Stockrosen, Stockrose - Pflege

Die Stockrosen gehören zur Familie der Malvengewächse und wiederum zur Gattung der Alcea. Weltweit gibt es ungefähr 60 Arten dieser Gattung, auch in unseren Gärten sind verschiedene Arten beliebt.

StockrosenAm meisten trifft man hier auf die Stockrose. Die Stockrosen sind zweijährige Pflanzen, durch eine gute Pflege kann die Lebensdauer aber durchaus verlängert werden.

Stockrosen sind Staudengewächse und werden zwischen 1,50 Meter und 2,20 Meter hoch. Die Breite kann bis zu 50 Zentimeter betragen. Sie benötigen sehr viel Stickstoff zum guten Gedeihen. Deshalb

sollten Stockrosen jeweils im Frühjahr, am besten im April oder Mai, gedüngt werden. Sehr hohe Pflanzen benötigen außerdem eine Stütze.

Ist es im Sommer trocken und heiß, müssen die Stockrosen ausreichend gegossen werden. Damit der Boden durch das viele Gießen nicht zu fest wird, kann man im Frühjahr eine Schicht aus Mulch aufbringen. Ausreichendes Wässern der Stockrosen ist sehr wichtig, denn bei Trockenheit sind sie sehr anfällig für den Rostpilz. Ist ein Befall festzustellen, hilft nur noch das Ausgraben und Entsorgen der Pflanzen.  

Pflege und Schnitt

Die Stockrose sollte ebenfalls regelmäßig zurück geschnitten werden. Das Zurückschneiden kann zum einen vor der Bildung von Samen erfolgen oder nach dem Winter. Das alljährliche Zurückschneiden kann viel zu einer höheren Lebenserwartung der Stockrose beitragen.

Die Stockrose ist sehr anfällig gegenüber dem Malvenrost. Diese Krankheit äußert sich anfangs durch dicht beieinander liegenden gelblich-braune Stellen auf der Oberseite der Blätter und zu Beginn weiße, später dann orangerote bis braune Pusteln auf den Unterseiten der Blätter. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Malvenrost zu bekämpfen, die meisten sind aber sehr aufwändig. Daher ist eine Vorbeugung besser.

Eine weitere Krankheit, die oft Stockrosen befällt, ist die Welkekrankheit. Es handelt sich dabei um eine Störung im Wasserhaushalt, die verschiedene Ursachen haben kann. Dadurch fangen die Blätter an zu welken und fallen dann ab. Aber auch andere Pflanzenteile können betroffen sein.

Zur Vermeidung von Schädlingen und Krankheiten sollte bereits bei der Pflanzung der Stockrose auf den richtigen Platz geachtet werden. Die Stockrosen möchten ein windgeschütztes und sonniges
Plätzchen im Garten bekommen. Stimmt dann noch die Zusammensetzung des Bodens, der tiefgründig, humos und reich an Nährstoffen sein sollte, ist bereits für die Gesunderhaltung der Pflanzen viel getan. Bei jungen Pflanzen wird zudem empfohlen, während des Winters etwas Reisig aufzulegen.alt

Krankheiten

Die Stockrose hat am allermeisten unter Malvenrost zu leiden. Besonders im Sommer tritt diese Krankheit auf. Der Malvenrost wird durch einen Pilz hervorgerufen, dem Puccinia malvearum. Zu erkennen ist der Befall anfänglich - und das bereits im Frühjahr - durch gelblich-braune Flecken, die sich dicht beieinander auf der Blattoberseite drängen. Auf der Unterseite des Blattes dagegen sieht am Anfang weiße, später orangerote bis braune Pusteln. 

Bei starkem Befall kann es zum Absterben und Abfallen der Blätter kommen. Ebenso können die Blattstiele und die Stängel befallen sein. 

Den Kampf gegen den Malvenrost sollte man bereits bei Pflanzung der Stockrosen aufnehmen, denn durch Vorbeugung kann man schon viel tun. Da der Malvenrost durch einen Pilz ausgelöst wird, welcher wiederum feuchte Stellen bevorzugt, sollten die Pflanzen soweit

auseinander stehen, dass die Luft gut zirkulieren kann und die Blätter dadurch besser abtrocknen können. Außerdem gibt es vorbeugende Pflanzenschutzmittel, die regelmäßig sowohl auf die Blattober- als auch auf die Blattunterseiten aufgebracht werden. 

Sollte man dennoch befallene Blätter an der Pflanze finden, sind diese sofort zu entfernen und entweder zu verbrennen oder über den Hausmüll zu entsorgen. Auf keinen Fall dürfen die Blätter im Garten verbleiben, denn es können nicht nur die Stockrosen vom Malvenrost befallen werden, sondern auch andere Gartenpflanzen. 

Eine weitere wirksame Methode zur Vorbeugung ist das Abschneiden der Stauden direkt nach dem Verblühen knapp über dem Boden. Zum Schutz sollte dann eine geringe Menge Erde um die Pflanze angehäuft werden. Im Frühjahr wird diese wieder entfernt. Darauf sollte die Vernichtung der ersten 4 bis 6 Blättchen erfolgen. 

Ist ein Befall trotz aller Vorbeugemaßnahmen eingetreten, gibt es chemische Mittel zur Vernichtung des Pilzes. Ein ökologisches Vorgehen ist das Entfernen und Vernichten der befallenen Blätter. 

Eine weitere Krankheit, die die Stockrose heimsuchen kann, ist die Welkekrankheit. Diese wird ebenfalls durch Pilze ausgelöst. Je nach Art des Pilzes werden verschiedene Pflanzenteile befallen. Durch den Erreger werden die Wassergefäße innerhalb der Pflanze zerstört. In den meisten Fällen stirbt die Pflanze ab. Ist eine Pflanze von der Welkekrankheit befallen, sollte man die gesamte Pflanze samt der sie umgebenden Erde ausgraben und restlos vernichten.

Schädlinge

Schnecken, Käfer, Blattwespen und Raupen können sich ebenfalls für die Stockrose begeistern. Bei einem geringen Befall können die Pflanzenschädlinge einfach abgesammelt werden. Wurden bereits Blätter geschädigt, werden diese gleichfalls entfernt. Hat der Befall allerdings bereits überhand genommen, so bringt oft nur der Einsatz eines Insektenvernichtungsmittels den gewünschten Erfolg.