Die schönsten immergrünen Steingartenpflanzen

Sedum ist eine Bereicherung für den immergrünen SteingartenSteingartenpflanzen überzeugen durch ihre Vielseitigkeit und sind eine Bereicherung für jeden Garten. Sie punkten besonders durch ihre leichte Pflege. Doch welche Sorten gehören zu den immergrünen sprich winterharten Steingartenpflanzen und worauf sollte hier besonders viel Wert gelegt werden?

Viele Steingartenpflanzen sind wahre Sonnenanbeter, doch nicht alle Sorten in diesem Bereich sind auch winterhart. Zu den winterharten Sorten gehören unter anderem folgende: Sedum, Wolfsmilch, Hauswurz und Günsel.

Immergrüne Steingartenpflanze: Sedum

Die Pflanzensorte Sedum wird auch häufig als

Fetthenne bezeichnet. Im Handel sind sie als so genannte Bodendecker zu finden und werden auch manchmal Mauerpfeffer genannt. Alles in allem ist das Sedum eine sehr widerstandsfähige und robuste Steingartenpflanze. Vorausgesetzt man beachtet die wichtigsten Pflegehinweise.

Pflege und Standort
Der Standort darf ruhig sonnig und heiß sein. Im Winter sollte das Sedum durch Vlies, Reisig oder Stroh geschützt werden. Die Erde sollte im Idealfall durchlässig und nährstoffarm sein. Gegossen werden muss das Sedum nur sehr selten und in langen Trockenphasen. Eine Düngung ist nicht notwendig. Im Frühjahr sollten die vertrockneten Teile und zwar vor dem Austrieb geschnitten werden. Sie kann sowohl im Garten als auch im Kübel angepflanzt werden. Doch Vorsicht bei der Handhabung: Die Pflanze ist giftig.

Wolfsmilch bleibt auch im winterlichen Steingarten grünImmergrüne Steingartenpflanze: Wolfsmilch

Sie wird auch als Euphorbia bezeichnet. Sie ist dank ihrer oberen Blätterfärbung in Rot, Orange oder Gelb besonders schön und dekorativ. Bei der Wolfsmilch gibt es auch kompakte Sorten, die nur eine Höhe von 25 cm erreichen, so zum Beispiel die Walzen-Wolfsmilch. Etwas höher ist hingegen die Feuer-Wolfsmilch mit 80 cm.

Standort und Pflege
Sie benötigt in der Regel einen sehr warmen und sonnigen Standort. Im Winter sollte sie durch Reisig oder Vlies leicht geschützt werden. Für die optimale Pflege eignet sich wasserdurchlässiges und trockenes Substrat. Auf Dünger sollte man hier aber verzichten und bei der Pflege unbedingt Handschuhe tragen, der der Pflanzensaft giftig ist. Der Verschnitt erfolgt bei der Wolfsmilch nach der Blüte. Gegossen wird diese Pflanze nur wenig und bei Bedarf. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat oder Teilung.

Immergrüne Steingartenpflanze: Hauswurz

Der Hauswurz auch als Sempervivum bezeichnet, überzeugt durch seine riesige Sortenvielfalt. Der Durchmesser dieser Pflanzen beläuft sich zwischen 0,5 und 22 cm. Die Blütenstände können zwischen 3 und 60 cm hoch werden. Durch ihre Vielseitigkeit ist der Hauswurz sehr beliebt. Zudem ist sie sehr pflegeleicht und anspruchslos.

Hauswurz ist ein beliebtes, immergrünes SteingartengewächsStandort und Pflege
Auch der Hauswurz benötigt einen sonnigen Standort und kann im Kübel oder Garten kultiviert werden. Steinige Gartenerde und gut durchlässiges, trockenes Substrat reichen hier aus. Die Pflanze kommt auch mit Trockenheit klar und sollte nur bei langen regenfreien Phasen gegossen werden. Zudem versorgt sie sich selber mit Nährstoffen, so dass sie weder verschnitten noch gedüngt werden muss. Nach mehreren Jahren am gleichen Standort erfolgt die Blüte. Staunässe sollte man unbedingt vermeiden, da sie sehr anfällig für Fäulnis ist. Bei der Kübelkultur ist im Winter ein Winterschutz mit isolierender Unterlage und Vlies notwendig. Alles in allem bildet der Hauswurz selber Triebe. Eine Vermehrung ist aber

durch eine Teilung der Pflanze trotzdem möglich.

/>Immergrüne Steingartenpflanze: Günsel

Auch diese Steingartenpflanze gehört zu den sehr robusten und pflegeleichten Pflanzen. Sie blüht in Weiß oder Violett. Die Günsel sind sehr anpassungsfähig und können im feuchten, trockenen, schattigen und sonnigen stehen. Mit der Günsel können optimal Lücken gefüllt werden. Tipp: Wird die Günsel an einem sonnigen Standort gepflanzt benötigt sie etwas mehr Wasser.

Pflege und Standort
Der ideale Standort ist im halbschattigen und sonnigen Bereich. Zudem gilt im Hellen ein feuchter Standort und im Dunklen ein trockener Standort. Bei der Pflege sollte man auf einen lehmigen und nährstoffreichen Boden achten. Sie kann nicht nur im Garten, sondern auch im Kübel oder Topf gepflanzt werden. Vermehrt werden kann sie durch Teilung oder durch Absenker. Günsel gehört zu den immergrünen SteingartenpflanzenDes Weiteren kann sie zur Formgebung abgestochen oder radikal verschnitten werden. Im Winter sollte sie mit Reisig und Vlies geschützt werden. Einen weiteren Pluspunkt erhält sie durch ihre Robustheit gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Da sie nicht giftig ist, wird sie auch häufig als Heilpflanze eingesetzt. Tipp: Im Frühjahr sollte sie leicht gedüngt werden.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Steingartenpflanzen
  • Wie können Schädlinge im Steingarten effektiv bekämpft werden? - Leider sind schädliche Insekten auch im Steingarten vorzufinden. Besonders häufig kommen in diesem Bereich Nacktschnecken und Blattläuse vor. Handelt es sich  bei den Insekten um die zellsaft-saugende Variante können Fressfeinde wie Raubwanzen, Florfliegenlarven oder Marienkäfer eingesetzt werden. Eine weitere sehr effektive Methode, um Schädlinge zu bekämpfen, ist das regelmäßige Gießen des Steingartens mit einem Sud aus Ackerschachtelhalmen oder Brenneseln. Diese Methode dient aber lediglich zur Vorbeugung. Bei einer Schneckenplage muss man jedoch hartnäckig bleiben. Hier eignen sich Schneckenfallen. Die Schnecken sollten dabei am frühen Morgen oder in der Dämmerung eingesammelt werden. Auch die Ansiedlung von Eidechsen oder Igeln kann effektiv sein, da sie bevorzugt Schnecken verspeisen.
  • Können im Steingarten auch Heil- oder Nutzpflanzen kultiviert werden? - Auch im Steingarten können mediterrane Nutzpflanzen gepflanzt werden. So kann der Steingarten zum Beispiel auch für Thymian, Rosmarin oder Lavendel genutzt werden. Besonders empfehlenswert ist hier die Hanglage des Steingartens, da so die überschüssigen Wassermengen gut abfließen können. Ideal ist ein vollsonniger Standort.
  • Müssen die Samen der Steingartenpflanzen im Haus vorgezogen werden? - Besser ist es wenn die Samen im Haus vorgezogen werden, denn wenn die Samen einfach in den Steingarten gestreut werden, kann eine harmonische Gestaltung natürlich nicht mehr umgesetzt werden. So sprießen die Pflanzen nicht nur überall, man verliert auch recht schnell den Überblick. Die vorgezogenen Steingartenpflanzen können so gezielt am gewünschten Platz gesetzt werden.
  • Worauf sollte man bei der Handhabung von Wolfsmilch besonders achten? - Wie bereits erwähnt, ist der Saft der Wolfsmilch giftig. Bei allen Schnittmaßnahmen sollte man daher unbedingt Handschuhe tragen, denn der Saft tritt schon bei sehr kleinen Schnitten aus. Allergiker sollten hier noch vorsichtiger sein. Zudem ist die Wolfsmilch für Kinder und Haustiere wie Meerschweinchen, Vögel, Hunde, Katzen, Hamster und Kaninchen gefährlich.
Wissenswertes zu Steingartenpflanzen in Kürze

Phlox ist unser besonderer Tipp bei immergrünen SteingartenpflanzenSteingartenpflanzen für einen sonnigen Platz
  • Der Polster- oder Teppich-Phlox wird etwa 10 bis 15 cm hoch und blüht von April bis Mai. Inzwischen gibt es am Markt viele Sorten, die weiße, rosa, rote oder blaue Blüten bilden. Der Phlox wächst sehr schnell und bildet dabei, wie der Name schon sagt, einen Teppich. Daher ist er auch gut als Bodendecker geeignet, der innerhalb von zwei bis drei Jahren eine Fläche von bis zu einem halben Quadratmeter bedecken kann. Er mag es gern sonnig und sollte im Frühjahr gedüngt werden.
  • Das Stachelnüsschen oder Acaena kann ebenfalls als Bodendecker genutzt werden. Es wächst sehr schnell und bildet dabei Polster. Diese Pflanze wird je nach Sorte zehn Zentimeter bis etwa einen halben Meter hoch und bildet im Juli oder August runde, stachelige, sehr dekorative Blütenstände. Die Farbe der Blätter rangiert von Blaugrau über Blaugrün und Kupferbraun bis hin zu Dunkelgrün und Rot.
Immergrüne Pflanzen, die es schattig mögen
  • Das Ziergras Waldsimse besitzt breites Laub in einer hellen grünen Farbe und kann auch gut unter Sträucher oder Bäume gepflanzt werden. Es wird bis zu einem Meter hoch und ist sehr pflegeleicht. Von Mai bis August bilden sich gelblich-weiße Spirren, die über das Gras hinauswachsen. Bei der buntlaubigen Sorte verfärben sich die Blätter im Winter gelb und sorgen so für einen Farbtupfer im Garten.
  • Beim Steinbrech gibt es viele Arten, die immergrün sind. Seinen Namen bekam er, weil er in natürlicher Umgebung vor allem in Felsspalten wächst und man früher annahm, die Pflanze könne tatsächlich einen Stein brechen. Deshalb wurde er auch in der Heilkunde den Patienten mit Nieren-, Blasen- oder Gallensteinen verabreicht. Die Moos-Steinbrecharten mögen es gern schattig oder halbschattig und blühen dort von Mai bis Juni reichlich mit vielen kleinen Blüten.