Blumen trocknen

Die Präparation von Blumen und Gräsern zwecks ihrer Konservierung ist eine bereits seit langem praktizierte Methode, langlebige und ansprechende Dekorationsobjekte herzustellen. Ihren Höhepunkt fand diese Kunst im 19. Jahrhundert, in dem man auch Techniken entwickelte, um sog. Weiche ...



Blumen zu trocknen, was vorher nicht möglich war.

Neben der wohl einfachsten Trockenmethode, in der die äußerlich trockenen Blumen gebündelt und mit der Blüte in einem warmen und dunklen Raum aufgehängt werden, gibt es heute noch diverse andere Trocknungsmethoden. Nötig werden diese, da sich nicht alle Blumen für diese Art der Trocknung eignen. Einige Blumen verändern bei dieser Konservierungsmethode ihre ansprechende Farbe, oder nehmen anderweitig schaden. Dass der Trocknungsvorgang beendet ist, erkennen sie daran, dass die Blumen leise rascheln, wenn sie bewegt werden. Das nimmt jedoch einige Zeit in Anspruch.

Eine andere, vergleichsweise einfache Methode ist das Pressen der Blumen in einer Pflanzenpresse oder zwischen Bücherseiten. Dazu die Blüten oder andere Pflanzenteile möglichst effektvoll auf mehreren Lagen Löschpapier arrangieren, mit weiterem Löschpapier bedecken - und das möglichst schnell, damit sich die Blätter nicht aufrollen. Anschließend kann man die Blumen samt Löschpapier pressen, sollte dieses jedoch jeden Tag auswechseln. Auf diese weise reichen meist wenige Tage,  um die ...



Blume zu konservieren. Sie sollten jedoch unbedingt eine Pinzette benutzen, denn es schadet den Farben, wenn sie die Blumen anfassen. Dafür verantwortlich ist das Hautfett, dass sie dann unweigerlich auch auf der Blume aufbringen würden.

Wer es aufwändiger mag, oder aber besondere Effekte erzielen will, sollte Silikagel verwenden, welches sie in Bastelläden, oder Gartencentern bekommen können. Zur Verwendung dieses Gels ist  jedoch auch etwas Geschick nötig: Sie müssen die Blüte komplett mit Gel füllen, sollten jedoch darauf achten, die Blütenblätter nicht umzuknicken. Daraufhin müssen sie die ganze Blume in einer Art Gelbad für mehrere Tage unter Luftabschluss an einem warmen Ort aufbewahren, und das Gel anschließend ablaufen lassen. Das Gel ist wiederverwendbar, jedoch muss es von Zeit zu Zeit im Backofen regeneriert werden, wenn seine Farbe von Blau zu rosa oder weiss gewechselt wird. Achten sie dabei auf die vorgeschriebene Höchsttemperatur. Der Vorteil dieser Methode liegt eindeutig darin, dass hier die Farben sehr gut erhalten bleiben, lediglich rote Farbwerte verschieben sich etwas ins blaue hinein.

Eine weitere, interessante Möglichkeit der Konservierung funktioniert mithilfe von Wachs. Bastelwachs wird dabei auf 55-60 Grad Celsius erhitzt, zumeist im Wasserbad. Anschließend tauchen sie die Blüte, deren Stiel am besten mit Draht verstärkt wurde, ins das Wachs, während sie die Blüte langsam drehen. Ist die ganze Blüte untergetaucht, können sie sie den Tauchkurs beenden, sollten die Blüte jedoch noch etwas abtropfen lassen, bevor sie sie zum trocknen aufhängen.

Schöne Effekte kann kann man durch die Verwendung von farbigem Wachs erzielen, in das zum Beispiel nur die Blütenblattspitzen eingetaucht werden. Sofortiges abschrecken mit Wasser verstärkt den Glanz der Blüte. Geheimtipp: Bringen sie auf die Blütenspitzen durch vorsichtiges tupfen Kochsalz auf, dann erhalten sie wirklich spektakuläre Effekte, die an kristalline Strukturen erinnern. Ein wirklich faszinierender Anblick!

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