(Foto: NABU / Manfred Delpho) Vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) und dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) wurde der Eisvogel (Alcedo atthis) als “Vogel des Jahres 2009″ ausgewählt. Wegen seiner Farbenpracht wird der Eisvogel auch gerne “fliegender Edelstein” genannt. Er steht als Symbol für lebendige Auen und Flüsse.
Bereits im Jahr 1973 war der “fliegende Edelstein” schon einmal der Vogel des Jahres. Die neuerliche Auswahl wurde bewusst getroffen, weil die damaligen Forderungen keineswegs etwas an ihrer Aktualität eingebüsst haben. Zum Überleben benötigt der Eisvogel naturnahe Gewässer mit sauberem Nass und artenreichen Talauen. Dort kann er seine Nahrung finden, welche vorwiegend aus Kleinfischen mit einer Größe von vier bis sieben Zentimetern besteht. Im Sommer stehen bei Familie Eisvogel zum Teil auch Insekten auf dem Speiseplan. Ihre Brutröhren bauen Eisvögel in natürliche Steilwände.
Der Eisvogel ist von seiner Größe vergleichbar mit einem Spatz, man erkennt ihn an seinem blau, blaugrün bis türkisfarbenem Rücken- und dem rostfarbenen Bauchgefieder. Die Füße sind korallenrot und der Schnabel ist lang und spitz. Zur weltweiten Familie der Eisvögel gehören fast 100 Arten.
Auch wenn seit seiner ersten Wahl zum Jahresvogel der Abwärtstrend gestoppt werden konnte, so liegt der Bestand dieser schillernden Vögel trotzdem auf einem niedrigen Niveau. Wie der NABU mitteilt, belaufe sich die Zahl der in Deutschland ansässigen Brutpaare auf etwa 5.600 bis 8.000. An sich ist das nicht weiter verwunderlich, denn als naturnahe Fließgewässer stuft das Umweltbundesamt derzeit leider nur zehn Prozent ein.
Damit der Eisvogel hierzulande beheimatet bleibt, liegt es an uns Menschen ihm lebendige naturnahe Flüsse zu bieten, die sich außerdem gleichzeitig als wirkungsvoller Hochwasserschutz erweisen.
