Christbaum Teil 2 - Welcher ist der richtige?
(Bilder: pixelio.de) Beim Kauf des Weihnachtsbaums steht man vor der Frage, ob man sich nun für eine Nordmannstanne, Blaufichte, Edeltanne, Fichte, Douglasie oder Kiefer entscheiden soll. Die verschiedenen Baumsorten unterscheiden sich sowohl im Preis als auch im Aussehen sowie in der Haltbarkeit.
Nordmannstanne
Die beliebteste Weihnachtsbaumsorte ist die Nordmannstanne (Abies nordmanniana). Sie gehört aber gleichzeitig zu den teuersten Christbäumen. Teuer ist sie vor allem deshalb weil sie bis zu 15 Jahre braucht bis sie Zimmerhoch gewachsen ist. Seinen Namen hat diese Art von ihrem Entdecker dem finnischen Botaniker Nordmann erhalten. Die Nordmanntanne zeichnet sich durch einen gleichmäßigen Wuchs und ihre tiefgrün glänzenden weichen Nadeln aus. Das Schmücken dieses Baums macht sehr viel Freude weil die Nadeln nicht pieksen. Deshalb ist es auch ein beliebter Familienbaum. Von Vorteil ist auch seine hohe Nadelfestigkeit.
Blaufichte
Der Klassiker unter den Christbäumen ist die Blaufichte (Picea pungens). Die Nadeln weisen einen bläulichen Schimmer auf, der je nach Typ und Witterung eine unterschiedliche Intensität haben kann. An die starken, gleichmäßig etagenförmig gewachsenen Äste kann man auch schweren Baumschmuck hängen. Außerdem ist die Blaufichte aufgrund ihrer hohen Stabilität auch für echte Kerzen geeignet. Diese Baumsorte weist eine mittlere Haltbarkeit auf. Die Nadeln der Blaufichte stechen stark duften aber dafür intensiv nach Wald.
Edeltanne
Preislich vergleichbar mit der Nordmannstanne, ist die Edeltanne (Abies procera) aber noch haltbarer. Ihre Zweige sind etagenförmig angeordnet. Die blaugrünen Nadeln sind weich und duften stark. Möchte man dieses Citrus-Aroma noch verstärken, dann kann man die Harztaschen, das sind die kleinen Beulen am Stamm, mit einer Nadel aufstechen.
Fichte
Der günstigste Weihnachtsbaum ist die Fichte (Picea abies), dafür ist sie aber auch am kürzesten haltbar. Die 5 bis 25 Millimeter langen Nadeln sind recht dicht und spiralförmig gestellt, beginnen aber schon früh abzufallen. Wer den Baum über das Heilig Drei Königsfest (6. Januar) hinaus im Wohnzimmer stehen haben will, der sollte sich also besser für einen andere Art entscheiden. Die Fichte hat eine kupferbraune Rinde, weswegen sie auch Rottanne genannt wird. Diese Baumart nimmt im deutschen Wald eine Fläche von über 28 Prozent ein und gehört somit hierzulande zur meist verbreiteten Baumart.
Douglasie
Weder zu den Tannen noch zu den Fichten zählt die bereits vor der Eiszeit in Europa heimische Douglasie (Pseudotsuga menziesii). Aus Nordamerika, wo die Douglasie die Eiszeit überstanden hatte, führte der schottische Botaniker Douglas diesen Nadelbaum im 18. Jahrhundert wieder in Europa ein. Die weichen, dünnen Nadeln verbreiten ähnlich wie die Edeltanne einen intensiven Zitrus-Duft. Da die Zweige sehr dünn und biegsam sind sollte man sie am besten nur mit leichtem Baumschmuck behängen. Meiner Meinung nach sehen selbst gemachte Strohsterne und zarte rote Glaskugeln sowieso am Schönsten aus. Doch die Geschmäcker sind bekanntlich ja verschieden. In Punkto Haltbarkeit lässt sich die Douglasie mit der Blaufichte vergleichen.
Kiefer
Mal was ganz anderes als Weihnachtsbaum ist eine Kiefer (Pinus sylvestris). Warum sollte man denn mal nicht in diesem Jahr, in dem die Waldkiefer der Baum des Jahres ist, diesen urwüchsigen und lange frisch bleibenden Baum als Christbaum wählen?