Kulturheidelbeeren entstammen Kreuzungen mit der amerikanischen Art "Vaccinium corymbosum". Diese Art ist vorwiegend im feuchten Norden wie um Minnesota oder im warmen und ebenfalls feuchten Süden von Florida zu finden.

Sonneneinstrahlung

Die heimische Form der Heidelbeere ist meist in dichten und schattigen Wäldern zu finden. Genau dies ist, was die Kulturheidelbeere überhaupt nicht

schätzt. Sie liebt die direkte Sonne und bei konstanter Sonnenstrahlung bringt sie auch deutlich aromatischere Früchte hervor.

Kulturheidelbeere - Vaccinium corymbosum

Der Standort sollte folgende Eigenschaften vorweisen:

  • möglichst direkte Sonne - maximal einige wenige Stunden Schatten
  • windgeschützt
  • keine kalte Zugluft

Tipp: Heidelbeeren eignen sich auch als essbare Begrenzung von sonnigen Terrassen und können dort als Umrandung in die Erde oder als Kübelpflanzen stehen.

Boden

Lediglich in Bezug auf die Bodenverhältnisse gibt es zwischen Kulturheidelbeeren und den Wildformen kaum Unterschiede. Wichtigste Voraussetzung für gute Erträge sind humose Böden. Dies kann vor allem bei Neupflanzungen zu einer Herausforderung werden, weshalb Sie sich nicht scheuen sollten, geeignete Substrate aus dem Handel zu verwenden. Ideal für Kulturheidelbeeren ist beispielsweise Moorbeeterde, falls es keine geeigneten Substrate für Beerensträucher gibt.

Der Boden am Standort sollte folgende Eigenschaften

aufweisen:

  • humusreich
  • locker
  • durchlässig
  • kalkarm
  • pH-Wert: 4,0 - 4,5

Sollte der Boden zu dicht sein, können Sie vor der Pflanzung das Substrat mit Sand auflockern. Achten Sie darauf, dass Sie keinen kalkhaltigen Sand verwenden, sondern beispielsweise Quarzsand.

Wasserversorgung

Obwohl Kulturheidelbeeren keine Staunässe mögen, schätzen sie eine konstante Versorgung mit Wasser. Sie reagieren sehr empfindlich auf eine Unterbrechung der Wasserversorgung. Die Menge an Wasser, die sie erhalten, spielt eine eher untergeordnete Rolle, wichtig ist vor allem eine Konstanz in der Wasserversorgung. Im Ertragsanbau werden die Stauden daher wahlweise mit Sprinkler oder über Tröpfchenbewässerung regelmäßig mit Wasser versorgt.

Kulturheidelbeere - Vaccinium corymbosum

Im Hausgarten sollten Sie ebenfalls drauf achten, dass der Boden um die Heidelbeeren konstant feucht ist, sich aber keine Staunässe bildet. Kulturheidelbeeren vertragen es sogar, wenn sie von oben gewässert werden. Während der Blütezeit sollten Sie allerdings auf eine Bewässerung der Blätter und Blüten verzichten, denn dies kann bestäubende Insekten abschrecken. Zudem sollte eine Bewässerung von oben in der Früh oder am Abend erfolgen, damit die Blätter durch die Sonne nicht geschädigt werden.

Tipp: Bodendecker können dabei helfen, dass die Erde um die Heidelbeeren nicht so rasch vertrocknet. Alternativ können Sie auch eine dicke

Schicht aus Sägespänen als Mulchmaterial verwenden.

Kübelkultur

Kulturheidelbeeren eignen sich auch für die Kultur im Kübel. Der Standort des Kübels sollte später wiederum sonnig sein. Das Fassungsvermögen für das Substrat muss mindestens 50 Liter betragen. Das Substrat selbst sollte wiederum humos sein und Sie können eine Moorbeeterde verwenden.

Der Kübel ist lediglich in Bezug auf die Wasserversorgung eine spezielle Herausforderung. Einerseits darf das Substrat nicht vertrocknen, andererseits soll sich keine Staunässe bilden. Daher sollte die unterste Schicht eine Drainage aus Sand und grobem Kies sein. Sowohl Sand als auch Kies sollten keinen oder kaum Kalk enthalten.
Hinweis: Vermeiden Sie auch beim Gießen kalkhaltiges Wasser und verwenden Sie beispielsweise Regenwasser.