

Zur Vermehrung können die Pfingstrosen-Stauden geteilt werdenGroße Sträucher vermehren

Wenn Pfingstrosen schon ein paar Jahre im Garten stehen, möchte man den Strauch oder die Staude vielleicht einmal teilen, um an einer anderen Stelle im Garten eine weitere Pflanze bewundern zu können. Vielleicht hat auch der Nachbar den Wunsch geäußert, eine Pfingstrose zu besitzen und man möchte ihm eine Freude machen.

Pfingstrosen können durch Teilung vermehrt werden, das geht ganz einfach. Dazu wird der Zeitpunkt nach der Blüte, also meistens Ende Juli oder Anfang August ausgewählt. Dann haben die Pflanzen die Blütezeit schon eine Weile hinter sich und konnten sich wieder erholen. Zur Teilung wird mit dem Spaten die Pfingstrose aufgeteilt, zwei stark entwickelte Augen und eine intakte Wurzelknolle sollten die neue Pflanze bilden. Diese muss zwar in den nächsten Jahren besonders gut gehegt werden, die Teilung ist aber grundsätzlich gut zu verkraften.

Wissenswertes zur Pfingstrose in Kürze

Die Pfingstrose gehört zu der Familie der Pfingstrosengewächse. Auf der ganzen Welt sind 30 Arten bekannt, in Mitteleuropa lediglich eine. Die Pfingstrose gehört zu den Frühlingsblühern, deshalb auch der Name. Die Blütezeit ist im Mai und Juni. Markant sind die großen Blüten der Pfingstrose, die in den Farben Gelb, Weiß und Rot vorkommen.

Die Pfingstrose wächst sehr langsam. In den ersten drei Jahren kann die Pflanze einen durchaus kümmerlichen Eindruck erwecken. Im vierten Jahr wird meist erst die bekannte Blütenfülle hervorgebracht. Die Pfingstrose kann ein Alter von 100 Jahren und mehr erreichen, so ist auch das langsame Wachstum gut verständlich.

Tipps zur Pflege der Pfingstrose
  • Sollte das Frühjahr sehr trocken sein, ist während des Zeitraumes vom Austrieb bis zur Blüte eine regelmäßige Wässerung vonnöten.
  • Zu Beginn des Frühjahrs im März oder April sollte die Pfingstrose gedüngt werden. Hierfür eignet sich am besten Kompost, welcher bereits gut abgelagert sein sollte und leicht in die Erde eingearbeitet wird.
  • Nach der Blütezeit kann nochmals eine Gabe von Natur- oder Volldünger erfolgen. Bei der Gabe von derlei Dünger sollte allerdings beachtet werden, dass der Dünger nicht direkt an die Pflanze gegeben wird. Am besten ist hier ein Mindestabstand von 10 cm.
  • Außerdem sollte es sich um Dünger mit einem geringen Gehalt an Stickstoff handeln und der Dünger leicht eingearbeitet werden.
  • Ist die Pfingstrose verblüht und es sollen keine Samen gebildet werden, ist es empfehlenswert, die verwelkten Blüten abzuschneiden.
  • Da die Blüten während der Blühphase oft sehr schwer sind, kann es erforderlich sein, die Pflanze zu stützen.
  • Zur Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit sollte die Pflanze im Oktober bis auf eine Höhe von 5 cm zurückgeschnitten werden. Die verbleibenden Blätter jedoch nicht entfernen! Diese braucht die Pfingstrose für den Austrieb von neuen Augen im darauf folgenden Sommer.
Überwintern der Pfingstrose
  • Bei neu gepflanzten Pfingstrosen ist bei der ersten Überwinterung ein Schutz durch das Aufbringen einer Schicht von Fichtenreisig und Laub notwendig. Die Pflanze ist dann oft noch nicht richtig angewachsen und kann bei Frost aus dem Boden herausgedrückt werden.
  • Vorsicht ist im Frühjahr beim Entfernen des Reisigs und Laubes geboten, damit die neuen Triebe nicht beschädigt werden. In den folgenden Wintern ist im Allgemeinen ein Schutz der Pflanze nicht mehr nötig.