Haus & Garten

Jarda ­n Bota ¡nico Puerto de la Cruz, Teneriffa

Oliver Schonschek(Bild: Oliver Schonschek) Der Besuch von botanischen Gärten gehört auf vielen Reisen zu den Highlights, insbesondere natürlich für Menschen die ein Faible für Pflanzen jeglicher Art haben. Nun ist es zwar schon ein paar Jährchen her seit mein Mann und ich zum letzen Mal auf der wunderschönen Kanareninsel Teneriffa waren. Trotzdem erinnern wir uns noch gerne an die Besuche des “Jard ƒ ­n Bot ƒ ¡nico” mit seinen tropischen und subtropischen Pflanzen. Es gibt dort so viel zu sehen.

Und wer jetzt im Winter auf die Vulkaninsel reist braucht dort aufgrund der milden Temperaturen weder Schal noch Handschuhe. Davon können wir im Moment nur träumen. Doch zurück zum Thema. Nachdem man durch den mit Silberblatt (Senecio maritima) bepflanzten Eingang kommt erstrecken sich links und rechts mit Lamellen überdachte Wandelhallen in denen zum Teil riesige Luftwurzler gedeihen. Während bei uns Tillandsien oftmals ein tristes Dasein auf kleinen Schalen oder Steinen fristen, bringen den Besucher die dortigen Exemplare zum Staunen.

Auf einer Fläche von 20.000 Quadratmeter gedeihen mehr als 800 verschiedene Pflanzenarten vor allem Varietäten von Araceae, Bromeliaceae, Palmen und Moraceae. Die Pflanzen im botanischen Garten von Teneriffa haben zum Teil pharmazeutische Wirkungen oder sind unter anderem auch essbar. So kommen beispielsweise interessierte Kaffeeliebhaber im Jard ƒ ­n Bot ƒ ¡nico auf ihre Kosten. Nicht etwa weil an jeder Ecke ein Automat steht, sondern weil man dort den Kaffeestrauch mit den begehrten Bohnen eingehend in der freien Natur betrachten kann.

Übrigens empfehlenswert ist auch eine Exkursion mit dem Botaniker Crist ƒ ³bal Coviella Ulrich. Der zumindest vor einigen Jahren auch Führungen durch den “El Bot ƒ ¡nico” angeboten hat.

Ursprünge

Mittels königlicher Verordnung von Carlos III. vom 17. August 1788 wurde der Akklimatisierungsgarten von La Orotava (so heißt das fruchtbare Tal im Norden der Kanareninsel) geschaffen. Denn die aus den Tropen mitgebrachten Pflanzen sollten an einem Ort mit angemessenem Klima kultiviert werden. Somit blickt der botanische Garten auf eine langjährige Geschichte zurück, was man zum Teil an dem einen oder anderen Baumgiganten erkennen kann.

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