Mittel gegen Kriebelmücken - Bekämpfung

KriebelmückeKriebelmücken (Simuliidae) sind von ihrer Größe -sie werden zwischen zwei bis sechs Millimeter groß - vergleichbar mit Essigfliegen. Aber leider gehören die Kriebelmücken zu den weltweit verbreiteten, blutsaugenden Parasiten. Bisher wurden in Deutschland circa 50 Kriebelmückenarten nachgewiesen. Wie bei den anderen Stechmücken auch sind bei es den Kriebelmücken ebenfalls die Weibchen, die auf eine Blutnahrung angewiesen sind.

Aussehen und Lebensraum

Die grau, blaugrau bis schwarz gefärbten, fliegenähnlichen Insekten haben einen kleinen Kopf und ein buckelförmiges, fast kugeliges Bruststück. Ganz anders als bei

den Stechmücken und Gnitzen, die häufig in stehenden Gewässern anzutreffen sind, ist der Lebensraum der Kriebelmücken. Ihre Eier, Larven und Puppen entwickeln sich nämlich in fließenden Gewässern. Sie bevorzugen kleinere und mittelgroße Fließgewässer, kommen aber auch in kleinen Bächen vor.

Zeitpunkt des Befalls

Zu den Kriebelmücken-Befallsgebieten in Deutschland gehört vor allem das Flachland. Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein fliegen sie einzeln oder in großen Schwärmen ihre Wirte an. Das sind in erster Linie zwar Weidetiere. Doch insbesondere nach einem Massenschlupf, vor allem im Frühjahr, werden auch verstärkt Menschen von den kleinen Blutsaugern angeflogen. Warmblütige Wirbeltiere, also auch Haustiere und der Mensch, werden im Frühjahr drei bis vier Wochen lang von Kriebelmückenschwärmen geplagt. So sind nicht nur kaum mehr Freitzeitaktivitäten im Freien möglich, sondern auch die Tätigkeiten in der Forst-
und Landwirtschaft sowie im Tourismus werden dadurch beeinträchtigt.

Auswirkungen eines Stiches beim Menschen

Während Stechmücken mit ihrem Stechrüssel Blut saugen, gehen Kriebelmücken anders vor. Mit ihren winzigen relativ groben Mundwerkzeugen raspeln sie sich regelrecht durch die Oberfläche der Haut. Ihre Blutmahlzeit lecken sie aus den Wunden. Darauf regiert die Haut mit Blutergüssen, Knötchenbildung und Ödemen sowie allergischen Symptomen, welche sich sogar auch auf Kreislauf und Atmung auswirken können. Bevorzugt werden Körperpartien mit dünner Haut, etwa am Kopf oder den Armen und Beinen. Die verletzte Haut braucht oft mehrere Wochen, bis sie wieder heil ist. Umso wichtiger ist es sich richtig vor den Plagegeistern zu schützen.

Nur Vorbeugen hilft

In noch einem Punkt unterscheiden sich die Kriebelmücken von anderen Stechmücken. Man hört und spürt sie nicht. Daher kann man sich gegen sie nur durch vorbeugende Maßnahmen wehren.

Vermeiden und Bekämpfen

Kaum aktiv sind die Kriebelmücken bei niedrigen Temperaturen und stärkerem Wind. Die tagaktiven Kriebelmücken stechen nie in geschlossenen Räumen.
  • Aus diesem Grund ist es ratsam, wenn sich Menschen während der drei- bis vierwöchigen Hauptflugzeit der Mücken im Frühjahr, vor allem bei warmer Witterung, möglichst wenig im Freien aufhalten.
  • Zum Teil kann es sein, dass der Deutsche Wetterdienst (DWD) regionale Warnungen vor einer Kriebelmückenplage (Simuliose) herausgibt. Wetterwarnungen können abgerufen werden unter www.wettergefahren.de bzw. via Smartphone über mobil.dwd.de.
  • Wer trotzdem Zeit im Freien verbringen möchte oder muss, sollte unbedingt lange Hosen, langärmelige Oberbekleidung mit möglichst mit dicht verschließbaren Bündchen, eng abschließende Kopfbedeckung sowie geschlossene Schuhe tragen.
  • Den Kinderwagen dicht abschließend mit Insektengaze abdecken.
  • Weidetiere bleiben notfalls tagsüber besser im Stall.
  • Unbedeckte Hautpartien sollten mit handelsüblichen Mückenschutzmitteln behandelt werden.
  • Kurzfristig zur Abwehr von Kriebelmücken können evtl. Insektensprays beitragen.