Steckbrief Spitzahorn - Früchte, Blätter, Rinde
Der Spitzahorn wird auch Spitzblättriger Ahorn genannt, da er eben sehr lang zugespitzte Blätter besitzt. Der Spitzahorn ist ein häufiger einheimischer Baum.
Auffällig ist er besonders zu Frühlingsbeginn, durch seine vielen gelbgrünen Blütendolden, ... die noch vor den Blättern erscheinen.
Der Spitzahorn ist die einzige heimische Ahornart, bei der die Blüten dadurch voll zur Geltung kommen.
Der Spitzahorn ist sommergrün und von durchschnittlich hohem Wuchs. Solch ein Baum kann 20 bis 30 Meter hoch und etwa 150 Jahre alt werden. Dieser Ahorn bekommt meist eine eiförmige Krone und einen schlanken, geraden Stamm. Da er auch gut im Halbschatten gedeiht, ist der Spitzahorn sehr vielseitig einsetzbar. Häufig kommt er im Waldbau vor. Sein Holz ist sehr gefragt. Es ist sehr zug- und druckfest. Da der Spitzahorn sehr widerstandsfähig gegen Industriebelastungen ist, wird er gern zur Begrünung im Stadtbereich genutzt. Der Baum wächst recht schnell.
Besonders beliebt sind rotblättrige Züchtungen. Für Parks werden ...
auch gern Zierformen verwendet. Auch Alleen aus Spitzahorn sind häufig.
Der Spitzahorn gedeiht auf tiefgründigem, feuchtem, nährstoff- und basenreichem Lehm- und Steinschuttböden.
Blüten
Die Blüten stehen in aufrechten Blütentrauben. Man findet sowohl zwittrige, als auch eingeschlechtliche weibliche und männliche Blütenstände. In vielen Fällen sind die Geschlechter auf verschiedene Individuen verteilt. Die Geschlechterverteilung ist unvollständig zweihäusig. Die Blüten sind gelblich-grün.
Die Blütezeit beginnt im April und endet im Mai. Der Spitzahorn blüht, wenn noch keine Blätter am Baum austreiben. Die Blüten werden von Insekten bestäubt.
Früchte
Die Früchte des Spitzahorns sind kleine Nüsschen. Sie sind paarweise geflügelt. Die Flügel sind stumpfwinkelig bis waagerecht abstehend. Die Frucht nennt man Spaltfrucht, da sich der Fruchtknoten bei der Reife spaltet. Die Teilfrüchte sind flach, mit kaum gewölbter, auch innen kahler Fruchtschale.
Die Früchte werden vom Wind verbreitet und so vermehren sich die Bäume.
Blätter
Die Blätter des Spitzahorns sind handförmig. Sie haben fünf bis sieben Lappen, wie Finger einer Hand. Diese sind lang zugespitzt. Die Blätter sind ganzrandige Blattlappen. Die Buchten zwischen den Lappen sind immer stumpf. Werden die Blätter oder auch die jungen Zweige verletzt, tritt Milchsaft aus. Die Oberseite der Blätter glänzt leicht. Die Unterseite ist meist heller als die Oberseite und nur auf den Blattnerven schwach behaart. Der Blattstiel ist 3 bis 20 cm lang und an der Basis kugelig verdickt.
Es gibt Spitzahorne mit grünen und roten Blättern. Besonders interessant ist die Blattfärbung im Herbst. Von gelb bis leuchtend orange reicht das Farbspektrum der Blätter.
Rinde
Die Rinde des Spitzahorns ist in jungen Jahren glatt und blassbraun. Je älter der Baum wird, um so dunkler wird die Borke. Sie kann braun, aber auch grau sein. Die Struktur ist längsrissig und nicht schuppig.
Der Stamm kann 60 bis 100 cm dick werden.
Sonstiges
Spitzahornbäume erkranken häufig an einer Mehltauart. Es handelt sich um den Echten Mehltau, ausgelöst durch den Befall mit Uncinula talasnei. Die Erkrankung tritt besonders häufig bei Spitzahorn in Stadtgebieten auf, ist aber für die Bäume ungefährlich. Es sieht halt nur nicht schön aus. Außerdem tritt die Teerfleckenkrankheit oder Ahorn-Runzelschorf auf.
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