Raketenwacholder - Pflanzen & Pflege von Säulenwacholder


wacholderDer Säulenwacholder ist pflegeleicht und sehr genügsam. Wer die nachfolgenden Tipps und Ratschläge beachtet, kann mit einem Gestaltungselement der besonderen Art, in seinem Garten einen Punkt setzen.

Der Säulenwacholder

Der Raketenwacholder liebt einen sonnigen Standort. Auch eine direkte pralle Sonneineinwirkung macht ihm nichts aus. Aber er wächst auch im Halbschatten. Er gedeiht in allen Böden, wenn keine Staunässe vorhanden ist. Er liebt leicht kalkhaltige und sandig-humose Erde. Wenn der Raketenwacholder in einem Kübel herangezogen wurde oder er wurde in

der Baumschule gekauft, so ist das Frühjahr die richtige Zeit ihn einzupflanzen. Dann hat er genügend Zeit bis zum Winter hin Wurzeln zu bilden. Wo die Konifere stehen soll, dort wird ein großes Pflanzenloch gegraben, das doppelt so groß ist wie der Wurzelballen. Um das Pflanzloch herum wird die Erde mit einer Harke aufgelockert. Darin folgt ein Drainageschacht aus Kies, Granulat oder Tonscherben. Außerdem eignet sich gut ein Unkrautvlies. Wer dann die ausgegrabene Erde mit feuchtem Torf und ein wenig Hornspäne abdeckt, der schafft den idealen Boden für die Konifere. Damit der Raketenwacholder seinen geraden Wuchs erhält, sollte dem Säulenwacholder zusätzliche Stabilität geschaffen werden. Dazu bietet sich ein Stützpfahl, der in die Erde geschlagen wird, bevor man die Koniferen einpflanzt. Danach die Erde festtreten und mit Wasser regelrecht einschlämmen. Somit gelingt dem jungen Wacholder ein schnelles Anwachsen. Mit einem Bastband, kann der junge Wacholder an den Stützpfahl festgebunden werden. Schlussendlich verhindert eine Handvoll Rindenmulch, dass der Baum nicht so austrocknet. Wer eine Gruppe von Koniferengestalten möchte, wie man sie beispielsweise in der Toskana findet, der sollte einen idealen Pflanzabstand von 0,70 bis 1,00 m einhalten.

Leicht in der Pflege

Der Säulenwacholder gehört zu den Bäumen, die auch Anfängern unter den Gärtner, ein Erfolgserlebnis vermittelt, denn die Konifere verträgt heiße Sommermonate genau so gut wie - 30 Grad Celsius. Wer sich dann noch an die nachfolgenden Tipps bei der Pflege hält, der bekommt auch ohne große Vorkenntnisse einen prachtvollen Raketenwacholder.
  • regelmäßig wässern,
  • im Frühjahr erhält er evtl. Langzeitdünger,
  • frischen Gartenkompost in die Erde einarbeiten,
  • im Handel bekommt man speziellen Wacholder-Dünger,
  • turnusmäßig auf braune Nadeln achten,
  • braun verfärbte Äste sollten gleich geschnitten werden.
Man muss aber nicht unbedingt düngen, aber auf diese Weise wächst er Baum schneller, gerade dann, wenn er eine Hecke als Sicht- und Windschutz bilden soll.

Schneiden

wacholder kerzeDer kerzengerade Wuchs ist dem Säulenwacholder von Natur aus gegeben. Aber er ist trotzdem gut schnittverträglich. D.h. geschickte und künstlerisch begabte Hobbygärtner, können ihren Säulenwacholder in eine natürliche Skulptur verwandeln. Ebenso kann die Konifere in einen Kübel
gepflanzt werden und dann mit einen kreativen Schnitt eine ganz eigene Dekoration für den Balkon oder die Terrasse zu erhalten. Der beste Zeitraum für den Schnitt ist von Mai bis September. Wenn es aber hin zu kälteren Monaten geht und man möchte den Säulenwacholder noch schneiden, der schadet dem Baum. Bei noch jüngeren Bäumen sollten nur die äußeren Triebe geschnitten werden. Das regt die Pflanze zu einem vermehrten Wachstum an und trotz dem Verkahlen von innen heraus. Außerdem verhindert regelmäßiges Schneiden Pilz- und Schädlingsbefall.

TIPP: Ist der Säulenwacholder

bereits in die Jahre gekommen und er zeigt ein franseliges Bild, so verträgt der Baum einen kräftigen Rückschnitt bis ins alte Holz.


Überwintern

Die Konifere ist äußerst winterhart und braucht keinen gesonderten Schutz. Wer aber gerade die jungen Bäume vor der Kälte schützen möchte, der kann sie mit Jute oder Unkrautvlies umwickeln. Folie sollte man keine verwenden, da sich Kondenswasser darunter bilden kann, was die Fäulnis anregt. Bei starkem Schneefall sollte man den Baum von seiner schweren Schneelast befreien. Somit können keine Bruchstellen entstehen. Trotzdem erhält der Raketenwacholder auch in der kalten Jahreszeit an frostfreien Tagen etwas Wasser.

Krankheiten und Schädlinge

Viele Schädlinge halten sich vom Raketenwacholder fern. Aber trotzdem ist er nicht vollkommen resistent gegen Krankheiten. Verfärben sich die jungen Triebe braun, so kann das ein Hinweis für einen Pflanzbefall sein. Die betroffenen Stellen sollten sodann entfernt werden, damit eine Ausbreitung des Befalls verhindert wird. Wer aber nichts unternimmt, läuft Gefahr, dass der Baum abstirbt. Der Birnengitterrost ist ein wirtwechselnder Pilz, der sich am Raketenwacholder gerne ablässt. Da dieser Pilz aber zwei Wirtspflanzen braucht, nutzt der Wacholder den Birnengitterrost als Zwischenwirt für den Winter. Er verursacht knotige Verdickungen im inneren Teil des Baumes. Sie verfärben sich von Anfang März bis April orange. Diese "Blüte" hält aber nur ca. 10 Tage an. Wer während dieser Zeit der Baum mit einem kupferhaltigen Mittel besprüht, kann er mit viel Glück den Befall beseitigen. Im umgekehrten Fall fügt der Säulenwacholder dem Birnengitterrost keinen Schaden zu.

Das Umtopfen

Viele Säulenwacholder finden sich auf Terrassen und Balkonen. Dadurch kann es im Laufe der Jahre notwendig werden, die Pflanze umzutopfen. Gerade dann, wenn das alte Pflanzgefäß ganz durchwurzelt ist. Ein trockener Wurzelballen lässt dich dabei besser umtopfen als ein feuchter. Bei der Gelegenheit kann der Gärtner die Wurzeln untersuchen und die abgestorbenen Stücke entfernen. Das neue Pflanzgefäß sollte höchstens 10 bis 15 cm größer sein, als das bisherige. Der Grund dabei ist, dass der Raketenwacholder ansonsten seine Energie in die Durchwurzelung abgibt und das Höhenwachstum sich verlangsamt. Über das Abflussloch sollte eine Drainage aus Granulat, Kies oder Tonscherben gelegt werden. Dann darauf frisches Substrat verteilen. Die frische Erde sollte dabei ein paar Zentimeter unter dem Kübelrand enden, somit schwappt beim Gießen nichts über.

Vermehrung

Wer seine Konifere vermehren möchte, tut dies am besten mit der Stecklings-Methode. Dazu schneidet man ein verholztes Stück vom Baum ab, man sollte sehen, dass 4 bis 6 Blätter sich daran befinden. Die Blattknoten sollten nicht beschädigt sein. Der Steckling wird in einem Anzuchtgefäß mit einem lockeren und nährstoffarmen Substrat gesteckt und mit einem Stück Folie abgedeckt. Das Substrat sollte man stets feucht halten. Damit sich kein Schimmel unter der Folie bilden kann, soll alle paar Tage gelüftet werden.

Häufig gestellte Fragen:

Kann man den Säulenwacholder auch in ein Gefäß einpflanzen?
Ja, dort präsentiert er sich mit einem individuellen Schnitt, als auffälliger Blickfang.

Kann man den Raketenwacholder auch in Gruppen setzen?
Ja, er punktet als einzelnes Gewächs, es zaubert ein südländisches Ambiente auf Ihrem Balkon. Auch in Gruppen als Hecke gesetzt, entwickelt die Konifere sich bestens.