Roter Fächerahorn - Pflege, Schneiden
Der Rote Fächerahorn (Acer palmatum ΄atropurpureum΄) überzeugt durch seine tolle Blattfarbe. Die rote Farbe leuchtet richtig, so dass der Baum im Garten heraus sticht.
Der Rote Fächerahorn wächst in Form eines Strauches, wird nicht ... übermäßig groß und eignet sich auch als Kübelpflanze.
Er ist recht pflegeleicht und anspruchslos. Man kann ihn auch als Bonsai kultivieren. Der Rote Fächerahorn macht sich gut in Einzelstellung, ideal ist er natürlich für Japangärten.
Standort
Der Rote Fächerahorn mag einen sonnigen bis halbschattigen Standort, der windgeschützt sein sollte. Wind kann das Wachstum des Baumes beeinträchtigen und führt häufig zu Blattspitzendürre. Ein falscher Standort begünstigt den Befall mit Spinnmilben.
Pflanzsubstrat
Der Rote Fächerahorn bevorzugt lockere, humose Böden. Wichtig ist eine Drainage im Boden oder auch im Topf. Der Baum kann auch im Pflanzkübel kultiviert werden. Der Boden darf leicht sauer sein. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 4,5 und 7,0. Der Baum fühlt sich in einem ...
sandigen Lehmboden am wohlsten, kommt aber auch mit anderen Substraten klar. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, diese fühlt zum Absterben der Wurzeln. Wenn man den Roten Fächerahorn im Kübel hält, muss man auf ein ausreichend großes Gefäß achten. Etwa alle fünf Jahre wird umgetopft.
Gießen und Düngen
Der Rote Fächerahorn ist recht genügsam. Bei Trockenheit muss er ausreichend gegossen werden. Staunässe ist dabei aber unbedingt zu vermeiden. Mit Nährstoffgaben sollte man vorsichtig sein. Günstig ist die Gabe von mineralischem Depotdünger im Frühjahr.
Schneiden
Ahorn ist generell nicht gut schnittverträglich. Die Wunden bluten und gern dringen Krankheitserreger ein. Dazu kommt, dass der Baum aus altem Holz nicht neu austreibt. Komplett am Stamm entfernte Äste sind kaum zu ersetzen. Am besten lässt man den Roten Ahorn wachsen, wie er von Natur aus möchte. Das sieht bei diesen Gehölzen am besten aus. Schnittstellen sind ewig sichtbar und stören das Erscheinungsbild. Wenn man schneiden muss, dann sollte man immer etwas junges Holz mit schlafenden Augen stehen lassen, so dass ein Neuaustrieb erfolgen kann. Man darf aber auch nicht zu knapp schneiden, da der Ahorn immer etwas zurücktrocknet. Dabei können auch schlafende Augen betroffen sein.
Überwintern
Der Rote Ahorn ist, wenn er einen geschützten Standort hat, ausreichend winterhart. Das Pflanzsubstrat darf nicht zu nass sein, ansonsten kann es passieren, dass Triebspitzen absterben. Besonders bei der Kultur im Pflanzkübel muss darauf geachtet werden, dass das Wasser gut abfließen kann und der Baum nicht zu nass steht. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass das Gehölz auch im Winter Wasser benötigt, natürlich nur an frostfreien Tagen. Bei Kübelpflanzung ist ein Winterschutz empfehlenswert. Auch sollte das Gehölz keinen Temperaturen ausgesetzt werden, die deutlich unter – 10 ˚C liegen.
Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt durch Samen oder durch Pfropfen. Das wird aber mehrheitlich in Baumschulen gemacht.
Krankheiten und Schädlinge
Als Schädlinge treten oft Spinnmilben auf. Sie siedeln sich vor allem auf geschwächten Exemplaren an und müssen bekämpft werden. Im Juli und August treten auch Blattläuse auf.
Außerdem leiden viele Ahornbäume unter der Verticillium-Welke. Das ist eine Pilzerkrankung, die vom Boden aus in die Pflanze eindringt. Der Pilz wird häufig bei Neuanpflanzungen eingeschleppt. Man erkennt den Befall an den welken Blättern. Neu ausgetrieben Triebe zeigen plötzlich welke Blätter. Die Blätter sind schlaff und haben eine ungesunde fahlgrüne Farbe. Auch Äste werden befallen. Der Pilz verstopft die Wasserleitungsbahnen. Man kann ihn nicht direkt bekämpfen. Am besten ist Vorbeugen. Dazu gehört, die Kulturbedingungen möglichst optimal einzuhalten. Außerdem können Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt werden. Eine Absenkung des pH-Wertes kann die Infektionsgefahr absenken. Durch eine professionelle Kompostierung lassen sich die Dauerkörper abtöten. Meist bleibt nur die Möglichkeit, befallene Ast- und Triebteile bis deutlich ins gesunde Holz zurückzuschneiden.
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