Kamelie überwintern - Kamelien (Camellia japonica)

Kamelien - beliebte Zierpflanzen, die relativ anspruchslos sindDie Kamelie ist eine Pflanzenart aus der Familie der Teestrauchgewächse. Ihre Heimat liegt in Ostasien. Seit dem 19. Jahrhundert ist sie aber auch eine beliebte Zierpflanze in Europa. Mit ihrem buschigen Wachstum, dem glänzenden dunkelgrünen Laub und den üppig gefüllten Blüten ist die Kamelie eine besonders attraktive Ergänzung auf Balkon, Terrasse und im Garten.

Die Kamelie gilt als schwierig - zu unrecht. Die aus Ostasien stammende und zur Familie der Teestrauchgewächse (Theaceae)

gehörende Schönheit ist anspruchslos und blüht unermüdlich für viele Monate - oft bis zum Wintereinbruch. Dabei ziehen die Kamelien den kalten Winter einem Aufenthalt im beheizten Haus vor.

Winterzeit - Kamelien können Kälte vertragen

Viele der Kameliensorten lassen sich im Garten auspflanzen und können dort auch den Winter verbringen:
  • Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die Kamelie als "winterhart" klassifiziert ist.
  • Besonders wintermilde Regionen sind der deutsche Westen und Nordwesten, die durch die atlantischen Wetterlagen geschützt sind.
  • Auch die Südschweiz und Gebiete des Oberrheins sind für die Freilandhaltung der Kamelien geeignet.
  • Bevor Kamelien ausgepflanzt werden, sollten sie bereits eine gewisse Stärke (Alter) erreicht haben, denn junge Pflanzen sind im Winter besonders gefährdet.
Eine ausgepflanzte Kamelie kann - wenn noch nicht gut verwachsen und durchwurzelt - den Winter auch im geschützten Topf verbringen. Gut durchwurzelte Kübelpflanzen vertragen etwa minus 5 Grad Frost, die ausgepflanzten und mit Winterschutz versorgten Kamelien etwa 15 Grad Celsius. Geheizte Innenräume ohne Temperaturwechsel und natürliches Licht verträgt die Kamelie nur begrenzt.

Gut geschützt - die Kamelie im winterlichen Garten

Gefriert der Boden, kann die Pflanze verdursten. Der geeignete Winterstandort für die Kübel-Kamelie ist ein Platz ohne Wintersonne. Dort kann die Pflanze "ruhen" kann und wird nicht zum Wachstum angeregt. Gefriert der Boden, kann - mit einigen Zentimetern Abstand vom Stamm - mit heißem Wasser gegossen werden, das beim Eindringen in das Erdreich schnell abkühlt. Ausgepflanzte Kamelien können mit einer dicken Schicht Mulch bedeckt werden und, sofern die Kamelie wenig verzweigt ist, vollständig mit einem speziellen Schutzvlies oder mit einer lichtdurchlässigen Luftpolsterfolie umhüllt werden.

Wird die Pflanze umwickelt, so ist der Schutz gelegentlich zu entfernen, um sie auf Schädlinge oder Fäulnis zu untersuchen. Vorsicht ist geboten, wenn sich bereits die ersten Frühlingsstrahlen zeigen und die Pflanze aus ihrem Winterschutz geholt wird; bei Spätfrost sterben neue Triebe sofort ab.

Kübelkamelien können im Freien überwinternKamelien - wild und gezähmt

Die chinesische Kamelie (Camellia sinensis) ist wie ihre wilde Schwester, die japanische Camellia japonica in Ostasien beheimatet. Meist
werden die Kamelien in Kübeln kultiviert und verbringen die frostfreie Zeit gerne im Halbschatten. Kamelien sind eine dankbare, buschig wachsende Pflanze, die mit dunkelgrünem, glänzendem Laub auffallen und auch bei schwachen Lichtverhältnissen mit ihren zahllosen großen Blüten begeistert. Meist blühen sie noch, wenn andere Blühpflanzen sich bereits in die wohlverdiente Winterruhe begeben haben.

Gerne im Freien - Kübelkamelien im Winter

Auch die winterharten Topfkamelien verbringen den Winter im Freien, müssen aber ebenfalls mit einem Winterschutz ausgestattet werden. Es empfiehlt sich, den Topf auf einer stabilen und dicken Styroporunterlage

vor Bodenfrost zu schützen. Der Topf wird mit Vlies oder Luftpolsterfolie umwickelt, wobei die Hülle zusätzlich mit Styroporstücken gefüllt werden kann. Stamm und Erdreich lassen sich auch mit einer Lage Mulch schützen. In ihrem Winterquartier muss auch die Kübelpflanze regelmäßig auf Schädlingsbefall und Frostschäden untersucht werden.

Kamelien - unkompliziert und blühstark

Ein windgeschützter und halbschattiger Platz ist für Kamelien ideal. Auch Kamelien dürfen nicht im Wasser stehen. Ein gut durchfeuchteter Wurzelballen, ohne Staunässe, der mit kalkfreiem Wasser (Regenwasser) gegossen wird, sorgt für ein ungestörtes Wachstum. Der Wasserbedarf der Pflanze steigt mit zunehmender Sonneneinstrahlung an. Leitungswasser enthält meist zu viel Kalk und sollte vor Verwendung gefiltert oder behandelt (ggf. chemisch) werden. Gedüngt wird mit einem stickstoffhaltigen Dünger (höheres Verhältnis von Stickstoff zu Phosphor).

Der Rhododendrondünger eignet sich auch für Kamelien, wobei jedoch nur die Hälfte der empfohlenen Düngemenge den salzempfindlichen Kamelien zugemutet werden sollte. Ab Oktober wird nicht mehr gedüngt und weniger gegossen, um die Pflanze auf die Ruheperiode einzustellen. Beim Einpflanzen oder Umtopfen ist ein Rhododendronsubstrat gut geeignet, denn die die kalkarme Erde und ihr niedriger pH-Wert bekommen auch der Kamelie gut.

Wissenswertes zum Überwintern von Kamelien in Kürze

Die Kamelie ist ein langlebiger, immergrüner Strauch, der Wuchshöhen von 1,5 bis 6 Meter erreichen kann. In wintermilden Regionen kann sie durchaus im Freien überwintern. Es ist jedoch darauf zu achten, dass der Standort nicht zu sonnig ist. Dies könnte die Kamelie bei Minustemperaturen austrocknen. Außerdem wäre sie zu großen Temperaturschwankungen vom Tag zur Nacht ausgesetzt.

Außen: Für Frost- und Windschutz sorgen

  • Die Wurzeln sollten leicht erdfeucht sein und nicht austrocknen. Um die Kamelie vor zu viel Frost zu schützen, sollte man sie dick mit Laub einpacken.
  • Kamelien lieben außerdem windgeschützte Orte. Wer sie als Kübelpflanze draußen überwintern möchte, sollte sie außerdem auf einen kleinen Sockel, z. B. aus Holz stellen. So ist sie vor der Bodenkälte etwas geschützt. In einem raueren Klima sollte man die Kamelie aber lieber drinnen überwintern.
  • Temperaturen von 3 Grad Celsius bis 5 Grad Celsius sind ideal.

  • Kamelien sind nicht gerade empfindlich, in kalten Regionen ist es aber besser, sie im Haus zu überwinternKeineswegs sollte es wärmer als 12 Grad Celsius an dem Ort sein, an dem die Kamelie überwintert. Fehlen der Kamelie auf Dauer die nächtlichen, kühlen Temperaturen, geht sie ein. Dies wäre z. B. im Schlaf- oder Wohnzimmer der Fall, wo sie einer ständigen, wärmeren Luft ausgesetzt ist.
  • Temperaturen über 15 Grad Celsius sind im Winter für die Kamelie gefährlich. Sie würde Blätter und Blüten abwerfen und großen Schaden nehmen.

Innen: Kühl und hell verwahren

  • Am besten überwintert man Kamelien an einem kühlen, hellen Ort und gießt sie mäßig. Wenn die Kamelie im Frühling wieder nach draußen gebracht wird, braucht sie nicht umgetopft werden.
  • Auch ein Schnitt ist nicht notwendig. Spätestens aber, wenn Wurzeln an der Erdoberfläche zu sehen sind, sollte man ihr einen größeren Topf gönnen.
  • Um Staunässe zu vermeiden, ist es ratsam, eine Tonscherbe in den Topf zu legen. Als Erde eignet sich Rhododendronerde, die mit Quarzsand angereichert wird.

Kamelien und ihre Pflege im Überblick

  • Halbschatten, windgeschützt
  • Winterschutz erforderlich (Temperaturen unter 15 Grad Celsius, Freiland bis -5 Grad Celsius)
  • kalkarmes Gießwasser (Regenwasser)
  • Stickstoffdünger, auf Übersalzung achten (Rhododendrondünger, 1/2 Düngemenge)
  • kalkarme Erde, niedriger pH-Wert (Rhododendronsubstrat)
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