Nashornkäfer - Nahrung, Lebensraum und Haltung

Nashornkäfer - Nahrung, Lebensraum und Haltung

Der Hornkäfer, botanisch Oryctes nasicornis genannt, ist ein Insekt, das zur Ordnung der Käfer gehört. Er kann eine Größe von bis zu 4,5 Zentimeter erreichen.

kaefer_fl Nashornkäfer sind rot bis schwarzbraun gefärbt. Ihren Namen tragen diese Tiere wegen des nach hinten gebogenen Horns auf dem Kopf der männlichen Tiere. Nach der Bundesartenschutzverordnung aus dem Jahre 1999 gelten Nashornkäfer in Deutschland als „besonders geschützt Art“. Was Nashornkäfer genau an Nahrung zu sich nehmen, ist nicht eindeutig geklärt. Experten gehen

davon aus, dass sich diese Käfer überwiegend von Baumsäften ernähren. 

Natürlicher Lebensraum des Nashornkäfers

Der Nashornkäfer stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Hier leben die Larven im Totholz der Eichenwälder. Heute lebt der Nashornkäfer in Regionen von Nordafrika bis nach Nordskandinavien. In den letzten Jahrzehnten ist allerdings der natürliche Lebensraum des Nashornkäfers geschrumpft, sodass Larven in Europa beispielsweise kaum noch in natürlichen Biotopen vorkommen. 

Dies ist allein schon daran
begründet, dass die Engerlinge eine Entwicklungszeit von zwei bis fünf Jahren haben. In dieser Zeit muss die Brutstätte unberührt bleiben, was durch das menschliche Einwirken immer wieder verhindert wird. Die einzige Chance der Erhaltung des Nashornkäfers ist die Zucht. 

Haltung und Zucht von Nashornkäfern 

Nashornkäfer zu züchten ist schon eine Herausforderung, wobei es einfach zu handhabende und schwerer zu handhabende Arten gibt. Entscheidend ist, dass das Klima feuchtwarm ist, die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 60 und 80 Prozent liegen, während Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad Celsius ideal sind. 

Nashornkäfer fühlen sich in einem Substrat, das zu 50 bis 60 Prozent aus weißfaulem Holz und zu 40 bis 50 Prozent aus Laubwaldhumus bzw. faulem Laub besteht, am wohlsten. Das Substrat sollte feucht sein und in einer Box mindestens 15 bis 20 Zentimeter hoch eingefüllt werden. 

Die Laubwalderde bildet dabei die untere Schicht und ist rund 5 Zentimeter dick. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass die Box gut belüftet und leicht beschlagen ist. Dies ist ungemein wichtig, denn alle Nashornkäfer sind Substratleger. Wurden die Käfer in ihr neues Zuhause eingesetzt, sollte man sie einfach in Ruhe lassen und einige Zeit abwarten. So können sich die Tiere am besten einleben. 

Aufgrund dieser Tatsachen ist die Zucht des Nashornkäfers für Anfänger weniger gut geeignet. Einsteiger sollten mit dem Rosenkäfer beginnen, einiges an Erfahrungen sammeln und sich dann mit der Zucht von Nashornkäfern beschäftigen, so raten es Experten.