Olivenbaum überwintern - Pflege im Winter

olivenbaum-topf_flEin Olivenbaum ist etwas sehr schönes. Ob als Topfpflanze oder direkt im Garten erfreut er einen den ganzen Sommer über. Doch bald kommt die Zeit in der man an das Überwintern des Olivenbaumes denken sollte.Es gibt nun zwei Möglichkeiten:

Der Olivenbaum ist in einem Blumentopf

Man kann den Olivenbaum relativ gut transportieren und schafft ihn an einen hellen, aber kühleren Ort. Dabei sind Temperaturen von 10 Grad Celsius am besten. Daher eignet sich der Hausflur und das Schlafzimmer optimal, da es im Keller womöglich zu dunkel

ist, was einem der Olivenbaum nicht danken wird. Es ist auch eine Überwinterung im Wohnzimmer möglich, wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt. Wird er im Wohnzimmer überwintert, muss er normal weiter gegossen werden. In kälteren Räumen sollte man die Wassermenge etwas reduzieren. Jedoch nicht drastisch sondern langsam, da er sonst Blätter abwirft.

Der Olivenbaum steht fest im Garten

Es gibt Olivenbäume, die sind bis zu -7 Grad Celsius winterhart. Auch ein guter Stammumfang von über 15 cm macht die Bäume ausreichend robust. Doch vor dauerhafter Kälte, sollte man selbst die größeren Exemplare schützen. Es empfiehlt sich, den Baum am Stamm hinauf gut mit Folie und Vlies einzupacken. Bei kleinen Bäumen kann der Baum auch um die Krone herum verpackt werden, da diese am empfindlichsten ist. Regelmäßiges Lüften der Folie ist wichtig, damit der Baum weiterhin atmen kann. Denn unter den Vliesschichten kann das Kohlendioxid schnell verbraucht sein. Ebenso sollte man auf die Bewässerung achten. Denn die Bäume können im Winter durchaus vertrocknen!

Sobald es wieder wärmer und sonnig wird, kann der Olivenbaum ausgepackt bzw. in den Garten gestellt werden. Sollten Sie Fragen zum Thema

haben, können Sie jederzeit in unserem Gartenforum anfragen.

Olivenbaum mit Früchten - auch hierzulande möglichAllgemeine Tipps für getopfte Olivenbäume

Man lässt den Baum so lange wie möglich im Freien. Da auch leichter Frost recht gut vertragen wird (außer ganz junge Bäume) darf er ruhig draußen bleiben, bis Dauerfrost oder sehr tiefer Frost angesagt werden. Das tötet schon mal alle Schädlinge, die sich am Baum niedergelassen haben.

Man stellt den Baum auch so früh wie möglich wieder ins Freie. Dort hat er die besten Lebensbedingungen. Allerdings sollte man ihn nicht gleich wieder in die Sonne stellen, sondern ihn langsam eingewöhnen, das ist besser.
Winterquartier muss regelmäßig gelüftet werden!

Allgemeine Tipps für ausgepflanzte Olivenbäume

Junge Olivenbäume sollten nicht im Freien überwintert werden. Ältere sind dagegen härter im Nehmen. Sie vertragen schon mal einige Minusgrade. Besonders in Regionen mit milden Wintern kommen sie gut zurecht, allerdings kaum ohne Winterschutz.

Wichtig für die Überwinterung im Freien ist, die Pflanzen Anfang/Mitte September mit Patentkali zu düngen. Das ist zwar kein Patentrezept, erhöht aber die Widerstandsfähigkeit gegen Frost und lässt die Triebe besser verholzen. So kommt der Olivenbaum besser durch die kalte Jahreszeit.

Einen besonderen Schutz kann man seinem Baum mit einer Lichterkette geben. Man legt sie um den angebrachten Schutz aus Bastmatten oder ähnlichem. Die Lämpchen wärmen den Olibenbaum zusätzlich. Gerade bei tiefen Minustemperaturen kann das etwas helfen. Günstig zum Einpacken des Baumes sind Matten aus Jute, Sisal, Kokos

und Stroh.

Liegt viel Schnee auf den Ästen oder aber auf dem Vlies, sollte dieser besser entfernt werden, damit es keinen Schneebruch gibt.

Fazit

Den Olivenbaum zu überwintern ist nicht sehr schwer. Er sollte nach Möglichkeit nicht zu warm stehen, denn dann zeigen sich oft Schädlinge wie Spinnmilben. Die kosten dem Baum Kraft. Wichtig ist, den Temperaturen entsprechend zu gießen. Je kühler der Olivenbaum steht, desto weniger darf gegossen werden. Zwar sollte der Wurzelballen nie austrocknen, aber er darf auch keinesfalls zu nass sein. Stehende Nässe verträgt das Gehölz nicht. Wenn man das Gießen gagegen mal vergisst, ist das kein Drama.

alt