Sie sind hierzulande das bekannteste und am weitesten verbreitete Wintergemüse - Rote Beete. Die Knollen lassen sich in der Küche ungemein vielseitig verwenden. Die Spanne reicht dabei von der Gemüsebeilage über den Salat bis hin zur Suppe. Rote Beete gelten allgemein als lecker und gesund. Voraussetzung ist allerdings, dass sie gekocht werden Roh sind sie hingen nicht für jeden Menschen unproblematisch.

Wintergemüse und Superfood

Neuerdings werden Rote Beete gerne mal in die Kategorie Superfood eingeordnet. Ganz verkehrt ist das natürlich nicht, enthält das knollenförmige Wintergemüse doch eine ganze Reihe von Stoffen, die überaus gesund und wichtig für den menschlichen Körper sind. Dazu gehören etwa:

  • Eisen
  • Vitamin B
  • Vitamin C
  • Folsäure
  • diverse Mikronährstoffe
  • viele sekundäre
    Pflanzenstoffe

Einschränkend muss man jedoch erwähnen, dass diese wichtigen Stoffe tatsächlich nur in der rohen Roten Beete zu finden sind. Sobald man sie kocht oder auch brät, gehen die meisten Nährstoffe umgehend verloren. Von einem Superfood kann also nur im rohen Zustand die Rede sein. Aus diesem Grund hat sich ein Trend entwickelt, der dazu führt, dass das Gemüse mehr und mehr roh verzehrt wird. So sind rohe Stückchen neuerdings immer häufiger in Salaten oder als Carpaccio zu finden. In pürierten Zustand wird die Pflanze auch gerne in Smoothies verwendet.

Hinweis: Rote Beete müssen immer geschält werden, bevor sie verzehrt werden können. Die Schale zu essen verbietet sind - und zwar schon deshalb, weil sie stark verunreinigt sein kann.

Rohes Problemgemüse

Vollkommen bedenkenlos können Rote Beete allerdings nicht roh gegessen werden - zumindest

nicht von jedem. Neben den vielen positiven Nährstoffen enthalten die Knollen nämlich auch Oxalsäure. Diese Oxalsäure kann im Körper eines Menschen durchaus gesundheitliche Probleme verursachen. So befördert sie unter Umständen etwa die Bildung von Nierensteinen. Darüber hinaus erschwert Oxalsäure dem menschlichen Körper die Aufnahme von Calcium, was wiederum zur Bildung von Harnsteinen führen kann. Und dann ist da noch das Nitrat, das ebenfalls in relativ hoher Dosis in der Roten Beete zu finden sind.

Rote Beete roh essen?Nitrat kann als relativ unbedenklich eingestuft werden. Wird das Gemüse allerdings falsch gelagert oder zu lange transportiert, wandelt sich Nitrat in den meisten Fällen in Nitrit um. Nitrit aber stellt insbesondere für Baby und kleine Kinder eine große Gefahr dar. Sie sollten deshalb auf gar keinen Fall Rote Beete im rohen Zustand essen.

Hinweis: Nitrit kann auch bei Erwachsenen, die zum Beispiel unter einem hohen Blutdruck leiden, zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen.

Wer sollte verzichten?

Rote Beete sind also ein nicht ganz unproblematisches Gemüse. In gekochtem Zustand sind die Knollen absolut keine Gefahr und können bedenkenlos verzehrt werden.

Allerdings fehlen dann auch die meisten positiven Nährstoffe, die sie zum Superfood qualifizieren würde. Roh wiederum können bestimmte Menschen ernsthafte Gesundheitsprobleme durch die Pflanze bekommen. Klar sollte dabei allerdings auch sein, dass das nicht automatisch für jeden gilt. Aufpassen sollten vor allem folgende Menschen:

  • Babys
  • Kleinkinder
  • Menschen mit Nierenproblemen
  • Menschen mit anderen Vorerkrankungen
  • Bluthochdruckpatienten
  • alte Menschen

Wer zu einer dieser Gruppen gehört sollte auf den Verzehr von rohen Roten Beeten eher verzichten. Den Vorteilen der gesunden Nährstoffe in der Knolle stehen hier zu viele gesundheitlich Risiken gegenüber.

Richtiges Maß

Alle anderen Menschen können rohe Rote Beete relativ bedenkenlos essen. Allerdings kommt es auch in diesem Zusammenhang auf das richtige Maß an. Ein übermäßiger Verzehr kann im Laufe der Zeit auch bei dieser Gruppe zu Problemen führen. Es gilt deshalb, das richtige Maß zu finden. Wer einmal in der Woche ein paar Stückchen Rote Beete isst muss sich sicherlich keine Sorgen machen. Anders sieht das schon aus, wenn man sie täglich zu sich nehmen würde. Die verträgliche Menge unterscheidet sich leider von Mensch zu Mensch erheblich, weshalb keine genauen Angaben hierzu möglich sind.