Blumen trocknen und pressen - so gehts

Da bekommt man nun zu einem ganz besonders schönen Anlass von einem ganz besonders lieben Menschen einen traumhaft schönen Blumenstrauß. Und was passiert nach einigen Tagen? Richtig, die einst so schönen Blumen lassen traurig ihre Köpfe hängen!

blumen-geschenk_flDabei möchte man doch so gerne eine lange Zeit, mit Hilfe dieses Blumenstraußes, an das vorangegangene Ereignis erinnert werden. Doch was kann man tun um zu verhindern, dass der Blumenstrauß nach und nach immer welker wird und nach einiger Zeit nur noch für den

Kompost geeignet ist? Man kann den Strauß zum Beispiel trocknen und so für eine lange Zeit konservieren. Doch wer jetzt denkt, dass man, um einen Blumenstrauß zu trocknen, selbigem einfach nur das Gießwasser verwehren muss, der irrt gewaltig. Blumen trocknen ist ein ziemlich langwieriger Prozess, bei dem es einiges zu beachten gibt.

Zuerst einmal darf man dafür keine Taufrischen Blumen verwenden. Das wäre aber auch ohnehin eine große Verschwendung. Die verwendete Methode zum trocknen von Blumen hängt nun unter anderem von der Blumensorte ab. Denn nicht jede Blume ist gleichermaßen für jede Art der Trocknung geeignet. Einige verlieren während der Trockenphase ihre schöne leuchtende Farbe und somit auch ihren ganzen Charme.

Blumen pressen - so geht's

Die einfachste Methode um Blumen zu trocknen, das Blumen - Pressen,  kennen viele vielleicht schon seit ihrer Kindheit. Hierfür legt man ganz einfach eine Blüte oder ein Blatt zwischen die Seiten eines dicken Buches oder in eine Pflanzenpresse. Man kann den Trocknungsprozess sogar noch beschleunigen, indem man die
Pflanzenteile zuerst auf ein Blatt Löschpapier legt. Ebenso legt man ein Blatt Löschpapier auf die Pflanzenteile. Das Löschpapier saugt die Feuchtigkeit, die beim Pressen aus den Pflanzenteilen austritt auf, und sorgt so für eine schnellere Trocknung. Wem das immer noch nicht schnell genug ist, der kann das Löschpapier täglich auswechseln. Man sollte allerdings darauf achten, dass man die Pflanzen so wenig wie möglich mit den Fingern berührt. Durch das Fett, das wir immer an unseren Fingern haben, können die Farben der Blume Schaden nehmen. Deswegen nimmt man zum Bewegen der Pflanzenteile am besten eine Pinzette.

Eine weitere, ziemlich simple und weit verbreitete Methode zum trocknen von Blumen ist das Aufhängen. Auch hier gilt zuerst, der Strauß muss äußerlich trocken sein. Dann sollte man möglichst alle Blätter von den Stielen entfernen, da diese nach der Trocknung doch eher unansehnlich wirken. Man bindet nun die Blumen mit etwas Bast oder einem Bindfaden zusammen und hängt den Strauß mit Blüten nach unten auf. Der Raum, in dem man die Blumen trocknet, sollte nach Möglichkeit dunkel und warm sein. Zur besseren Konservierung, und um zusätzlich Glanz auf die Blüte zu bringen, kann man etwas Haarlack auf die Blüten sprühen.

Blumensträuße aufpeppen statt trocknen

Wem jedoch einfache Trockensträuße viel zu langweilig sind, der kann seinen Strauß auch noch mit ein paar einfachen Tricks aufpeppen. Zum Beispiel in dem man die Blumenköpfe in Wachs taucht. Damit konserviert man seine Blumen nicht nur zusätzlich, es sieht auch noch ganz besonders hübsch aus. Das geeignete Wachs findet man in jedem guten

Bastelladen. Man erhitzt nun dieses Wachs, auf die gleiche Art wie man es mit Kuvertüre tut, über dem Wasserbad auf etwa 60 °C.trockenblumen3_fl

Ist der Blütenstängel nicht besonders stabil, kann man ihn mit Basteldraht stabilisieren. Man taucht nun den Blütenkopf kurz in das heiße Wachs und lässt es nach dem herausnehmen noch etwas abtropfen, bevor man die Blume wieder aufhängt. Wenn man ein ganz besonders glänzendes Ergebnis möchte, kann man die Blume nach ihrem Wachsbad kurz unter kaltem Wasser abschrecken. Man kann mit dem Bastelwachs auch noch viel kreativer werden indem man etwa verschiedene Farben verwendet. Einen weiteren, schönen Effekt erzielt man, indem man nur die Spitzen der Blüten in das heiße Wachs taucht. So kann man, mit etwas Geschick, auch mehrere Farben auf eine Blüte bringen.

Blumen trocknen ist also nicht nur was für Romantiker, die sich nicht von ihren alten Sträußen trennen können. Man kann daraus ein durchaus kreatives Hobby machen. Schließlich braucht man dafür ja nicht immer einen ganzen Blumenstrauß. Auch aus einer einzelnen Blume, die man irgendwo gepflückt hat, kann man ein kleines Kunstwerk fertigen. Und wenn man es richtig macht, dann hat man sogar recht lange seine Freude daran.alt