Nicht winterhart und im Winter im Freien bleiben, geht das überhaupt? Ja, wenn Sie dem Ziergras etwas helfen, weil es nicht winterhart ist. Zu den Hilfen gehört:
  • ein Kälteschutz und
  • ein Nässeschutz
Außerdem darf das Ziergras im Herbst nicht geschnitten werden, denn die alten Halme sind ein zusätzlicher Schutz für die Wurzeln des Grases.

Kälteschutz

Der beste Schutz vor Kälte ist die Wahl des richtigen Standorts. Soll das
Federborstengras ausgepflanzt im Freien überwintern, sollte der Standort so gewählt werden, dass es im Winter vor Wind und Wetter geschützt ist.

Tipp: Ein Standort vor einer Mauer oder Hauswand ist ein idealer Standort für den Winter, da Mauern und Wände die Wärme speichern und in der Nacht abgeben.

Vor der Kälte müssen vor allem die Wurzeln der Gräser geschützt werden, denn das Lampenputzergras mag keine kalten Füße. Deshalb können Sie es am Boden an sehr kalten Tagen mit Reisig oder Grasschnitt abdecken. Einen guten Wärmeschutz, nicht nur für die Füße, bietet ein Schutzvlies, das um die zusammengebundenen Halme gewickelt wird.

Tipp: Binden Sie die Halme zusammen, dass schützt die Wurzeln auch vor Kälte und Nässe.

Nässeschutz

Genauso wenig wie kalte Füße mag das Lampenputzergras nasse Füße. Deswegen ist in unseren Breiten vielmehr das nasskalte Wetter für das Ziergras als die Kälte selbst. Für das Überwintern im Freien bedeutet dies, dass das Ziergras nur dann im Freien überwintern sollte, wenn gewährleistet ist, dass das Wasser auch gut durch den Boden abfließen kann. Ist der Boden zu undurchlässig, schadet das Wasser den Wurzeln. Kommt dann noch Kälte hinzu, können die Wurzeln dadurch sogar erfrieren, da spielt es dann auch keine Rolle mehr, dass das Ziergras nicht winterhart ist.

Winterhart mit einen Dach über dem Kopf

Ein Standort, der im Sommer wie
im Winter die besten Eigenschaften aufweist, wird schwer zu finden sein. Deshalb können Sie sich durchaus bei der Standortwahl nach den Sommermonaten richten. Ist dieser dann im Winter nicht so gut geschützt, dann können Sie ein Zelt über das Gras stellen. Da es nur bis 70 Zentimeter hoch wird, braucht das Zelt also auch nicht allzu groß sein. Wichtig ist, dass es Wind, Kälte und Nässe vom Ziergras fernhält.

Tipp: Bauen Sie das Zelt großzügig das Gras herum, damit die Luft gut zirkulieren kann. Als Materialien eignen sich Bambusmatten, ein Gartenvlies, Reisig, Stroh, Tannenzweige, Grasschnitt und Mulch.

Überwintern im Kübel

Im Vergleich zur Überwinterung im Freien ist die Überwinterung im Kübel äußert einfach. Holen Sie das Lampenputzergras im Kübel einfach vor dem ersten Frost nach drinnen. Damit es gut überwintert, sollte das Winterquartier kühl, aber frostfrei, und dunkel, etwas Licht schadet nicht, sein. Gegossen wird während der Winterruhe so gut wie gar nicht. Nur, wenn das Erdreich sehr trocken ist, sollte ein wenig gegossen werden.

Nach dem Überwintern

Lampenputzergras überwinternBei der Überwinterung im Freien muss nicht viel getan werden, wenn die Temperaturen wieder zu steigen beginnen. Ist anhaltender Frost nicht mehr zu erwarten, kann der Winterschutz entfernt werden. Hat das Ziergras drinnen überwintert, muss es erst wieder an das Licht gewöhnt werden. Oft reicht dazu bereits das Fenster im Winterquartier aus. Es kann aber auch schon an einem geschützten Platz tagsüber ins Freie gestellt werden, zum Beispiel in ein sonniges Eck. Während der Nachtstunden sollte Sie es aber wieder nach drinnen holen, solange die Temperaturen um die fünf Grad Celsius liegen.

Frühjahrsschnitt

Die Überwinterung gilt als abgeschlossen, wenn die alten Halme des Lampenputzergrases im Frühjahr abgeschnitten werden.

Tipp: Da der obere Teil des Ziergrases in der Regel über den Winter eingeht, sieht das Lampenputzergras zu Beginn des Frühjahrs oft sehr erbärmlich aus. Lassen Sie davon nicht beeindrucken. Nach dem Frühjahrsschnitt sieht bald wieder hübsch und ansehnlich aus.

Der optimale Zeitpunkt für den Frühjahrsschnitt ist zwischen April und Mai, je nach Witterung. Da der Schnitt im Frühjahr ein sog. Radikalschnitt ist, dürfen Sie das Lampenputzergras auch kräftig stutzen. Das meint, dass Sie die Halme bis eine Handbreite über dem Boden geschnitten werden.

Tipp: War das Gras im letzten Jahr üppig und gut gewachsenen, sollten Sie es trotzdem klein schneiden, auch wenn dies im ersten Moment schwer fällt. Ist das Lampenputzergras gestutzt worden, sollten Sie es düngen bzw. mit Kompost versehen, denn nun braucht es viele Nährstoffe, um wieder austreiben zu
können.