Mottenpapier - Wie hilft es gegen Motten?

Mottenpapier - Wie hilft es gegen Motten? MotteSteht der Saisonwechsel an, graut vielen vor dem Blick in den Kleiderschrank. Jedes Jahr befallen Motten aufs Neue die eingelagerte Sommer- oder Wintergarderobe. Die geliebten Kleidungsstücke aus Wolle, Kaschmir oder Mohair sind angefressen oder regelrecht durchlöchert. Aber bereits einfache Vorkehrungen helfen dabei, die lästigen Kleidermotten fern zu halten. Mottenpapier ist ein wirkungsvolles Mittel, um Textilien vor Mottenbefall zu schützen.

Kleidermotten – Kleine Larve, großer Schaden

Besonders beliebt bei Kleidermotten sind Wolle, Pelze & Co. Sie

befallen Materialien, die mindestens eine zehn- bis zwanzigprozentigen Anteil an tierischen Fasern haben. Die Schäden an Textilien werden nicht von den ausgewachsenen Motten, sondern lediglich von Larven verursacht. In Tierhaaren ist das Protein Keratin enthalten, das die Larve der Kleidermotte zum Wachstum benötigt. Synthetische Gewebe und pflanzliche Fasern werden zwar auch angefressen, können aber von den Motten nicht verwertet werden.

MottenlarvenMottenweibchen legen mitunter 250 Eier, aus denen nach kurzer Zeit gelblich-weiße Raupen schlüpfen. Kleiderschränke, Teppiche oder auch Polstermöbel bieten ihnen ideale Niestplätze in unseren vier Wänden. Gerade in eingelagerter Kleidung bekommen die lichtscheuen Tiere genügend Zeit, um sich hervorragend zu entwickeln. Hier kann es schnell zu einer Massenvermehrung kommen. Das Ergebnis ist eine meist bis zur Unbrauchbarkeit zerlöcherte Garderobe.

Gegen Mottenbefall vorbeugen

Um Textilien effektiv vor Mottenbefall zu schützen, empfiehlt es sich, Mottenpapier zu verwenden. Das geruchlose Papier enthält den Wirkstoffe Transfluthrin, der Kleidermotten, Pelzkäfer und deren Larven bekämpft. Mottenpapier vertreibt die Larven, wenn Kleidungsstücke bereits befallen sind und beugt darüber hinaus auch Neubefall vor. Sinnvoller ist
es jedoch, die Textilien gleich mit Mottenpapier einzulagern, um gegen den unschönen Lochfraß vorzubeugen. Die Papierblättchen enthalten Wirkstoff für 6 bis 8 Monate und schützen eine ganze Saison.

Das handelsübliche Mottenpapier von heute ist geruchlos und mit den Mottenkugeln aus Großmutters Zeiten nicht zu vergleichen. Der typische muffige Geruch von Mottenkugeln gehört der Vergangenheit an. Dasselbe gilt auch für die schädlichen und umweltgefährdenden Inhaltsstoffen. Der Einsatz von Mottenpapier im Kleiderschrank ist für die Gesundheit unbedenklich. Natürliche ätherische Öle von Lavendel und Zedernholz, aber auch Pheromon-Klebefallen bieten ebenfalls eine gesundheitsverträgliche Möglichkeit Mottenbefall vorzubeugen.

Die Vorteile von Mottenpapier:
  • geruchlos
  • stoppt Mottenbefall
  • 6 Monate Schutz vor Neubefall
  • gut dosierbar
  • flexibel einsetzbar
  • gesundheitlich unbedenklich
Tipps zur Anwendung von Mottenpapier

Wenn die Sommer- oder Wintergarderobe eingelagert wird, sollten alle Kleidungsstücke gewachsen bzw. gereinigt und trocken sein, denn Duftstoffe aus Haaren und Hautschuppen oder Schweiß locken Motten an. Die Dosierung richtet sich nach der Größe des Kleiderschranks, der Schublade oder des Kleidersacks. Für einen Kleiderschrank wird zumeist ein Streifen mit 10 Blatt empfohlen, der in den Schrank gelegt oder mithilfe einer kleinen Aufhängung direkt an den Kleiderbügel gehangen werden kann. Das Mottenpapier sollte für eine optimale Wirkung locker zwischen der Garderobe hängen. Für die Einlagerung einzelner Kleidungsstücke kann die benötigte Anzahl von Blättern einfach aus dem Streifen getrennt und auf den Stoff gelegt werden.

Tipp für Polstermöbel: Bei Mottenbefall die Polstermöbel gründlich absaugen bzw. reinigen lassen und das Mottenpapier einfach unter das entsprechende Möbelstück legen.

Wichtig: Nach dem Anbringen des Mottenpapiers sollten unbedingt die Hände gewaschen werden. Manche Hersteller

bieten für eine sichere Handhabung auch Blättchen mit einem wirkstofffreien Rand, sodass die Haut nicht in Kontakt mit den Inhaltsstoffen kommt.

Was tun bei akutem Mottenbefall?

Wenn sich Motten im Kleiderschrank und in Schubläden eingenistet haben, ist schnelles Handeln und ein ordentlicher Frühjahrsputz gefragt. Alle Flächen sollten gründlich gewischt und vor allem Ecken und Kante gereinigt werden. Als schnelle Hilfe für Textilien empfiehlt es sich, diese bei hohen Temperaturen zu Waschen, um Eier und Larven zu bekämpfen. Empfindliche Wollpullover und Decken können bei Mottenbefall auch mehrere Stunden in den Tiefkühlschrank gelegt werden. Mit Mottenpapier zwischen den Kleidungsstücken bleiben sie das ganze Jahr über geschützt.