Ein Olivenbaum in der eigenen Wohnung oder im eigenen Garten bringt mit seinen silbriggrauen Blättern mediterranes Flair. Der Olivenbaum, lat. Olea auropaea zählt zu den anspruchslosesten Topfpflanzen. Bekommt der Baum braune Blattspitzen, muss die Ursache schnell gefunden werden, damit es nicht zu schweren Schäden kommt. Meist sind Fehler in der Pflege die Ursache. Daher müssen die Pflegemaßnahmen unbedingt überprüft werden.

Auf die richtige Dünung kommt es an

Stehen der Pflanze zu wenig Nährstoffe zur Verfügung, zeigt der Baum dies zuerst an den Blattspitzen, welche sich braun färben. Auch eine Überdüngung kann der Grund für braune Blattspitzen sein. Olivenbäume in Töpfen
leiden häufig an einem Nährstoffmangel. Der flüssig verabreichte Dünger wird wieder ausgeschwemmt. Liegt ein Nährstoffmangel vor, sollten sie mit einem entsprechenden Dünger dem Mangel entgegenwirken. Ein Zitrusdünger aus dem Handel ist dafür am besten geeignet.

Hinweis: Von März bis September sollten Sie ihren Olivenbaum alle zwei bis drei Wochen düngen. Verabreichen Sie den Dünger immer über das Gießwasser.

Liege eine Überdüngung vor, gehen Sie wie folgt vor:
  • Pflanze aus dem Topf nehmen
  • Wurzeln von der Erde befreien
  • frisches Substrat in Topf füllen
  • Pflanze einsetzen
  • nächste Wochen nicht düngen

Der richtige Platz

Olivenbaum (Olea europaea) Eine falsche Standortwahl können braune Blattspitzen an ihren Baum hervorrufen. Die tropische Pflanze benötigt einen vollsonnigen Platz. Mittagssonne ist kein Problem. Ein Platz auf der Südseite im Garten oder auf dem Balkon ist ideal geeignet.
Folgende Regeln helfen Ihnen bei der richtigen Standortwahl:
  • Pflanze aus dem Schatten entfernen oder umpflanzen
  • vollsonnigen Standort aussuchen
  • bei Lichtmangel im Winter Pflanzenlampe verwenden
  • schattenspendende Pflanzen oder Gegenstände entfernen oder Pflanze umpflanzen
Ein schwarzer Topf kann schnell zu Überhitzung der Wurzeln führen. Der Topf sollte weiß eingeschlagen werden. Die Bedeckung des Substrates mit weißen Kugeln schützt die Wurzeln vor zu viel Wärme.

Tipp: Steht die Pflanze zu nah an einer Glasscheibe, können die Blätter verbrennen. Stellen Sie den Topf so weit weg, dass die Blätter die Glasscheibe nicht berühren.

Nicht zu viel Wasser

Der aus tropischen Gegenden stammende Baum kommt nicht trockenen Perioden ganz gut zurecht. Die Wurzeln der Olivenbäume wurzeln in tiefere Schichten und können Feuchtigkeit aufnehmen. Bei zu viel
Wasser entsteht Staunässe. Der Baum zeigt braune Blattspitzen. Wurzelfäule, welche auch an den Stamm übergehen kann, ist die Folge.

Ist die Erde ihrer Pflanze auch an der Oberfläche nass, liegt eine Staunässe vor. Staunässe ist auch daran erkennbar, dass Wasser im Auffangteller steht.
Gehen Sie bei Staunässe wie folgt vor:
  • Pflanze aus Topf nehmen
  • Erde von den Wurzeln entfernen
  • verfaulte Wurzeln entfernen
  • Wurzelballen trocknen lassen
  • Topf säubern
  • Substrat mit trockenen Sand oder Kies mischen und in den Topf geben
  • Pflanze einsetzen
Olivenbaum (Olea europaea) Der Baum sollte erst wieder eingesetzt werden, wenn die Wurzeln ausreichend getrocknet sind. Die neue Pflanzung sollte in ein frisches und ausreichend durchlässiges Substrat erfolgen.

Die richtige Bewässerung

Gießen Sie Ihren Olivenbaum nicht zu oft. Bei der Bewässerung sollten Sie folgende Regeln beachten:
  • erst gießen, wenn Erde an der Oberfläche abgetrocknet ist
  • halbe Stunde nach Gießen Wasser aus Auffangteller entfernen
  • bei starken Regenfällen Pflanze an einen regengeschützten Standort versetzen
  • kein Pflanztopf ohne Löcher verwenden
  • Sand oder Kies unter die Erde mischen
Auch zu trockene Wurzeln kommen vor, jedoch sehr selten. Sollte Ihnen dies trotzdem mal passieren, nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf und lassen Sie den Wurzelballen einige Minuten im Wasser stehen. Anschließend setzen Sie die Pflanze wieder zurück in den Topf, in ein frisches Substrat.

Das ideale Winterquartier

Wird ein Olivenbaum zu Winterbeginn ins Haus verbracht, kommt es häufig zur Verfärbung der Blattspitzen. Handelt es sich nur um wenige Blätter, ist dies ganz normal. Verfärben sich viele Blätter und fallen ab, muss der Winterstandort unbedingt überprüft werden. Bleibt ihr Olivenbaum über Winter im Freien, sollte er mit Pflanzenvlies abgedeckt werden. Für den Stamm eignen sich am besten Reisigmatten. Eine dicke Schicht mit Mulch schützt die Wurzeln vor der Kälte. An frostfreien Tagen kann der Baum gegossen werden. Bei unseren Temperaturen ist eine Überwinterung im Garten nicht zu empfehlen.

Folge Maßnahmen sollten bei der Standortwahl für den Winter beachtet werden:
  • sonniger und warmer Standort
  • bei Bedarf Pflanzenlampen verwenden
  • während Lüften mit lichtdurchlässiger Folie vor Wind schützen
  • bei geringer Luftfeuchte Luftbefeuchte oder Schale mit Wasser aufstellen

Achtung beim Rückschnitt

Olivenbaum (Olea europaea) Rückschnitt
Bei braunen Blattspitzen kann es sich auch um eine Krankheit handeln. Bakterien können gut eindringen, wenn der Stamm des Baumes beim Rückschnitt beschädigt wurde oder mit verunreinigten Werkzeug gearbeitet wurde.

Tipp: Achten Sie beim Rückschnitt darauf, dass der Stamm nicht verletzt wird und arbeiten Sie mit sauberem, möglichst desinfiziertem Werkzeug.

Ist ihr Baum bereits von Bakterien befallen, entfernen Sie die befallenen Äste und Zweige und schützen die Eintrittspforte vor weiteren Eindringlingen. Dazu können Sie die Stelle mit einem Tuch umwickeln.

Vermeidung von Staunässe verhindert Pilzbefall

Pilze treten meist in Zusammenhang mit Staunässe auf. In einer feucht-warmen Umgebung vermehren sich Pilze besonders gut. Zur Behebung der Staunässe gehen Sie wie oben beschrieben vor. Staunässe tritt auch bei Olivenbäumen im Freien im Winter auf. Hier wird für den Winterschutz Pflanzenvlies verwendet, unter diesem entsteht häufig Staunässe. Wichtig dabei ist, dass genügend Luft unter dem Vlies zirkulieren kann.

Tipp: Am besten eignet sich ein selbst gebauter Schutzkasten aus Holz, der über den gesamten Baum gegeben werden kann. Hier kann genügend Luft zirkulieren und es entsteht keine Staunässe.