
Typischer Fall von ungebetenen Gästen: Wespennest in einer Dachschräge.
Wer mag schon Wespen, die jedes Getränk und jedes Stück leckeren Kuchen umschwirren, wenn man draußen im Freien in Ruhe sitzen und seinen Garten genießen möchte? Bei immer mehr allergisch auf Stiche reagierenden Menschen sorgen Wespen für gesundheitliche Risiken. Und bei Kindern ist oft noch gar nicht klar, ob sie Allergiker sind. Deshalb ist Vorsicht geboten, wenn Ihr ein Wespennest im Garten dulden möchtet. Entscheidet Ihr Euch dagegen, stellt sich die Frage: Was ist zu tun?
Wer hilft, wenn ein Wespennest entdeckt wird!?
Habt Ihr ein Wespennest entdeckt, heißt es erst einmal Ruhe bewahren. Die meisten Wespen stehen unter Naturschutz. Wenn Ihr mit den Insekten leben wollt (und könnt), dann lasst sie konsequent in Ruhe. Am Ende des Sommers sterben alle Wespen bis auf die Königin. Zu diesem Zeitpunkt kann das Nest problemlos entfernt werden. Wenn nicht, erkundigt Euch in der Gemeindeverwaltung, ob Hilfe zu bekommen ist. Oft entfernt die Feuerwehr die Nester. Dabei werden die Wespen aber in der Regel getötet, genau wie bei der Schädlingsbekämpfung. Imker und NABU helfen auch gern. Sie siedeln die Tiere um und lassen sie leben.
Wenn Ihr es selbst machen möchtet, ist dies auch möglich. Umbringen wie im Film solltet Ihr die Wespen aber nicht gleich. Es geht auch anders und zwar so:
- Es gilt, die eigene Gesundheit zu schützen! Am besten einen Imkeranzug tragen. Ansonsten den gesamten Körper schützen, auch Hände, Kopf und Gesicht.
- Wichtig ist, das man weiß, wohin das Nest umgesiedelt werden soll. Zerstört darf es nicht werden. Geeignet ist ein Loch im Baumstamm im nahe gelegenen Wald. 2 km muss der Platz entfernt sein, sonst kommen die Insekten mit ihren Flugrouten durcheinander.
- Am besten entfernt Ihr das Nest am frühen Morgen oder abends, wenn es schon dunkel ist. Die Wespen müssen alle im Nest sein, was zu später Stunde garantiert ist.
- Zuerst ist mit einer Sprühflasche Wasser ins Innere zu sprühen. So werden die Wespen nass und können nicht fliegen (hält nicht lange vor).
- Dann umwickelt Ihr das Nest mit einem dichten Netz oder einer Gardine! Jetzt kann keine Wespe mehr heraus.
- Mit einem Spachtel löst Ihr jetzt vorsichtig das Nest von seiner Befestigungsunterlage (Wand oder ähnlichem)!
- Das Nest legt Ihr vorsichtig in ein Transportgefäß, eine Kiste mit Deckel zum Beispiel!
- Nun muss es schnell gehen. Die Kiste stellt Ihr ins Auto und fahrt auch gleich los!
- An passender Stelle (geschützt und etwas dunkel), idealer Weise in einem großen Baumloch, könnt Ihr das Nest vorsichtig platzieren. Zuvor muss natürlich das Netz entfernt werden.
Das war’s schon. Wichtig ist, auf Euren Schutz zu achten. Das Nest darf nicht beschädigt werden und muss auf alle Fälle erhöht „ausgesetzt“ werden. Der Ein- und Ausgang muss frei sein! Wir wünschen gutes Gelingen.
(von Marion)






Hallo, ich würde niemandem empfehlen ein Wespennest selbst zu entfernen.
Eine Wespe kann im Gegensatz zur Biene problemlos vier oder fünfmal
hintereinander zustechen. Das kann schon für einen allergischen Schock reichen und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Wespen reagieren extrem
aggressiv wenn ihr Nest angegriffen
wird. Imkerausrüstung ist dringend zu empfehlen. Mich haben beim Auswildern eines Nestes Wespen durch die Imkerschutzkleidung gestochen, was sicher kein Spaß war. Also Feuerwehr,Imkerverein oder Gemeinde anrufen und professionelle Hilfe anfordern.
Geschrieben von Ernst | 4. Mai 2012, 16:56