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Eisheilige: Heute noch akutell?

pixelio.de / Günther Dotzler(Bild: pixelio.de / Günther Dotzler) “Bevor Bonifaz kein Sommer, nach Sophie kein Frost”, so lautet eine der zahleichen Bauernregeln zu den Eisheiligen. Gemeint ist mit Bonifaz der vierte so genannte Eisheilige, dessen Gedenktag am heutigen 14. Mai gefeiert wird. Der Heiligen Sophie, übrigens die einzige Frau unter den fünf Eisheiligen, wird am 15. Mai gedacht. Den Auftakt der Eisheiligen bildet am 11. Mai Mammertus. An zweiter und dritter Stelle stehen Pankratius (12. Mai) und Servatius (13. Mai). Da die frostigen Tage um diese Zeit seltener geworden sind, fragen sich vielleicht manche Gärtner, ob sie sich noch an diese traditionellen Termine halten sollen.

An sich ist dagegen nichts einzuwenden. Auch wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit der “Eisheiligen” deutlich niedriger liegt als die der so genannten “Schafskälte”. Die kann uns in der zweiten Junidekade blühen. Es gab auch immer schon Jahre, in denen die sich Eisheiligen im wahrsten Sinne des Wortes als “Heißheilige” zeigten. Auch wenn sich dieses Jahr die Eisheiligen eher sanft zeigten, kann man trotzdem nach kühlen Nächten manch wunderliches in der Natur beobachten. Etwa die in Kältestarre verfallenen Maikäfer, wie sie an den Blättern mancher Bäume hängen. Für die Bienen und Hummeln ist es gut, wenn die Temperaturen mehr als acht Grad Celsius betragen, damit sie sich auf Pollensuche begeben können und dabei für die Bestäubung der Blüten von Nutzpflanzen sorgen. Denn durch das warme Osterfest wurden viele Bäume zum frühen blühen angeregt.

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