Roter Sonnenhut, Echinacea purpurea - Aussaat & Pflege

Purpurroter Sonnenhut kann in der Blumenwiese kultiviert werdenDer Rote Sonnenhut ist ein Korbblütler, der als Staude im Garten oder im Freiland für eine ansprechende Zier sorgt. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist ein sogenannter Kaltkeimer, daher sollte bei der Aussaat auf den passenden Zeitpunkt geachtet werden. Damit der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea) seine großen, purpurroten Blüten entfalten kann, spielt die richtige Pflege eine entscheidende Rolle.

Vermehren durch Aussaat

Für die Aufzucht der Pflanze sollten die Samen

im Frühjahr, ab März, bis spätestens Juli, in einer Schale ausgesät werden. Die Samen sollten vor der Aussaat eingeweicht werden. Nachdem vorquellen der Samen, kann die Aussaat beginnen. In einer Schale mit Erde dürfen die Samen in einem Abstand von 1 bis 2 cm nebeneinander gedeihen. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Samen mit nicht mehr als 2 bis 4 mm Erde bedeckt sind. Zuerst erblicken die rundlichen Keimblätter das Licht der Welt, aus denen sich die ersten Blätter entwickeln. Die Schale mit den Keimlingen sollte bei einer Temperatur von ungefähr 20 °C feucht gehalten werden. Ab Ende April beginnt die Aussaat der ersten Pflanzen in den Garten. Nun besitzen diese eine Höhe von 10 bis 20 cm und befanden sich für bis zu 8 Wochen in der Schale. Tipp: Das Thermometer oder die Wettervorhersage sollte im Auge behalten werden, denn starke Minustemperaturen schaden den zarten Pflanzen. Mit einem Abstand von ca. 30 bis 40 cm können die Pflanzen in den Boden gesetzt werden. Die natürlichen Feinde der jungen Pflanzen sind die Nacktschnecken. Diese Schädlinge fressen die Pflanze, daher sollte der Rote Sonnenhut regelmäßig untersucht werden, um die Schnecken rechtzeitig absammeln zu können, bevor diese der Pflanze schaden.

Vermehren durch Teilung

Neben der Aussaat besteht die Möglichkeit die bereits vorhandene Pflanze, durch Teilung der Staude, zu vermehren. Ebenfalls können Wurzelschnittlinge zur Vermehrung der Pflanze genutzt werden.

Pflege

Der Rote Sonnenhut ist relativ anspruchslos und benötigt daher wenig Pflege. Somit kann sich die Pflanze über Jahre gut entwickeln und jede Saison erneut mit farbenprächtigen Blüten glänzen.

Standort und Blütezeit

Der Rote Sonnenhut benötigt einen Standort, der mit mindestens drei Sonnenstunden täglich bedacht wird. Der sonnige bis teilsonnige Platz bietet den idealen Standort für die farbenprächtige Pflanze, die ihre Blütezeit von Juni bis September. Je nach Standort ist die Blütezeit in Europa von Mai bis Oktober. Der körbchenförmige Blütenstand lockt Schmetterlinge und andere Insekten, die den Garten bevölkern an. Das dekorative Blütenwerk wird auch als Igelkopf bezeichnet und charakterisiert somit das Aussehen der Pflanze. Der Igelkopf sitzt auf einem langen Stängel. Die auffällig große Blüte mit ihren Samenstängeln bieten, auch im Winter, wenn diese nicht entfernt worden sind, für Vögel einen Möglichkeit Futter zu finden. Der Blütenkopf ist mit Blütenzungen bestückt, die eine Länge von 3 bis 4 cm aufweisen. Die Blätter der Pflanze sind recht breit und laufen an der Spitze zu. In der Griffigkeit zeigen sich die Blätter etwas rau. Nicht nur im Garten zieren die augenfälligen Pflanzen die Beete, auch auf Terrasse und Balkon kann der Rote Sonnenhut gedeihen.

Purpurroter Sonnenhut ist eine Zier- & HeilpflanzeDie Pflanze

ist ein Dauerblüher und bietet dem Blumenliebhaber, daher eine langlebige Zierde. Die Pflanze zeigt sich mit anderen Stauden und sogar Kräutern und Gräsern gut kombinierbar. Ebenfalls sind die verschiedenen Sorten, die eine abwechslungsreiche Farbpracht in die Gartenlandschaft bringen, beliebt. Hier können Farben, wie Weiß, Rosa und weitere Farbnuancen das Bild komplettieren. Großzügige Gartenflächen bieten der Pflanze die Möglichkeit ihren wilden Charakter, den sie ihrer Herkunft verdankt, zu entfalten. Neben der Zucht als Zierpflanze ist die Echinacea purpurea auch für ihre wertvollen Eigenschaften als Arzneipflanze bekannt. Die heilende Wirkung der Pflanze wird bei Erkältungskrankheiten und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt.

Boden

Wild ist der Rote Sonnenhut in lichten Wäldern anzutreffen. In Freiland und Gartenrabatten bevorzugt die Pflanze einen durchlässigen und nährstoffreichen Boden.
Die Erde um die Pflanze herum darf von Zeit zu Zeit aufgelockert werden, damit diese weiter durchlässig für die Bewässerung bleibt. Der Boden sollte nicht zu trocken sein, um der Pflanze eine geeignete Umgebung zu bieten. Die Staudenpflanze kann eine Höhe von 80 bis 160 cm erreichen. Damit das Blütenbild seine bekannte Pracht voll entfalten kann, sollte die Pflanze nicht zu viel Schatten ausgesetzt sein.

Düngen

Kompost ist ein idealer Dünger für die Pflanze. Im Frühjahr und im Herbst freut sich die robuste Pflanze über eine Zugabe von Kompost rund um die Staude herum. Somit wird der Rote Sonnenhut mit ausreichend zusätzlichen Nährstoffen versorgt, sodass eine Zugabe von handelsüblichen Düngern kaum von Nöten ist.

Schneiden

Wann sollte der Rote Sonnenhut zurückgeschnitten werden, um lange etwas von der Pflanze zu haben? Alle 3 oder 4 Jahre nach der Blütezeit lohnt ein Rückschnitt der Pflanze bis 10 cm über dem Bodenstand. Damit diese weiterhin in einem nährstoffreichen Boden ihre volle Blühkraft entfalten kann, kann die Pflanze nach dem Rückschnitt mit einem Spaten aus dem alten Erdreich abgeteilt und gehoben werden, um an einem anderen passenden Ort wieder eingesetzt zu werden. Im Allgemeinen ist das Entfernen von verblühten Teilen der Pflanze nach Ermessen sinnvoll, damit rasch neues Blütenwerk nachwachsen kann. Der Rote Sonnenhut besitzt einen relativ späten Austrieb.

Zur Pflege des Purpur-Sonnenhuts gehört der RückschnittÜberwintern

Die frostharte Pflanze ist auch bei kalten Temperaturen sehr robust und pflegeleicht zu handhaben. Eine Schicht Mulch schützt die winterharte Pflanze zusätzlich.

Verwendung

Der Rote Sonnenhut ist zwar überwiegend als Heilpflanze bekannt, wird aber sehr gerne auch als Zierpflanze und sogar als Schnittblume verwendet. Als Heilmittel zeichnet sich der Rote Sonnenhut in erster Linie durch seine immunsystemstärkende Wirkung aus. Zudem wird dem Roten Sonnenhut nachgesagt, dass er antiseptisch und antibiotisch wirkt und die Fresszellen im Blut aktiviert, die dann die krankmachenden Bakterien zerstören. Er wird in vielen verschiedenen Arzneien verwendet und ist ein besonders gutes Mittel bei einer beginnenden Erkältung. Neben dem Einsatz als Medikament bei Erkältungen, kann der Presssaft oder das getrocknete Kraut des Roten Sonnenhuts bei Atemwegs- und Harnwegsinfektionen hilfreich sein.

Des Weiteren kann der bei Verletzungen, Geschwüren und Entzündungen der Haut äußerlich angewendet werden. Zu einer Medizin verarbeitet wird dabei der frische Saft der Pflanze aus den blühenden und oberirdischen teilen. Aber auch getrocknete oberirdische Pflanzenteile oder die Wurzeln werden zu einem Naturheilmittel verarbeitet. Wer an einer Infektionskrankheit leidet oder seine Immunabwehr bei einer Grippe, Erkältung, Entzündung der Atemwege oder Drüsenschwellungen steigern möchte, kann eine Tinktur, einen Honig mit Rotem Sonnenhut oder gemischte Resistenztropfen einnehmen. Diese Heilmittel helfen auch als vorbeugende Maßnahmen um die Abwehrkräfte zu steigern.

Bei einer äußeren Anwendung werden Umschläge mit einer verdünnten Tinktur verwendet bzw. einige Tropfen einer Sonnenhut-Tinktur direkt auf die Wunden gegeben. Auch Kindern kann man ohne weiteres Roten Sonnenhut für die innere Anwendung geben. Tipp: Allerdings sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Tinktur ohne Alkohol zubereitet wurde. Für Kinder gibt es spezielle Mischungen, die mit süßem Honig angereichert sind.

Häufig gestellte Fragen
  • Wie weit sollten die Nachbarpflanzen vom Roten Sonnenhut entfernt stehen, damit dieser seinen Wuchs nicht reduziert? - Pflanzen mit einem halbhohen Wuchs, die die Staude nicht bedrängen, eignen sich gut in der Nachbarschaft des Roten Sonnenhuts.
  • Wie viel Wasser verträgt die Pflanze? - Grundsätzlich gilt beim Gießen des Roten Sonnenhuts Staunässe zu vermeiden.
Purpurroter und gelber Sonnenhut ergänzen sich optischWissenswertes zum Roten Sonnenhut in Kürze
  • Beheimatet ist der Rote Sonnenhut in Nordamerika, wird aber inzwischen weltweit als Arznei- und auch als Zierpflanze angebaut.
  • In freier Wildbahn kann man diese Pflanze vor allem in lichten Wäldern, auf einem nährstoffreichen und durchlässigen Boden an einem sonnigen Standort finden.
  • Der Rote Sonnenhut ist eine Staudenpflanze, die zwischen 80 und 160 cm groß werden kann.
  • Auffällig an dieser Pflanze sind die Blüten, die der Margerite sehr ähnlich sind. Die Blüten können einen Durchmesser von bis zu 14 cm erreichen.
  • Die typische Blütezeit des Roten Sonnenhuts ist von Juni bis September.
  • Der ideale Standort für das Anpflanzen vom Roten Sonnenhut ist ein vollsonniger Platz.
  • Die Pflanze bevorzugt einen nährstoffreichen, durchlässigen sowie humosen Boden und sollte im Frühjahr wie auch im späten Sommer gedüngt werden.
  • Ansonsten gilt der Rote Sonnenhut als sehr genügsam und pflegeleicht.
  • Beim Roten Sonnenhut sollten verwelkte Blätter abgeschnitten werden. So besteht die Möglichkeit, dass sich sehr schnell neue Blütenblätter bilden.
  • Im Herbst wird die gesamte Pflanze bis auf den Boden zurückgeschnitten. Mit einer Mulchschicht wird sie dann vor den frostigen Temperaturen im Winter geschützt, auch wenn der Rote Sonnenhut winterhart ist.
  • Im Frühjahr kann man durch das Verfahren der Teilung den Roten Sonnenhut vermehren. Dies sollte bei bestehenden Pflanzen alle drei bis vier Jahre erfolgen.
  • Alternativ zur Teilung kann die Vermehrung auch durch die Aussaat erfolgen.
  • Ferner ist auch der Schnitt von Wurzelschnittlingen möglich.
  • Angepflanzt werden sollten die einzelnen Pflanzen mit einem Abstand von ca. 40 cm zueinander.
  • Im Frühjahr sollte dafür gesorgt werden, dass der Rote Zuckerhut gut vor Schnecken geschützt wird.