Japanischen Ahorn überwintern

Der japanische Ahorn stammt ursprünglich aus dem Fernen Osten. Er ist entweder als Strauch oder als kleiner Baum vorzufinden, der bei guter Pflege jedoch eine gute Höhe von etwa 4 Metern erreichen kann. Japanischer Ahorn ist eine sehr beliebte Gartenpflanze, die Sie in Form eines Strauches sogar als Kübelpflanze anpflanzen können. Japanischer Ahorn bietet vor allem in den Herbstmonaten einen herrlichen Anblick. Denn dann beginnen sich die ersten Blätter einzufärben und entfalten eine wahre Farbenpracht.

Kräftig rotes Laub: Japanischer Ahorn im HerbstJapanischer Ahorn sollte

im Frühjahr gedüngt werden. Der Rückschnitt beschränkt sich lediglich auf das Verschneiden der abgestorbenen Äste. Ansonsten ist der Japanische Ahorn eher unspektakulär, was die Pflege angeht.

Was es beim Überwintern zu beachten gilt

Was das Überwintern des japanischen Ahorns angeht, so müssen Sie sich keine großen Gedanken machen. Wenn Sie die Pflanzen in einem Kübel halten, dann sollten Sie diese an einen geschützten Ort stellen. Ansonsten genügt es, den Ahorn mit einem Vlies abzudecken. Dann kann der Frost der Pflanze nichts anhaben. Gießen Sie den Ahorn wenig bis mäßig und auch nur an frostfreien Tagen. Der Ahorn darf niemals zu feucht stehen, da ansonsten die Triebspitzen absterben könnten. Ahorn verträgt es, wenn er über die Winterzeit etwas weniger gegossen wird. Im Frühjahr regeneriert sich der Ahorn.

Welchen Japanischen Ahorn möchten Sie überwintern?

Als "japanischer Ahorn" gelten im Pflanzenhandel gleich mehrere Sorten Ahorn, und auch der Gärtner bezeichnet den Acer palmatum (Fächerahorn), den Acer shirasawanum "Aureum" (Goldahorn) und den Acer japonicum (Japan-Ahorn) als Japanischen Ahorn bzw. Zierahorn. Diese drei Arten aus der Gattung der Ahorne und der Familie der Seifenbaumgewächse stammen alle aus dem ostasiatischen Raum, und diese Hauptarten teilen sich noch in viele weitere Unterarten ein.

Wenn Sie gerade erst dabei sind, einen Ahorn auszusuchen, sollten Sie sich für die genaue Sorte interessieren, denn für die Haltung (und Überwinterung) im Kübel
eignet sich vor allem der Fächer-Ahorn, welche nur rund 1,5 Meter groß wird. Vielleicht auch noch ein Gold-Ahorn, der jedoch trotz seines auffällig zierlichen Blattwerks schon etwas größer wird, beide Arten sind mit einem geschützten Platz und etwas Winterschutz rund um den Kübel in der Regel zufrieden.

Freistehenden Japanischen Ahorn überwintern

Wenn Sie einen Garten übernommen haben, in dem ein im Herbst wunderschön rotblättriger Ahorn von einiger Größe frei steht, könnte es sich um einen Japanischen Ahorn, aber vielleicht auch um einen ganz gewöhnlichen Spitz-Ahorn (Acer planatoides) handeln, von dem es ebenfalls viele Züchtungen mit roten Blättern gibt.

Für die Überwinterung kommt es nicht darauf an, ob dieser Ahorn in einer der kälteren Regionen Deutschlands steht oder ob Sie in einer eher gemäßigten Region wohnen. Der Spitz-Ahorn oder Blut-Ahorn hält beides ohne jede zusätzliche Maßnahme aus, er ist ja in unseren Breiten zuhause, bis nach Schweden und Finnland, wo es im Winter noch viel kälter wird als bei uns.

Gewöhnlicher Ahorn, wie er in unseren Breiten beheimatet istDer Japanische Ahorn, frei stehend meist ein "echter Japan-Ahorn" oder Acer japonicum, ist in Japan beheimatet, auf

den Inseln Hokkaido (Temperaturen von rund minus 10 bis plus 25 Grad) und Honshū (0 bis 30 Grad). Er ist also nur gerade so frosthart und braucht vor allem in kälteren Regionen und als junger Baum schon eine gute Winterdecke.
  • Sie sollten hier die Wurzeln schützen, indem Sie den Boden rund um den Ahorn dick mit Jute oder Kokosmatten abdecken ...
  • ... und darüber eine gute Schicht herbstliches Laub häufeln, sodass die Wurzeln unter einer Isolationsschicht liegen.
  • Auch der Stamm des Ahorns sollte eingepackt werden, mit Kokosmatten oder Strohmatten, die vielleicht noch mit einer zweiten Schicht aus Weide oder Heidekraut überlagert und mit Juteschnur festgebunden werden.
So wird der Stamm den Winter ohne Risse überleben, die sonst durch wechselnde Wetterbedingungen verursacht werden können.

Überwinterungsschäden und ihre Vorbeugung

Wenn Sie bei einem Japanischen Ahorn in Ihrem Garten nach dem Winter immer wieder Schäden beobachten, könnte das verschiedene Ursachen haben:
  • Der Ahorn könnte am falschen Standort stehen, zu intensive Sonne kann Verbrennungen verursachen, die erst im Frühjahr auffallen (und dann sogar den Befall mit Spinnmilben nach sich ziehen könnten).
  • Vielleicht bekommt Ihr Ahorn auch viel zu viel Wind ab, was er ebenfalls gar nicht schätzt und im Frühjahr mit einem zögerlichen Start quittieren könnte.
  • Dann müssten Sie noch darauf achten, dass Ihr Ahorn nie Staunässe im Boden ausgesetzt ist, die ihn soweit schwächen könnte, dass die Widerstandskraft gegen die Winterkälte leidet.
Wenn Ihr Japanischer Ahorn unter einem oder mehreren dieser Faktoren leidet, sollten Sie überlegen, ob Sie ihm nicht doch besser einen neuen Standort geben: An einer windstillen Stelle im Halbschatten und in regenreichen Regionen mit einer für guten Wasserablauf sorgenden Sand-Kies-Schicht im Boden, unter diesen Bedingungen sollte sich der Japanische Ahorn in Ihrem Garten wohl fühlen.