Zebragras - Pflege, Schneiden und Überwintern

Zebragras (Chinaschilf) wächst am geeigneten Standort üppig und ist winterhartIn vielen Gärten der Welt ist Chinaschilf, wie das Zebragras auch genannt wird, zuhause. Gestreiftes Chinaschilf (Miscanthus sinensis strictus) fällt durch sein gelbgrünes „Blattwerk“ auf, das sich im Sommer besonders deutlich durch seine gelbgrünen Querstreifen in den Blickpunkt rückt.

Zebragras (Miscanthus sinensis Zebrinus) ist eine Pflanze, die rund 1,80 Meter hoch wird und sowohl üppig wie auch ausladend wächst. Aus diesem Grund sollte der Standort gut überlegt werden, es sollte

ausreichend Platz bestehen. Diese Sorten sind außerdem bekannt:
  • Miscanthus sinensis Kaskade
  • Miscanthus giganteus
Im asiatischen Raum wird Chinaschilf als Rohstoff für die in dieser Region üblichen Matten und als Sichtschutz verwendet. Außerdem ist Miscanthus sinensis eine Futterpflanze, denn es stammt aus der Familie der Süßgräser. Auch das Zuckerrohr ist mit dem Chinaschilf verwandt. Übrigens: Zebragras wird auch als Tigergras bezeichnet.

Besonderheiten des Zebragrases

Zebragras wird in der Heimat Asien kommerziell angebaut und bildet dort im Sommer braune Rispen aus. In unserer Region wird dies aufgrund der kurzen Sommerzeit nicht gelingen. Zebragras wächst üppig und buschig, die einzelnen Blätter haben einen leicht geneigten Fall. Zebragras ist winterhart und kann deshalb auch gut als Kübelpflanze eingesetzt werden. In Anbetracht der möglichen Höhe von knapp zwei Metern kann die Pflanze einen stattlichen Umfang einnehmen, besonders wenn sie schon ein paar Jahre alt ist.

Die schilfartige Wuchsform macht das Zebragras zu einem beliebten Gartenbewohner. Die meisten Gräser erreichen Höhen bis zu 200 cm, es gibt aber auch vereinzelt Exemplare, die gut das Doppelte hoch sind. Unter der Erdoberfläche wird ein flach wachsendes Rhizom entwickelt, die Wurzeln können bis in eine Tiefe von 2,50 Meter reichen.

Die Halme sind bis zu 10 mm groß, die Blätter stehen aufrecht, so bekommt die Pflanze am meisten Licht. Die eigentlich ausgebildete Blüte, die hier in vielen Fällen nicht erscheint, wäre eine mindestens 10 cm lange Rispe, die leicht filzig behaart ist. Tipp: Zebragras wird wie Chinaschilf sehr gerne von Schmetterlingen besucht.

Standort für Zebragras

Zebragras sollte an einem sonnigen bis halbschattigen Standort gepflanzt werden. Eine einzelne Pflanze kann als Blickpunkt in den Garten gesetzt werden, mehrere Pflanzen nebeneinander werden auch als Sichtschutz verwendet. In diesem Fall sollte jedoch bei der Pflanzung ein Mindestabstand von einem guten Meter eingehalten werden, damit das Gras später nicht zu dicht aneinandersteht. Um gut zu gedeihen, benötigt das Zebragras einen nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Außerdem benötigt es einen feuchten Boden, deshalb wird es auch sehr gerne an das Ufer eines Teiches oder in die Nähe eines Bachlaufes gesetzt. Im Umkehrschluss bedeutet dies auch, dass bei trockener Jahreszeit öfter Wasser gegeben werden sollte. Staunässe sollte jedoch
unbedingt vermieden werden. Wird das Zebragras in einem Topf eingesetzt, sollte dieser mindestens ein Volumen von 20 Litern aufweisen.

Das besondere Merkmal des Zebragrases sind seine hellen FleckenRückschnitt des Zebragrases

Einmal im Jahr sollte das Zebragras zurückgeschnitten werden. So kann es wieder neu austreiben, deshalb sollte der Rückschnitt des Schilfs im Frühling erfolgen und nicht

wie bei anderen Pflanzen üblich im Herbst. Im Winter schützen die Grashalme die Wurzeln und verhindern so ein durchfrieren. Wenn es zu Beginn des Frühjahrs knapp über dem Boden abgeschnitten wird, erreicht es bis zum Sommer wieder seine vorherige Höhe. Aus diesem Grund benötigt das Zebragras auch keinen besonderen Winterschutz, die eigenen Blätter schützen es ausreichend. Steht es jedoch in einem Kübel, sollte dieser mit einem isolierenden Material eingewickelt werden. Um das Herz der Pflanze vor Frost zu schützen, kann das Zebragras hochgeschlagen und locker zusammengebunden werden. Außerdem kann man Tannenzweige um die Pflanze herum drapieren, diese schützen ebenso zusätzlich vor Frost.

Zebragras pflegen

Wer sich ein Zebragras in seinen Garten setzt, möchte den Garten dadurch mit einem schönen Highlight aufwerten. Chinaschilf ist grundsätzlich wegen seiner pflegeleichten Haltung bekannt, gleichgültig, in welcher der vielen Sorten. Grundsätzlich ist auch das Zebragras langlebig, erst nach mehreren Jahren erreicht es seine endgültige Höhe und Breite. Man könnte sagen, dass diese Pflanze mit dem Alter immer schöner wird, was ja nicht jede von sich behaupten kann. Auch wenn man es im Frühling zurückschneiden sollte, braucht man keine Angst zu haben, dass es wieder lange dauern wird, bis es schön groß ist. Je älter die Pflanze wird, desto stärkere und umfangreichere Wurzeln bildet sie aus. Je größer diese sind, desto schneller kann auch der oberirdische Teil wachsen.

Durch die Tatsache, dass man das Zebragras erst im Frühling zurückschneiden soll, hat man im Winter einen schönen Blickpunkt im Garten. Steht das Schilf geschützt, muss man es auch nicht zusammenbinden. In diesem Fall kann ein leichter Frostüberzug sehr dekorativ aussehen und eine kleine Schneehaube setzt noch ein Highlight obendrauf.

Fazit der Redaktion

Zebragras ist eine auffallende Pflanze, die auch in modernen Gärten mit eher spartanischer Bepflanzung sehr gut aussieht. Wird sie im Frühjahr neu eingepflanzt, sollte sie in einem gebührenden Abstand zur nächsten Pflanze eingesetzt werden, damit sich die Pflanzen nicht ins Gehege kommen.

Tipps für Schnellleser:
  • Zebragras ist eine äußerst dekorative Zierpflanze.
  • Sie stammt aus der Familie der Süßgräser.
  • Es gibt kleinwachsende und größere Sorten.
  • Die Heimat des Zebragras ist ursprünglich China, Japan, Korea oder Thailand.
  • Das Ziergras wird im Frühling gepflanzt und im Frühjahr zurückgeschnitten.
  • Im Winter bleiben die Schilfblätter an der Pflanze.
Zebragras gedeiht gerne an Teichrändern und feuchten StellenWissenswertes zum Zebragras in Kürze
  • Als Zebragras werden Chinaschilf-Arten bezeichnet. Ihren Namen bekamen die Pflanzen durch ihre hellen Streifen.
  • Zebragras mag eine feuchte Umgebung, deshalb sollte sie am besten in Teichnähe, (Uferbereich) gepflanzt werden.
  • Doch auch in anderen Teilen des Gartens ist die Pflanze mehr als bloß ein Blickfang.
  • Beim Rückschnitt wird die Pflanze bis über den Ansatz am Boden zurückgeschnitten wird.
  • Zebragras liebt einen sonnigen Standort und ist zudem vollkommen winterhart.
  • Durch die Unempfindlichkeit gegen Frost und Kälte eignet sich Chinaschilf auch für die Kübelhaltung.
  • Im Herbst stehen gelassene Blätter sind ein hübscher Schmuck auf jeder Terrasse und auf jedem Balkon.
  • ebragras lässt sich wunderbar durch Teilung vermehren, hierzu eignet sich am besten das Frühjahr, nach dem Rückschnitt - vor dem Austrieb.
  • Die Pflanze lässt sich problemlos verpflanzen und wächst rasch an.
Unter den Zebragras-Arten gibt es welche mit überhängenden Wuchs, aber auch welche, die einigermaßen aufrecht wachsen. Aufrecht wachsende Arten sind geradezu ideal für kleine Gärten oder als Blickfang auf der Terrasse. Überhängende Arten benötigen etwas mehr Platz, dafür sind sie perfekt für die Einzelstellung oder als Mittelpunkt in einem Beet. Dünger benötigt Chinaschilf zwar auch, aber hier kann man auf guten alten, reifen Kompost und anderen organischen Düngern zurückgreifen. Einzelne Blätter machen sich wunderbar in Blumensträußen aller Art, auch in trockenem Zustand. Leider blüht das Zebragras in unseren Breiten nicht, dafür entschädigt uns die Pflanze mit ihrer Erscheinung.