Lilien richtig überwintern

violette LilienLilien gehören mit zu den beliebtesten Zierpflanzen und werden vielfach auch zu den schönsten gezählt. Sie werden nicht nur wegen ihrer wunderschönen Blüten geschätzt, sondern auch wegen ihres betörenden Duftes. Neben ihrer Funktion als Zierpflanzen werden sie auch als Heilpflanzen und Lebensmittel verwendet. Die Lilie existiert in zahlreichen verschiedenen Arten und ist weltweit in vielen Gärten anzutreffen. Dies rührt auch daher, dass sie sehr pflegeleicht ist. Dennoch gilt es, für die Überwinterung einige Dinge zu beachten.

Standort

Lilien bevorzugen in der Regel einen sonnigen

Standort, wobei sich ihr Kopf in der Sonne recken kann, der Fuß aber etwas schattiger steht. Daher empfiehlt es sich, die Lilie zwischen schattenspendenden, bodendeckenden Pflanzen zu setzen, etwa zwischen niedrige Stauden, oder einjährigen Sonnenblumen. Diese Pflanzen schützen nämlich die Zwiebel der Lilie vor der direkten Sonneneinstrahlung, erlauben ihr aber dennoch ein Wachstum in die Höhe. Idealerweise sollte die Lilie der Vormittags-, oder Nachmittagssonne zugewandt sein und an einem windgeschützten Standort gepflanzt werden, um zu verhindern, dass ihre Stängel knicken. Dies ist auch für den Winter wichtig. Denn Lilien sind in der Regel winterharte Pflanzen, weshalb es normalerweise problemlos möglich ist, sie im Garten oder auf dem Balkon zu überwintern. Sie sind allerdings anfällig gegenüber kaltem Wind und überschüssiger Feuchtigkeit im Winter. Daher benötigen sie im Herbst und Winter auch keine zusätzliche Bewässerung.

Winterrelevante Standortdetails:
  • Winterhart
  • Windgeschützter Standort, etwa neben einer Mauer, oder zwischen anderen Pflanzen
  • Feuchtigkeitsempfindlich -> kein zu feuchter Standort, Boden sollte durchlässig sein
Überwinterung im Freien

lilien2_flEin guter, windgeschützter Standort ist also wichtig für ein erfolgreiches und schadloses Überwintern der Lilie im Freien. Nach der Blütezeit kann bereits damit begonnen werden, alle Stände mit Samen zu beseitigen. Das Ausbilden der Samen erfordert nämlich zu viel Kraft, die für die Regeneration gebraucht wird. Die Blätter der Lilien hingegen bleiben, bis sie verwelken. So kann die Zwiebel die mit wichtigen Nährstoffen angereicherten Säfte aus dem Laub noch verwenden. Für das Überwintern wird das verwelkte Restlaub dann zurückgeschnitten.

Tropf- und Staunässe verträgt sie nicht, daher sollte auf entsprechenden Regenschutz geachtet werden. Der Boden sollte also auch entsprechend durchlässig sein. Humus kann um die Pflanze herum verteilt werden, um sie vor Kälte zu schützen und
ihr wichtige Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Dies ist zwar nicht notwendig, erleichtert der Pflanze aber das Überwintern.

Wichtige Punkte zum Überwintern im Freien:
  • Stände mit Samen beseitigen
  • Blätter nach dem Verwelken zurückschneiden, oder auszupfen
  • Regenschutz
  • Humusschicht gegen die Kälte und zur Versorgung mit Nährstoffen
Überwinterung im Haus

Bei anderen Zwiebelgewächsen wird für die Überwinterung meist die Zwiebel aus dem Boden geholt und in einen geschlossenen Raum gebracht. Dies ist bei der Lilie nicht erforderlich, kann aber durchaus auch gemacht werden. Hierfür sollten Stängel- und Laubreste abgetrennt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden, und die Zwiebel gründlich getrocknet werden. Anschließend kann sie kühl und lichtgeschützt eingelagert werden, beispielsweise in einer Holzkiste, die mit Holzwolle ausgelegt wurde. Die ideale Temperatur zum Überwintern liegt bei 5°C, also in einem Keller, oder einem anderen lichtgeschützten Raum.
Wird die Lilie als Topfpflanze gehalten, so lässt man die Zwiebel ohne Stängel und Blätter im Topf,

lässt die Erde gut eintrocknen, und lagert sie komplett ein.

Wichtige Punkte zum Überwintern im Haus
  • Zwiebel kann, muss aber nicht eingelagert werden
  • Stängel- und Laubreste abtrennen, zur Vermeidung von Schimmelbildung
  • Gründliches Trocknen der Zwiebel
  • Kühles und lichtgeschütztes Einlagern
  • Bei Topfpflanzen auf trockene Erde achten
  • 5°C

Fazit

 

Lilien sind also sehr pflegeleichte Pflanzen, für die auch die Überwinterung kein größeres Problem darstellen sollte. Nässe, Wind und Schimmelbefall sind die drei Hauptfaktoren, die eins schadloses Überwintern der Pflanze verhindern können. Doch diesen Faktoren kann man durch das Beherzigen der hier angeführten Tipps leicht entgegenwirken, sodass man sich auch im folgenden Jahr der Blütenpracht der Lilien erfreuen kann.
 
Auf Wind- und Regenschutz achten

Ist der Standort nicht zugig, sondern steht die Pflanze durch größere Gehölze oder Stauden etwas windgeschützt, übersteht sie den Winter meist schadlos. Allerdings vertragen die Pflanzen keine Tropf- oder Staunässe, weshalb sie in ihrer Ruhezeit vom Herbst bis in das Frühjahr hinein, nicht gegossen werden sollen und auch möglichst regengeschützt überwintern sollten.

Für das Überwintern im Freien werden nach der Blüte die Samenstände entfernt. Das Ausbilden der Samen verbraucht zu viel Kraft, die für die Regeneration benötigt wird. Das Laub allerdings erst abschneiden oder abzupfen, wenn es vollständig braun und welk geworden ist, damit die Zwiebel die mit wichtigen Nährstoffen angereicherten Säfte aus dem Laub noch nutzen kann.

Alternativ: Überwinterung der Zwiebel möglich

Dann kann man die Pflanze rundherum mit Humus anhäufeln, der ihr nicht nur Nährstoffe, sondern auch etwas Kälteschutz bietet. Wer während der Überwinterung ganz auf Nummer Sicher gehen möchte, kann die Zwiebel ausgraben und im Keller oder an einem anderen kühlen und trockenen Ort über den Winter bringen. Dafür die Zwiebel gut abtrocknen lassen und den Stängelrest und die Blätter vollständig entfernen.

Lässt man diese Pflanzenteile an der Blumenzwiebel, kann sich Schimmel bilden. Dann die Zwiebel in einer Kiste mit Holzwolle oder Schaumstoffkrümeln dunkel und kühl lagern und überwintern. Am einfachsten für diejenigen, die ihre Lilie als Topfpflanze haben, ist es, wenn man die Lilienzwiebel ohne Stängel und Blätter im Topf lässt und komplett einlagert. Dafür die Erde gut eintrocknen lassen.alt