Wenn die Ranunkel nach der Blütezeit ihre Blätter abwirft, dann ist der Zeitpunkt gekommen, das Überwintern der empfindlichen Pflanze zu planen. Da die mehrjährigen Blumen nur bedingt winterhart sind, sind diese auf zusätzliche Schutzmaßnahmen in den Wintermonaten angewiesen. Ohne diesen Winterschutz können die Pflanzen bei starkem und länger andauerndem Frost erfrieren. Als Alternative können die Wurzelknollen an einem frostfreien Ort die Winterzeit verbringen.

Winterhärte

Die aparten Blumen stammen aus Asien und sind die hiesigen Temperaturwerte mit den tiefen Frostgraden aufgrund ihrer Herkunft nicht gewöhnt. Deshalb können Ranunkeln in der
Freilandhaltung im Winter nur dann unbeschadet draußen bleiben, wenn der Standort nicht zu kalt und exponiert ist. In extremen Höhenlagen mit tiefen Minustemperaturen würde der langanhaltende Frost den Pflanzen Schaden zufügen. Im Extremfall kann es sogar zum Erfrieren der Blumen und ihrer Wurzelknollen kommen. Deshalb ist es generell sicherer, die Knollen auszugraben und an einem frostfreien Platz zu überwintern.
  • Sind nur schlecht winterhart
  • Nur in milden Regionen ist die Überwinterung problemlos möglich
  • Dazu gehören die deutschen Weinanbaugebiete und geschützte Täler
  • Knollenpflanzen unbedingt vor Frost schützen
  • Wärmende Decke aus Reisig oder Kompost ausbringen
  • In extrem kalten Regionen zusätzlich Gartenvlies auslegen

Knollen überwintern

Manche der Ranunkel-Sorten sind aufgrund der einheimischen Zucht schon etwas an den hiesigen Winter gewöhnt und punkten mit einer besseren Winterhärte. Wer jedoch kein Risiko eingehen möchte, der sollte die Knollen reinholen. Dabei spielen der richtige Zeitraum und eine geeignete Vorbereitung eine wichtige Rolle. Beim Zeitraum sollte auf die Wettervorhersage geachtet werden, um die knollenartigen Gebilde rechtzeitig einzuquartieren. Wenn die Temperaturwerte einen kritischen Punkt erreichen, ist es an der Zeit, die Ranunkelknollen umzuziehen. Mit einer passenden Vorbereitung auf die Überwinterung, können die Knollen die Wintermonate außerhalb des Erdbodens ohne Probleme überstehen.
  • Kritische Temperaturwerte sind tagsüber um die 5° C
  • Knollen idealerweise schon gegen Mitte Oktober aus der Erde holen
  • Zuerst Düngen einstellen
  • Dann oberirdisch alle abgestorbene Teile entfernen
  • Im Anschluss vorsichtig ausgraben
  • Von jeglichen Erdresten reinigen
  • Brutknollen umsichtig abtrennen
  • Knollen ausreichend abtrocknen lassen
  • Für zusätzlichen Schutz in normales
    Papier oder Zeitungspapier einschlagen

Winterquartier

Ranunkel - Ranuculus asiaticusSpeziell wenn die Ranunkeln im Pflanzkübel auf dem Balkon oder Terrasse kultiviert werden, sind diese auf eine passendes Quartier zum Überwintern angewiesen. Aber auch die Gewächse in der Freilandhaltung profitieren von einem Umzug in ein adäquates Winterquartier. Dafür müssen die Ranunkelknollen aus dem Boden entfernt und an einem vor Frost geschützten Ort gelagert werden. Dort werden die Knollen in einen winterlichen Ruhemodus versetzt. Diese treiben nicht mehr aus, sondern befinden sich in einer Ruhephase. Im nachfolgenden Frühling werden die Wurzelknollen wieder zu neuem Leben erweckt.
  • Ideal sind unbeheizte Keller, Garagen oder Dachböden
  • Räume müssen kühl, aber komplett frostfrei sein
  • Dazu noch dunkel, luftig und trocken
  • Optimale Temperaturwerte liegen zwischen 5-8° C

Nachsorge

Nach der Überwinterung brauchen die Knollen eine spezielle Nachsorge, damit sich diese erneut und ohne Probleme im Erdboden oder Pflanzgefäß ansiedeln können. Auf diese Weise wird die Ranunkel ganz vorsichtig wieder zum Leben erweckt. Allerdings sollten keine harten Fröste mehr zu erwarten sein, erst dann können die Knollen zurück nach draußen umziehen. Dieser Zeitpunkt ist in höheren Berglagen deutlich später als in geschützten Regionen mit einem milden Klima.
  • Überwinterung sollte bis März oder April dauern
  • Knollen auf eventuelle Schäden kontrollieren
  • Etwa 5 Stunden lang in Gefäß mit kühlem Wasser legen
  • Im Anschluss 3-4 cm tief in das Erdreich eingraben
  • Erst dann düngen, wenn erste Blätter zu sehen sind

Umtopfen & Umsetzen

Wenn die Ranunkel durchgängig und über viele Jahre hinweg am gleichen Standort verbleibt, dann wird es Zeit, diese umzusetzen. Dergestalt kann sich der Erdboden erholen und die bis dahin verbrauchten Nährstoffe erneut auffüllen. Da die Knollen sowieso im Herbst ins Haus geholt werden, lässt sich der Umzug in diesem Zusammenhang durchführen. Wenn der Standort noch relativ neu ist, dann lassen sich die Knollen im Frühling wieder an den gleichen Stellen einpflanzen. Auf diese Weise sollte auch bei der Topf- und Kübelhaltung vorgegangen, da das Pflanzsubstrat irgendwann ausgelaugt ist.
  • Idealerweise Knollen alle zwei bis vier Jahre umsetzen
  • Neuen Standort mit nährstoffreicher Erde aussuchen
  • Wichtig ist kühler und feuchter Boden
  • Verträgt sowohl halbschattige als auch sonnige Lichtbedingungen
  • Ähnlich bei Ranunkeln in Blumentöpfen und Kübeln vorgehen
  • Pflanzsubstrat alle paar Jahre auswechseln
  • Stets auf durchlässiges Substrat achten
  • Bei zahlreichen Brutknollen ist Umzug in größere Töpfe notwendig

Vermehren

Ranunkel - Ranuculus asiaticusDie Ranunkeln vermehren sich von ganz allein, deshalb ist dieser Prozess sehr einfach durchzuführen. Die Vermehrung lässt sich ebenfalls im Zuge der Überwinterung durchführen, da die aparten Blühpflanzen im Laufe des Jahres normalerweise Brutknollen ausbilden. Diese formieren sich als Ableger von selbst an den Mutterknollen der Ranunkel. Für die Vermehrung sind die Brutknollen beim Umzug der Zwiebeln lediglich abzulösen. Diese Art des Vermehrens ist das ganze Jahr über möglich, sobald sich neue Brutknollen zeigen.
  • Ideal zum Abtrennen ist kleines und sehr scharfes Messer
  • Druck vorsichtig und geringfügig ausüben
  • Mutter- und Brutknollen dürfen nicht beschädigt werden
  • Im Winter in Innenräumen vorziehen
  • Zum Frühlingsbeginn ist direkte Pflanzung im Freiland
    möglich