Bauerngarten anlegen – Tipps zur Bepflanzung

Bauerngarten anlegen – Tipps zur Bepflanzung typischer BauerngartenMit dem Begriff Bauerngarten verbinden vielen Menschen Bilder von einer üppigen Blütenfülle aus bunten Sommerblumen, duftenden Kräuterbeeten und prächtigem Gemüse.

Das Wegkreuz

Früher war ein Bauerngarten der Bereich des Grundstücks, der sich nahe am Haus und damit nahe an der Küche befand. Die Bäuerin hatte kurze Wege vom Kochtopf zum Kräuterbeet und zur Ernte des knackfrischen Gemüses. In dem umzäunten Bereich hegte und pflegte die Bäuerin neben den Kräutern und Gemüsepflanzen auch Beete

mit bunten Blumen.

Die Vorbilder für den bäuerlichen Hausgarten waren die Gärten der Schlösser und Klöster. Von dort wurde die Gestaltung mit der geometrischen Formenstrenge der Anlagen übernommen. Das Gartengeviert wurde durch ein Wegkreuz unterteilt und mit einem Zaun, einer Hecke oder von Mauern eingefriedet. Im Zentrum des Wegkreuzes befindet sich in den alten Bauerngärten oft ein Brunnen oder ein besonders dekorativ gestaltetes rundes Blumenbeet.

Der ideale Platz für einen Bauerngarten

Bauerngarten mit BuchsbaumWer neben Blumen auch Tomaten, Gurken, Kürbis, Zucchini, Bohnen und anderes Gemüse in seinem Bauerngarten anpflanzen möchte, legt ihn am besten an der Südseite seines Hauses an. Viele Gemüse- und Kräutersorten stammen aus dem Mittelmeerraum. Sie brauchen viel Sonne und Wärme, um sich gut entwickeln und vollständig ausreifen können. Für ein mildes Mikroklima sorgt die Einfriedung. Besonders Natursteinmauern speichern die Sonnenwärme und geben sie an kühlen Abenden wieder ab. Doch auch schlichte Zäune oder dichte Hecken sorgen für einen windgeschützten Bereich. Eine gute Lösung ist, den Bauerngarten mit verschiedenen Beerensträuchern zu umfrieden. Die Aufteilung des Gartens durch die Wegführung in vier Teile
bietet die Basis, eine wechselnde Fruchtfolge einhalten zu können. So behält der Gärtner den Überblick und der Boden wird nicht ausgelaugt. Die geometrisch angeordneten Wege werden im Bauerngarten nicht gepflastert. Hier bringt ein Belag aus Kies oder Rindenmulch die typische Atmosphäre.

Beeteinfassungen mit Buchs und Co.

In den alten Bauerngärten sind die Beete mit einer niedrigen Einfassung aus Buchs klar abgegrenzt. Es muss nicht immer diese klassische Lösung sein. Bei der Neuanlage der Beete kann aus einer Vielzahl von anderen Pflanzen eine duftende und bunte Beeteinfassung gewählt werden. Ist ausreichend Raum, kann an den Beeträndern Lavendel gepflanzt werden. Auch verschiedene Polsterpflanzen sind als Randbepflanzung geeignet. Wer viele Kräuter mag und wenig Platz hat, kann auch aus Petersilie, Schnittlauch oder Thymian eine Beeteinfassung gestalten.

Bunte Mischung

Im Bauerngarten werden Kräuter, Gemüse und Blumen bunt gemischt auf die Beetflächen gepflanzt. Das sieht nicht nur üppig und farbenfroh aus, die Mitglieder der Pflanzengemeinschaft sorgen gegenseitig für Gesundheit, bessere Keimung und für die Abwehr von Schadinsekten im Bauerngartenbeet. So haben sich beispielsweise Mischkulturen aus Möhren, Roten Beten, Kohl und Dill bewährt. Dazwischen sorgen Ringelblumen und Tagetes für Farbtupfer. Außerdem sondern sie Stoffe ab, die Nematoden im Erdreich fernhalten. Radieschen bekommen ein besseres Aroma, wenn in ihrer Nähe Kresse gesät wird. Bohnen, Bohnenkraut und Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln und Kerbel und Salat sind weitere Beispiele für Pflanzengemeinschaften, die sich mögen.

Gartenbank lädt zum Verweilen einVorbeugende

Maßnahmen, um Pflanzenkrankheiten zu vermeiden


Um die Pflanzengemeinschaft im Bauerngarten gesund zu halten, sind einige vorbeugende Maßnahmen einzuhalten, damit Krankheiten gar nicht erst auftreten:

Für jede Pflanze den richtigen Standort wählen. Hierzu finden sich Hinweise auf jeder Samen- und Pflanzenpackung.

Das Erdreich vor dem Pflanzen gut vorbereiten. Zu schwere Böden werden durch das Einarbeiten von Sand gelockert.

Den Boden maßvoll düngen. Ein Zuviel an Nährstoffen schadet der Entwicklung von Gemüse, Kräutern und Blumen genauso wie ein Mangel. In der Regel ist das Düngen mit Kompost ausreichend.

Bauerngartenidylle

Die Bauerngartenidylle wird komplett, wenn Sonnenblumen, Stockrosen, kletternde Wicken, Margeriten, Goldlack, Levkojen und Rosen gepflanzt werden. Auch Rittersporn, Dahlien, Pfingstrosen und Hortensien gehören zu den traditionellen Blütenschönheiten in einem Bauerngarten. Wenn die robusten und für Krankheiten wenig anfälligen alten Blumensorten den passenden Standort und die richtige Pflege haben, erfüllt sich der Traum von einer verschwenderischen und bunten Blütenfülle im Bauerngarten.