Grabgestaltung in Herbst und Winter

Grabgestaltung in Herbst und Winter GrabgestaltungAn manchen Stellen kann man die Reste der Sommerblumen noch erkennen. Spätestens zu Beginn der Herbstzeit, sollte jedoch langsam mit einer anderen Bepflanzung begonnen werden. Wie Sie die Grabgestaltung im Herbst und Winter dennoch mit einer schönen Bepflanzung verzieren können, erfahren Sie im Anschluss.

Blumen für die Herbst-Grabgestaltung

Für eine Wechselbepflanzung eignen sich Herbstblüher hervorragend. Hierzu zählen die Herbstzeitlosen sowie Herbstmargariten. Auch das Alpenveilchen verleiht dem Grab im Herbst ein traumhaftes Farbgemisch aus weißen, roten, violetten und

rosafarbenen Blüten. Das Alpenveilchen kann sogar bis zu kalten Minustemperaturen auf dem Grab verweilen. Wenn Sie in die Grabgestaltung winterharte Pflanzen einbinden möchten, dann sind Hornveilchen und Stiefmütterchen bestens dafür geeignet. Bereits im Frühjahr verzaubern diese mit einem bunten Blütenmeer.

Weitere Pflanzen, die sich für den Herbst und Winter eignen sind:
  • Astern
  • Chrysanthemen
  • Herbstchrysanthemen
  • Calluna vulgaris
  • Christrose
  • Calluna
  • Erica
  • Winterjasmin
  • Buchsbäume
  • Nadelhölzer
  • Fetthenne
  • Schneeglöckchen
  • Krokusse
  • Silberblatt
  • Skimmie
  • Topfmyrthe
  • Trockengestecke
Die Pflege der Pflanzen

Grabgesteck im HerbstNeben dem ästhetischen Aspekt ist eine richtige Pflege in der Grabgestaltung wichtig. Bei der Bepflanzung im Winter sollten Sie das Grab unbedingt mit Heidepflanzen umranden. Diese geben den anderen Pflanzen einen optimalen Schutz gegen klirrende Kälte und Wind. Eine regelmäßige Pflege ist im Herbst und Winter ebenfalls unabwendbar. Dadurch das die winterharten Pflanzen fast keine Ansprüche stellen ist die Grabgestaltung und die Pflege jedoch recht einfach. Sie sollten stets welke Blätter, Laub und Unkraut entfernen. Wenn die eiskalten Tage beginnen, sollten Sie bei der Grabgestaltung darauf achten, vorhandene Pflanzen gut abzudecken. Hierfür werden Tannenzweige verwendet, die in einer dünnen Schicht über die Pflanzen gelegt werden. Achten Sie dennoch darauf an warmen Tagen die Zweige anzuheben oder zu entfernen. Aufgrund des Hitzestaus können die darunter befindlichen Pflanzen welken. Ordnen Sie beim Verlassen der Grabstätte die Zweige in einem schönen Muster an und achten Sie darauf das unter den Zweigen genügend Luftzirkulation herrscht.

Düngen im Herbst und Winter?

In den Wintermonaten ruht die Erde. Das Grab und muss nicht gedüngt werden.

Die optimale Grabgestaltung

Schon bevor sich die Jahreszeiten wechseln, am besten, wenn Sie das Grab erwerben sollten, Sie sich Gedanken über die Grabgestaltung machen. Ein Grab zu Pflegen ist sehr zeitaufwendig. Wer auf jahreszeitbedingte Pflanzen setzt, muss
sich darüber im Klaren sein, dass ständig die Bepflanzung gewechselt werden muss. Vorteilhaft um dies zu umgehen, ist es auf mehrjährige Pflanzen auszuweichen. Eine hervorragende Idee hierfür sind Heidepflanzen, welche an den Grabrändern gepflanzt werden. Diese sind winterhart und geben dem Grab eine schöne Aufmachung. Darin können Sie noch einige winterharte Pflanzen anreichern. Für die Zwischenräume empfiehlt es sich schöne Muster aus Stein anzulegen. Wenn Sie kreisförmige Stellen freilassen, haben Sie die Möglichkeit diese in den blütenreichen Monaten mit Sommerblumen auszustatten. Im Winter haben darin traumhafte Wintergestecke Platz, die jederzeit wieder ausgetauscht werden können. Ebenfalls können Sie Windlichter oder Trockengestecke darin platzieren.

Der immer Blüher

Sie müssen im Winter dennoch auf keine blühende Pflanze verzichten. Stiefmütterchen sind traumhafte Pflanzen, die das ganze Jahr über blühen. Für die Grabgestaltung sind sie daher optimal geeignet. Die Stiefmütterchen kommen mit wenig wasser aus, überstehen spielend trockene und auch nasse Tage. Was

das Stiefmütterchen nicht gerne hat, ist direkte Sonneneinstrahlung, sie kann sich allerdings daran gewöhnen. Die Pflanze mag es dennoch im Halbschatten am liebsten. Wenn das Blühen unterstützt werden soll, dann muss auch die Erde stets feucht gehalten werden - auch im Winter. Der Nährstoffverbrauch ist aufgrund der Größe relativ gering. Wenn Sie die Stiefmütterchen im Winter mit Dünger versorgen möchten, können Sie auf eine fantastische Alternative zurückgreifen. Kaffeesatz ist ein genialer Blumendünger. Für den Winter reicht es, wenn Sie alle vier Wochen die Erde mit etwas Kaffeesatz bestreuen. Auf diese Weise schützen Sie den Boden vor dem gefrieren und geben dem Stiefmütterchen die Nährstoffe, die es zum Blühen benötigt.

Die Grabgestaltung mit Steinen

Grabgestaltung mit ZweigenWem das Ausstatten des Grabes mit Tannenzweigen, Stiefmütterchen und Co zu viel Arbeit ist, kann das Grab mit wunderschönen Steinen ausstatten. Diese Variante muss allerdings unter Beachtung der Friedhofsordnung erfolgen. Sie können hierfür die Sommerpflanzen komplett aus dem Grab entfernen und den leeren Platz mit Steinen auslegen. Der Fantasie sind hierfür keine Grenzen gesetzt. Mit weißen Steinen, die im Kontrast mit Natursteinen angelegt werden, können atemraubende Formen und Bilder hervorzaubern. Wenn Sie diese Möglichkeit für die Grabgestaltung im Winter wählen, sollten Sie dennoch in regelmäßigen Abständen das Unkraut entfernen.

Fazit

Eine pflegeleichte Bepflanzung erfolgt nicht in einer Saison, sondern ist mit einer ausgiebigen Planung verbunden. Selbstverständlich können Sie die Steine auch als Grundlage für die Sommerbepflanzung wählen. Verwenden Sie von allem ein bisschen was, damit erhalten Sie eine schöne Grabgestaltung mit einigen blühenden Akzenten.
 
Weitere Tipps zur Grabgestaltung

Eine nicht alltägliche Idee, ist ein Strukturbeet aus Heide, Kreuzkraut, Scheinbeere, Winteraster, Hebe und Calocephalus als Alternative zum Grabgesteck. Ebenfalls ungewöhnlich ist eine Bodendecke aus Schwingel und Bärenfellgras.

Die Bepflanzung sollte in verschiedenen Höhen erfolgen, das heißt sie sollte höhengestuft angelegt werden. Solitärgehölze dienen als Betonung des Gedenksteins, jedoch sollten diese sparsam verwendet werden.

Eine Wechselbepflanzung schließt das Grabmal gekonnt ein. Hierfür empfiehlt sich eine flächige Pflanzung aus Porzellanblümchen. Vor einen schlichten Holzkreuz ein rundes Beet für die jeweils jahreszeitliche Bepflanzung. Der Kreis ist dabei nicht nur Form, sondern auch das Zeichen für die Unendlichkeit. Gleichzeitig schützt Efeu den Boden.

Immergrüne Lavendelheide kann auch eine ideale Rahmenbepflanzung zum jeweiligen Grabmal bilden. Eine Saisonbepflanzung, zum Beispiel Winterastern, sollte als farblicher Kontrast gewählt werden, dazu passt eine Bodendecke auch Stachelnüsschen, auch Alpenveilchen sind immer häufiger auf Gräbern zu sehen. So kann ein Gedenkstein durch eine Korkenzieherhasel akzentuiert, die in einigen Jahren gegen ein kleines Gehölz auszutauschen ist.