Rosen überwintern

RosenstrauchRosen zu überwintern ist in der Regel kein Problem. Wenn sie den richtigen Standort haben und das übrige Jahr über gut gepflegt wurden, gibt es keinen Grund, warum sie den Winter nicht überstehen sollten, auch wenn es dauerhaft kalt wird.

Schon bei der Auswahl der Rosen kann man einen Beitrag leisten, dass sie gut überwintern. Man sollte keine empfindlichen Rosen aussuchen. Wenn sie anfällig für Krankheiten sind, dann können die Rosen schon geschwächt in die kalte Jahreszeit starten und das erschwert die Aufgabe.

Entsprechende Vorbereitung

auf den Winter

  • Wichtig für die Überwinterung ist, die Düngegaben Ende Juli einzustellen, damit das Holz ausreifen kann.
  • Im September ist es Zeit für eine letzte Spezialdüngergabe, bei welcher auf keinem Fall Stickstoff enthalten sein darf, da die Rosen sonst ihr Wachstum nicht rechtzeitig vor Winterbeginn abschließen können. 
  • Man düngt kalibetont, z.B. mit Patentkali oder besser noch Thomas-Kali. Die Nährstoffe von Kali, Phosphor und Kalium unterstützen das Ausreifen der Triebe und erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Rosen gegen Frost. 
  • Rosen nicht im Herbst zurückschneiden! Maximal werden überlange Triebe eingekürzt.
Winterschutz für Rosen

Zwar sind Rosen in der Regel winterhart, aber etwas Schutz benötigen die Pflanzen schon. Tiefe Temperaturen können die Rosen schädigen, vor allem, ohne eine schützende Schneedecke. Auch vor der Sonne muss man sie schützen.
  • Empfehlenswert ist, die Erde um die Pflanze anzuhäufeln, das heißt, sie mit einem kleinen, 15 bis 20 cm hohen Erdhügel zu bedecken. Das hat den Vorteil, dass die Veredlungsstelle geschützt ist, nicht erfrieren kann und im Frühling die Rose kräftig wieder austreibt.
  • Sonnenschutz ist sehr wichtig. An klaren Sonnentagen, hauptsächlich im Januar und Februar, wenn der Boden richtig durchgefroren ist, verdunstet aus den Trieben Feuchtigkeit, die wegen dem gefrorenen Boden von den Wurzeln nicht ersetzt werden kann. Die Rose vertrocknet. Abhilfe schafft ein Abdecken der Pflanzen mit Zweigen von Fichten oder Tannen. So werden die Triebe vor starker Sonneneinstrahlung geschützt.
  • Der Sonnenschutz verhindert auch, dass die Rosen im Frühjahr zu früh austreiben.
  • Da bis Ende April die
    Gefahr von Spätfrösten droht, sollten die Schutzmaßnahmen nicht zu früh entfernt werden.
Hochstämme mit Sonderlösung

roseStammrosen benötigen einen besonderen Schutz. Die Veredlungsstelle liegt direkt unter der Krone. Man kann sie nicht durch Anhäufeln schützen.
  • Junge, noch biegsame Stämme, kann man im Winter umlegen. Man bedeckt die gesamte Krone leicht mit Erde.  
  • Besser ist allerdings, die auch bei älteren Rosen übliche Überwinterungsmethode. Man packt die gesamte Krone ein, entweder in Spezialfolien, die im Handel erhältlich sind oder in einen Jutesack. 
  • Auf keinem Fall dürfen luftundurchlässige Plastiktüten verwendet werden! Darunter erwärmt sich die Luft enorm, wie in einem Gewächshaus. Das hat zur Folge, dass die Rose viel zu früh austreibt. Sie erstickt aber, da es keinen Luftaustausch gibt.
Rosen in Töpfen

rose-frost_flRosen können ohne Schwierigkeiten auch in Töpfen kultiviert werden. Es gibt Rosen, die besonders gut für Kübelhaltung geeignet sind. Beim Kauf sollte man darauf achten. Dann ist die Überwinterung kein Problem. Topfrosen müssen hauptsächlich vor Austrocknung geschützt werden. Wenn die Erde gefroren ist, kann kein Wassertransport erfolgen.
  • Topfrosen werden im Winter geschützt aufgestellt. Sie benötigen aber

    ausreichend Licht!
  • Die Rosen sollten im Schutz einer Wand stehen, wo sie der Sonne nicht direkt ausgeliefert sind. 
  • Der Topf sollte mit Noppenfolie oder Kokosmatten umwickelt werden! So kann der Frost nicht stark eindringen. 
  • Auch hier sollte die Erde angehäufelt werden, am besten mit Komposterde. 
  • Bei frostfreiem Wetter Gießen nicht vergessen!
Pflegefehler
  • Der häufigste Fehler, der bei der Überwinterung von Rosen gemacht wird ist, dass das Gießen vergessen wird, besonders bei Topfpflanzen.
  • Schon bei der Sortenauswahl werden Fehler gemacht. Man muss sich für seine Standorte und seinen Gartenboden passende Exemplare aussuchen.
  • Oft wird zu spät mit Stickstoffdünger gearbeitet, was zur Folge hat, dass die Triebe nicht ausreifen und im Winter schnell wegfrieren. Das bringt zwar die Rose nicht um, schadet ihr aber.
Fazit

Die Rose ist die Königin in jedem Garten. Damit sie gut über den Winter kommt, sind einige Maßnahmen nötig, dann klappt das in der Regel problemlos. Wichtig ist, bei der Auswahl der Rosen möglichst robuste und widerstandsfähige Sorten auszusuchen. Wichtig für eine Rose ist der passende Standort. Wenn man über das Jahr richtig gießt und düngt, bleibt die Rose gesund, was eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Überwinterung ist. Kranke Exemplare gehen häufig über den Winter ein.

Tipps der Redaktion

  1. Lassen Sie sich bei der Sortenauswahl beraten!
  2. Selbst für Anfänger gibt es geeignete Sorten. Bevor sie sich so anspruchsvolle Rosen aussuchen, starten Sie mit einfachen!
  3. Guten Dünger verwenden! Rosen sind Starkzehrer. Gute Pflege übers Jahr hilft, den Winter gut zu überstehen.
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