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Die Hecke anlegen und pflanzen - Tipps zur Pflanzung |
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Gartenarbeit -
Hecke - Pflanzen, Verschneiden und Pflegen
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Hecke pflanzen - Seit die Bedeutung von Hecken für den Artenschutz und der Biotopvernetzung erkannt wurde, werden vielerorts erneut Hecken angelegt. Dabei ist auf eine landschafts- und standortgerechte Gehölzauswahl zu achten. Mittlerweile wird auch stärker darauf geachtet, regionales (autochthones) Pflanzenmaterial einer reichen Artenpalette auszubringen und das Saatgut möglichst vieler verschiedener Muttersträucher und -bäume einzubringen, um die genetische Vielfalt der Sträucher zu erhalten. In Bayern wird beispielsweise nur dann die Anlage von Hecken gefördert, wenn vorrangig heimische Gehölze verwendet werden.
Bei Neuangelegten Hecken auf fruchtbaren Ackerböden
kann eine Aushagerung des Bodens sinnvoll sein, um schnellwüchsige Nährstoffliebende Arten zu unterdrücken und um einen wesentlich artenreicheren Bestand von seltenen Spezialisten zu fördern. Das Schnittgut der jährlichen Mahd und des Gehölzrückschnitts muss dabei über mehrere Jahre entfernt werden. Ansonsten sollte das Schnittgut am Ort bleiben, um die Entstehung von Streu, Moder- und Rohhumushorizonten und von Totholz zu fördern.
Zur Neuanlage von Hecken werden seit Beginn der 1990er Jahre besonders so genannte Benjeshecken propagiert. Das Prinzip der Benjeshecken besteht darin, Hecken nicht durch Neuanpflanzungen, sondern durch den Sameneintrag von Vögeln aufzubauen. Dazu wird Gehölzschnitt streifenförmig abgelegt und nach einem meist Brennnesselreichen Krautstadium setzt eine Verbuschung ein. Der Vorteil besteht darin, dass diese Form der Anlage kostengünstig ist und heimisches Saatgut durch Vögel eingebracht wird. Nachteilig ist, dass sich besonders Sträucher aus ausschlagfähigem Gehölzverschnitt wie etwa Brombeeren durchsetzen. Während auf diese Weise ein positiver Einfluss auf Vogelwelt, Kleinsäuger und Insekten erzielt werden kann, ist die Benjeshecke für den botanischen Artenschutz eher bedeutungslos. Als sinnvoller hat es sich erwiesen, Benjeshecken durch Gehölzanpflanzungen zu ergänzen.
Tipps zur Pflanzung:
- Bei der Heckenpflanzung empfiehlt sich meist der Aushub eines Pflanzgrabens in doppelter Breite und Tiefe des Pflanzenwurzelballens - mischen Sie den Aushub bei schweren Böden mit Sand oder Lavagranulat und arbeiten Sie etwas organischen Dünger mit ein (z.B. Kompost oder Hornspäne) - Pflanzen von Laubhecken um 1/3 bis 1/2 einkürzen - Nadelgehölze nur auf einheitliche Höhe kappen - Verteilen Sie die Gehölze gleichmäßig im Pflanzgraben, so dass sich die Seitentriebe gerade berühren - Beim Auffüllen des Pflanzgrabens die Pflanzen rütteln und Erdgemisch gut antreten, um Hohlräume zu vermeiden - Gießwall anlegen und Pflanzen gut angiessen - Pflanzbereich mit Rindenmulch abdecken, um schnelles Austrocknen des Bodens zu vermeiden. Heckenpflanzen, die sich für den Garten eignen sind unter anderem: - Liguster und Kirschlorbeer - Eibe, Lebensbaum und Scheinzypresse - Rotbuche und Hainbuche
von Sascha Seyfarth |