Ameisen können zur lästigen Plage werden, wenn sie erst einmal den Weg ins Haus gefunden haben. Sie gelten zwar nicht als Vorratsschädlinge, sind aber dennoch keine angenehmen Zeitgenossen. Vor allem wenn sich Kinder oder Haustiere in der Wohnung befinden, ist eine schnelle Problemlösung erwünscht. Ameisensprays stellen eine Methode dar, um die Insekten zu bekämpfen.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Ameisenvernichtungsmittel

enthalten Wirksubstanzen, welche die Ameisen effektiv bekämpfen. Daneben werden die Produkte mit sogenannten inerten oder unbeteiligten Substanzen angereichert, welche die Rezeptur vervollständigen. Zu dieser Stoffgruppe zählen Stabilisatoren, Treibmittel, Duft- und Konservierungsstoffe, die nicht zur Bekämpfung der Insekten dienen. Die eigentlichen Wirksubstanzen sind verschiedene Pyrethroide, die als Kontaktgifte gegen verschiedene saugende, beißende oder kriechende Insekten wirken. Kommen Ameisen mit den Wirkstoffen in Berührung, werden die Natriumkanäle in den Nervenmembranen blockiert. Diese Verstopfung löst sich nicht mehr von selbst und führt zuerst zu einer spastischem Lähmung. Die Insekten können sich nicht mehr bewegen und sterben schließlich. Es gibt verschiedene synthetische Pyrethroide, die in Deutschland als Biozid zugelassen sind. Sie haben unterschiedliche Eigenschaften:
  • Imiprothrin: gering toxisch für Säugetiere, aber hochgradig schädlich für Wasserorganismen
  • Cypermethrin: kann bei nicht ausreichender Dosis von Insekten abgebaut werden
  • Prallethrin: mäßig giftig für Säugetiere, hochgiftig für Wasserorganismen und Bienen

Tipp: Verzichten Sie auf Ameisengifte, die als

Granulat oder Gießmittel angeboten werden. Gelangen die Stoffe in den Gartenboden, werden sie nicht abgebaut, sondern von Pflanzen wie Obst und Gemüse aufgenommen.

Vor- und Nachteile

Ameisensprays wirken besonders schnell. Sie sind leicht und punktgenau anwendbar. Allerdings wirken die Mittel nicht selektiv. Sie können gleichermaßen gegen andere unerwünschte Kriechinsekten eingesetzt werden, schädigen aber auch Nützlinge. Der größte Nachteil besteht darin, dass Ameisenspray sehr leicht von Mensch und Haustier eingeatmet werden kann. Terrarien, Aquarien und Tierkäfige sollten daher vor der Benutzung aus dem Raum entfernt werden. Wird es im Außenbereich angewendet, kann es bei Regen weggeschwemmt werden. In Innenräumen wird es durch Putzen entfernt und muss häufiger angewendet werden, bis sich das Problem erledigt hat.

Gesundheit

Zwar werden die Produkte als ungefährlich für den Menschen eingestuft, aber Sie sollten den Sprühnebel dennoch nicht einatmen. Die verschiedenen Wirkstoffe können die Atemwege reizen und bei häufiger Inhalation infolge mehrerer Anwendungen zu verschiedenen Atemwegserkrankungen führen. Wenden Sie daher Ameisensprays mit Bedacht an und achten Sie auf eine gute Belüftung der Innenräume. Prinzipiell sind Köderdosen besser geeignet als Sprays, da von diesen Produkten kein Sprühnebel mit chemischen Wirksubstanzen in die Raumluft gelangt.

Hinweis: Achten Sie beim Kauf von Ameisenspray auf den empfohlenen Einsatzbereich. Produkte für den Garten riechen meist viel intensiver und sind nicht für den Gebrauch in Räumen geeignet.

Ameisen natürlich bekämpfen

Natron gegen Ameisen - Hausmittel

Es gibt zahlreiche Hausmittel, welche die Gesundheit schonen und die Ameisenplage auf natürliche Weise bekämpft. Auch wenn es mit diesen Methoden manchmal etwas länger dauert, bis die Ameisen vollständig bekämpft wurden, sind sie dennoch den chemischen Mitteln vorzuziehen. Hausmittel sind umweltschonend und beeinträchtigen keine nützlichen Insekten oder andere Lebewesen.
  • Natron: quillt im Magen der Ameisen auf, sodass diese platzen
  • Klebeband: auf eine Ameisenstraße geklebt, verlieren Ameisen die Duftspur und finden den Weg nicht mehr
  • Kreide: hat einen ähnlichen Effekt wie Klebeband
  • Niemöl: verhindert die Fortpflanzung von Ameisen
  • Zimt: beeinträchtigt den Orientierungssinn, wenn auf der Ameisenstraße ausgestreut