Blumenschalen richtig bepflanzen

Blumenschalen sind in jedem Innen- und Außenbereich ein attraktiver Blickfang. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie – reichlich mit Blumen bestückt – auf der Fensterbank, auf der Kommode, im Wintergarten, auf der Terrasse, im Garten oder auf dem Friedhof platziert werden.

blumenkasten7_flMitunter gilt: „Je bunter, desto besser“, jedoch sind dem Hobbygärtner im Hinblick auf die optische Gestaltung so gut wie keine Grenzen gesetzt. 

Um aber Blumenschalen richtig bepflanzen zu können, bedarf es durchaus einer gewissen Erfahrung. Denn wer einfach „drauflos“ pflanzt,

muss unter Umständen das Risiko in Kauf nehmen, dass schon bald die ersten Blumen verblühen, braun werden oder gar zu Faulen beginnen. Nicht jeder verfügt über den berühmten „grünen Daumen“, sodass es vor der Bepflanzung einer Blumenschale Sinn macht, Informationen über die Vorlieben und Abneigungen bestimmter Pflanzen einzuholen.

Nicht alle Pflanzen sind einander „grün“!

Man kennt es sicherlich aus dem bunten Reich der Schnittblumen: wenn beispielsweise Tulpen und Narzissen dicht an dicht beieinander in eine Vase gestellt werden, kann man in der Regel davon ausgehen, dass die Tulpen schon bald verblühen werden. Denn die Narzissen sondern eine für Tulpen (und andere Blumenarten) giftige Substanz ab, die sich über kurz oder lang mit dem Blumenwasser vermengt und so rasch in die Leitbahnen der Tulpen gelangt. 

Die Folge: die Nachbarpflanze der Osterglocke verfärbt sich und stirbt vorzeitig ab. Mit einem ähnlichen Problem ist gegebenenfalls auch bei der Bepflanzung von Blumenschalen zu rechnen. 

Guter Rat muss nicht teuer sein

/>Der 15. Mai eines jeden Jahres gilt für viele Hobbybotaniker als „Richtwert“ im Hinblick auf die Bepflanzung von Blumenschalen, -kübeln und -beeten. Denn es heißt, dass ab diesem Zeitpunkt nicht mehr mit Frost und kalten Nächten zu rechnen ist, sodass selbst witterungsempfindliche Gewächse endlich nach draußen gebracht werden können. 

Manche Pflanze darf jedoch durchaus schon vorher in Blumenschalen gepflanzt werden. So zum Beispiel Krokusse, Hyazinthen, Primeln, Fuchsien, Geranien, Stiefmütterchen, Veilchen und andere „typische“ Frühlingsgewächse: Bereits ab etwa Mitte März ist es „erlaubt“, die bunten Frühlingsboten draußen einzupflanzen. 

Besondere Sorgfalt ist gefragt

Wer Blumen und Pflanzen umtopfen und sodann in der Blumenschale dekorativ „präsentieren“ möchte, sollte in jedem Fall großen Wert auf qualitativ hochwertige Blumenerde legen. Denn gerade nach einem harten Winter sind die meisten Gewächse auf eine intensive Nährstoffzufuhr angewiesen. Gegebenenfalls müssen die umzutopfenden Pflanzen zurückgeschnitten und von abgestorbenen Blättern befreit werden. Erst dann darf man sie in die Schale setzen.

Welcher Standort ist der richtige?

blumenkasten_flNach Möglichkeit sollte jede Blumenschale über ein kleines Loch im Boden verfügen. Anderenfalls sammelt sich mit der Zeit Staunässe an und die Wurzeln beginnen zu faulen. Sofern kein Loch vorhanden ist, kann der Blumenfreund manuell eines stanzen. Mit einem kleinen Bohrer oder Hammer und (großem) Nagel geht dies in der Regel sehr leicht. 

Expertenmeinungen zufolge bietet es sich an, vor dem Einfüllen der Blumenerde ein wenig Styropor im Boden der Schale zu verteilen. Dieses Material hilft dabei, die Luft besser zirkulieren und überschüssiges Wasser leichter abfließen zu lassen.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Blumenerde (gleichmäßig) mit einem hochwertigen Blumendünger zu vermischen. Dadurch wird ein gesundes Wachstum gefördert und die Bildung von Blüten und neuen Trieben wird unterstützt. Natürlich ist es überdies wichtig, die fertig bepflanzte Blumenschale an einen hellen und möglichst windgeschützten Ort zu stellen.

Inwieweit ein sonniger, halbschattiger oder schattiger Standort gewählt werden sollte, ist freilich von der jeweiligen Pflanzensorte abhängig. Wenn die Pflanzen in der Blumenschale nach einiger Zeit angewachsen bzw. größer geworden sind, kommt es mitunter vor, dass das Wasser beim Gießen vorbeiläuft. Mit einem Plastiktrichter kann man sehr leicht Abhilfe schaffen: dieser wird während des Gießvorgangs einfach in die Mitte der Schale oberhalb der Blumenerde positioniert, sodass sich das Wasser im Zuge dessen ohne zu Tröpfeln verteilen kann.