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Die Goldulme wächst als Großstrauch seltener als kleiner Baum. Ihr größter Schmuck ist das im Austrieb goldgelbe, im Sommer satt gelbe und im Herbst satt gelbe bis zart grüne Laub.

Steckbrief

  • Pflanzenfamilie: Ulmengewächse (Ulmaceae)
  • Botanische Bezeichnung: Ulmus hollandica 'Wredei'
  • Deutscher Name: Gold-Ulme
  • Wuchs: säulenförmig, straff aufrecht, langsam
  • Wuchshöhe: 5-10 m
  • Laub: leuchtend goldgelb, gedreht, gewellt, sommergrün
  • Blüte: rot-braune Blütenbüschel
  • Blütezeit: März bis April
  • Kalkverträglichkeit: kalkliebend
  • Giftigkeit: keine giftigen Eigenschaften bekannt

Standortansprüche

Die Goldulme bevorzugt sonnige Standorte, an denen das goldgelbe Laub besonders gut zur Geltung kommt. Sie gedeiht aber auch im Halbschatten, am besten als Solitärgehölz. Ist es zu schattig, bleiben die Blätter grün. Was den Boden betrifft, sollte dieser vor allem durchlässig, tiefgründig, nährstoffreich, kalkhaltig und nicht zu trocken sein. Zu feste Untergründe lassen sich durch die Zugabe von Kies oder Sand verbessern. Bei zu leichten Böden hilft das Untermischen von Kompost oder Kalk. Am besten bereitet man den Boden vor der Pflanzung entsprechend vor.

Gießen und Düngen

In den ersten Wochen nach der Pflanzung und bei Trockenheit sollte regelmäßig gegossen werden. Einmal angewachsen, reichen die natürlichen Regenmengen meist aus, außer bei lang andauernder Hitze und Trockenheit. Um die Ulme mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen, verabreicht man im Frühjahr einen handelsüblichen Dünger für Bäume und Sträucher oder Kompost.

Schneiden oder nicht?

Eine der Besonderheiten der Goldulme 'Wredei' ist, dass sie nicht geschnitten werden muss. In der Regel wächst sie am besten, wenn man sie in Ruhe lässt und nur im Notfall zur Schere greift. Dennoch ist sie ein sehr schnittverträgliches Gehölz und teilweise kann die eine oder andere Schnittmaßnahme auch sinnvoll sein. Das ist beispielsweise der Fall, wenn das Kronenbild durch nach innen oder über Kreuz wachsende Äste

und Zweige gestört wird oder sich unkontrolliert Wurzelausläufer gebildet haben, die es zu entfernen gilt.

Goldulme - Ulmus carpinifolia 'Wredei'

Bester Zeitpunkt

Die beste Zeit, um Schnittmaßnahmen vorzunehmen, ist im Winter zwischen November und März je später, desto besser. Ist es an den betreffenden Tagen noch relativ warm, ist es ratsam, noch etwas zu warten. Warme Temperaturen führen dazu, dass aus den offenen Schnittflächen Duftstoffe austreten, die wiederum Schädlinge anlocken können. Wartet man mit dem Schnitt dagegen bis März, treibt die Goldulme bald wieder aus und bildet viele neue Triebe.

Auf Pflanzschnitt verzichten

Wurde die Goldulme frisch gepflanzt, sollte sie nicht verschnitten werden. Ein Rückschnitt zu diesem Zeitpunkt würde ihr Wachstum beeinträchtigen. Exemplare, die man in Baumschulen erwirbt, haben in der Regel bereits die ersten Pflege- und Erziehungsschnitte erhalten, die für den Aufbau einer gesunden Krone und einen geraden Stamm erforderlich sind. Grundsätzlich sollte man der Goldulme nach dem Pflanzen ausreichend Zeit lassen, um sich an dem neuen Standort einzugewöhnen und gut anzuwachsen. Folglich wartet man mit dem ersten Schnitt zwei bis drei Jahre.

Tipp: Im Zweifel sollte man beim Kauf nachfragen, wann der letzte Schnitt erfolgt ist.

Kräftiger formgebender Schnitt

Dieses attraktive Gehölz verträgt auch

einen kräftigeren Rückschnitt, beispielsweise wenn es zu groß geworden ist. Es kann problemlos auf eine Höhe von etwa drei Metern zurückgeschnitten werden. Dabei können gleichzeitig einige Triebe aus der Krone herausgeschnitten und Seitentriebe eingekürzt werden.

Darüber hinaus ist es wichtig, sowohl Stock- als auch Stammausschläge frühzeitig zu entfernen. Um die Pflanze so wenig wie möglich in ihrem Wachstum zu stören, sollte ein entsprechend starker Rückschnitt noch vor dem Austrieb erfolgen. Allerdings besteht bei einem stärkeren Schnitt die Gefahr, dass die Pflanze ihre natürliche Wuchsform verliert oder diese massiv beeinträchtigt wird.

Tipp: Wurden dickere Äste entfernt, ist es ratsam, die Ränder der Schnittwunden anschließend mit einem Wundverschlussmittel zu behandeln, so heilt der Schnitt besser. Bei kleineren Schnittstellen mit ausgefransten Rändern ist es ausreichend, diese mit einem scharfen Messer nachzuschneiden.

Auslichtungsschnitt

Sollte die Krone im Laufe der Zeit zu dicht oder breit werden, kann sie problemlos ausgelichtet werden. Am besten wählt man dazu einen frostfreien und bedeckten Tag. Beim Beschneiden geht es vor allem darum, dass die Krone im Innern gut belüftet wird und ihre natürliche Form behält.

  • welkes, krankes und totes Holz, falls vorhanden, ab schneiden
  • sowie nach innen wachsende, sich kreuzende und aneinander reibende Zweige
  • alle zu dicht stehenden Äste herausschneiden
  • von innen nach außen vor arbeiten
  • schneiden bis ins gesunde Holz möglich
  • Schnitt gleichzeitig zur Baumkontrolle nutzen

Wurzelausläufer entfernen

Zu den Besonderheiten dieser prächtigen Ulme gehört auch, dass sie zur Bildung von Ausläufern neigt, die unweit des Stammes aus dem Boden sprießen. Begünstigt wird das Ganze fatalerweise durch das Beschneiden, was übrigens bei allen Gehölzen der Fall ist, die zur Bildung von Ausläufern neigen. Das Kürzen im oberirdischen Teil der Pflanze kompensiert die Ulme, indem sie sich verstärkt unter der Erde ausbreitet.

Goldulme - Ulmus carpinifolia 'Wredei'

Problematisch wird es, wenn die Ausläufer bis in Beete oder den Rasen vordringen und dort aus dem Boden treiben oder Pflastersteine auf Gehwegen anheben. Um das zu verhindern, sollte man Ausläufer so früh wie möglich entfernen. Dabei reicht es nicht, sie einfach aus der Erde zu ziehen oder oberirdisch abzuschneiden, um sie in Schach zu halten. Das Ganze ist etwas aufwendiger.

  • einen Ausläufer nach dem anderen frei legen
  • bis zum Stamm zurückverfolgen und kompletten Trieb ausgraben
  • ohne dabei die Hauptwurzeln zu beschädigen
  • sind alle unerwünschten Ausläufer entfernt, Wurzelsperre empfehlenswert
  • dazu Graben um den Stamm freilegen
  • mindestens einen Meter tief
  • Wurzelsperre aus spezieller Folie anlegen
  • Graben wieder mit Erde aufschütten
  • Erde gut festtreten und Ulme wässern

Tipp: Ein gut erhaltener Ausläufer kann bei Bedarf problemlos zur Vermehrung genutzt werden. Um sich den Aufwand mit den Ausläufern zu ersparen, ist das Einbringen einer Wurzelsperre bereits bei der Pflanzung empfehlenswert.

Krankheiten und Schädlinge

Gallmilben und Ulmen-Gallenblattlaus

Diese Ulmen Art ist relativ robust gegenüber Krankheiten wie dem gefürchteten Ulmensterben. Allerdings können sich Schädlinge wie die Ulmen Gallenblattlaus oder die Gallmilbe an ihr zu schaffen machen. Die hinterlassen sogenannte Pocken auf den Blättern. Zur Bekämpfung bieten sich auf Rapsöl- oder Paraffin basierende Spritzmittel aus dem Fachhandel an.