Pflanzenschutzmittel

Wer einen eigenen Garten unterhält, weiß, dass jährliche Ernteausfälle dazugehören. Nicht alles, was man anbauen wollte, wächst schließlich prächtig und kann geerntet werden. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Neben wetterbedingten Ausfällen spielen auch Schädlinge, welche die Pflanze befallen, eine entscheidende Rolle. Dass Ernteausfälle beim privaten Anbau ärgerlich sind, ist verständlich. Der Einsatz von Pflanzenschutzmittel kann helfen, dem entgegenzuwirken bzw. regulierend einzugreifen. Was beim privaten Anbau gilt, ist in besonderem Maße in der Landwirtschaft zu beachten. So lassen sich Ernteausfälle oftmals nur durch die Zugabe von Pflanzenschutzmitteln minimieren. Auch das Beseitigen diverser Unkräuter lässt sich mit Pflanzenschutzmitteln eindämmen. Auch wachstumsregulierende Mittel finden in der Landwirtschaft Verwendung. Die Zulassung einzelner Pflanzenschutzmittel für den privaten Bereich, aber auch in der Landwirtschaft unterliegt strengen Anforderungen. Das Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) trifft insoweit eindeutige Vorkehrungen. Begriffsbestimmungen zur Thematik Pflanzenschutzmittel finden sich in § 2 Nr. 9 des Gesetzestextes.

Für und wider von Pflanzenschutzmitteln

Nach wie vor wird kontrovers diskutiert, ob Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden sollten. Die ökologische Landwirtschaft ist auf dem Vormarsch und gewinnt zusehends an Bedeutung. Dennoch nimmt dieser Teil des Anbaus einen noch recht geringen Teil im Gesamtgefüge ein. Ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, so das gängige Argument, ließe sich der weltweite Nahrungsbedarf nicht dauerhaft stillen. Anders sieht die Argumentation im privaten Bereich aus. Der Anbau dient hier zumeist nicht der kompletten Sicherstellung der Versorgung, sondern gilt als Zusatzquelle bzw. hat größtenteils Hobbycharakter. Wer einen reinen Biogarten unterhalten möchte, ohne eingreifende Regulatoren, wird sicherlich den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln skeptisch gegenüberstehen. Unkraut mit natürlichen Mitteln bekämpfen, ist sicherlich langwieriger, aber keineswegs unmöglich. Fakt ist jedoch auch, dass gerade in den letzten Jahren milde Pflanzenschutzmittel entwickelt worden sind, die biologisch vertretbar sind. Die Entscheidung für oder gegen den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln lässt sich nicht allgemeingültig treffen. Argumente lassen sich für beide Postionen finden, die Entscheidung hängt nicht zuletzt von der persönlichen Überzeugung ab.

Was es zu beachten gibt beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und welche Mittel und Zubehörteile nötig und empfehlenswert sind, erfahren Sie in unserer Rubrik „Pflanzenschutzmittel“.
Gerade Obstbäume werden gerne von den ein oder anderen Schädlingen befallen, so dass im Sommer die Ernte weniger ausfällt. Da das Obst so natürlich wie möglich wachsen und somit gut zum Verzehr geeignet sein soll, sollte nur mit natürlichen Spritzmitteln vorgegangen werden.
Die Kirschfruchtfliegen verursachen viele Probleme und können die Ernte eines ganzen Jahres erheblich dezimieren, in extremen Fällen sogar ganz vernichten. Damit die Kirschen vom eigenen Baum ohne Maden reifen können und lecker schmecken, stehen dem Gärtner einige Möglichkeiten für die Bekämpfung zur Auswahl.
Birnengitterrost. Schon der Name ist für Besitzer von Birnenbäumen ein Graus, denn diese hartnäckige Pilzerkrankung kann Birnen über Jahre hinweg schwächen und nimmt dabei in der Intensität nicht ab. Dennoch gibt es einige Mittel und Wege, den Befall zu verhindern.
weinSpritzmittel im Weinbau werden kaum noch eingesetzt. Bei den Unkrautvernichtungsmittel handelt es sich um Pestizide und Herbizide oder es kommt synthetischer Dünger zum Einsatz.
pflanzenschutzIntegrierter Pflanzenschutz ist für einige Gartenbesitzer immer noch ein Fremdwort, obwohl bereits 1986 erstmals im deutschen Pflanzenschutzgesetz festgelegt wurde, dass in Gärten Chemikalien nur unter Berücksichtigung des integrierten Pflanzenschutzes angewendet werden sollen.
Mehltau Mehltau ist eine Erkrankung, die sowohl Gehölze und Gartenpflanzen befällt, als auch Zimmerpflanzen. Es gibt sehr verschiedene Mehltauerkrankungen, je nachdem, von welchem Pilz sie ausgelöst werden. In der Regel ist der Befall als weißlich-grauer Belag auf oder unter den Blättern zu erkennen.