Orchideendünger - Orchideen düngen

OrchideenBei der Düngung von Orchideen gibt es eine einfache Regel. Wächst an der Pflanze ein neues Blatt oder ein Trieb, sollte man düngen. Ansonsten kann auf die Düngung verzichtet werden. Orchideen sind wahre Hungerkünstler. Es ist eher die Gefahr gegeben, dass zu viel Dünger schädlich ist. Die Wurzeln sind sehr salzempfindlich  und sterben bei zu hohen Düngergaben ab. Einige Orchideen vertragen absolut keinen salzhaltigen Dünger. Am besten benutzt man deshalb einen organischen Dünger. Gedüngt wird mehrere Wochen, mit stetem Anstieg der Düngemenge. Hierbei sind

unbedingt die Anweisungen auf der Packung zu beachten.

Düngen mit Orchideendünger

Der handelsübliche Orchideendünger enthält alle Nährstoffe, welche die Orchidee braucht.
  • Stickstoff sorgt für das Wachstum der Pflanze.
  • Phosphor benötigt die Orchidee für die Bildung von Wurzeln und Blüten.
  • Durch Kalzium kann die Orchidee Spurenelemente aufnehmen.
  • Kalium sorgt für Wachstum. Besteht ein Kaliummangel, dann stellt die Orchidee ihr Wachstum ein.
  • Magnesium sorgt für eine gesunde, dunkelgrüne Blattfarbe.
Orchideendünger unterscheidet sich in anorganischer Dünger und organischer Dünger. Anorganischer Dünger besteht aus verschiedenen Salzen. Organischer Dünger kann auf jede einzelne Orchideenart abgestimmt werden. Die Düngung sollte den Zeiten von Wachstum und Blütenbildung angepasst werden. Wenn ein neuer Trieb sichtbar ist, dann kann die erste Düngergabe von Orchideendünger erfolgen. Im Verlauf der nächsten Woche steigen die Düngergaben an. Wie viel Orchideendünger jeweils verwendet wird, das findet sich in den Hinweisen der Hersteller. In der Ruhephase der Orchidee kann auf eine Gabe von Orchideendünger verzichtet werden.

OrchideeDie meisten Orchideen sind vom Frühling bis zum Herbst im Wachstum und können in dieser Zeit alle 2-4 Wochen gedüngt werden. Zwischen den Düngergaben sollte reichlich gegossen werden, um die Salze aus den Wurzeln zu spülen.

In Orchideendünger sollte nicht zu viel Stickstoff vorhanden sein, weil sonst die empfindlichen Wurzeln geschädigt werden könnten. Orchideendünger versorgt die Pflanze mit allen wichtigen Nährstoffen, Spurenelementen, Vital- und Huminstoffen. Die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Schädlinge und Pilzbefall wird erhöht. Gut geeignet sind Dünger mit Guanoanteil.

Fehlt der Orchidee Stickstoff, kann man das an den kleinen und gelblichen Blättern erkennen. Fehlt Phosphor, reagiert die Pflanze mit einer rötlichen Verfärbung an den Blattunterseiten.  Bekommt die Orchidee zu wenig Kalium, reagiert sie unter Umständen mit der Einstellung ihres Wachstums.  Mangelt es an Magnesium, werden die Blätter nicht dunkelgrün, sie bleiben blass hellgrün.
Zu empfehlen sind Flüssigdünger, da sie besonders leicht zu dosieren sind.

Pflege von Orchideen

Viele unterschiedliche Orchideenarten

Es gibt insgesamt 1000 verschiedene Orchideengattungen mit über 30.000 verschiedenen Arten. Die bekannteste Orchidee ist die Vanille. Die am meisten verkauften Orchideen sind Paphiopedilum, die Falterorchidee und Phalaenopsis, der Frauenschuh.

Standort von Orchideen
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Orchideen sind tropische Pflanzen. Sie benötigen ausreichend Helligkeit. Ein tropischer Tag bietet den Pflanzen 12 Stunden Helligkeit. In unseren Breiten wird diese Lichtintensität nur in den Sommermonaten erreicht. Dann kann es vorkommen, dass die pralle Sonne zu stark für die Pflanzen ist und die Blätter der Orchideen verbrennt. Orchideen mit dicken, fleischigen Blättern vertragen mehr Sonne als Pflanzen mit weichen und dünnen Blättern. Die Helligkeit hat neben den Wassergaben einen großen Einfluss auf die Knospenbildung. 12 Stunden Helligkeit

sind für die Knospenbildung ideal. Im Winter verträgt die Orchidee deshalb eine zusätzliche Beleuchtung mit einem Pflanzenstrahler. Orchideen benötigen für einen gesunden Wuchs ausreichend Luftfeuchtigkeit. Das häufige Übersprühen mit abgestandenem Wasser sorgt für tropische Luftfeuchtigkeit.

Gießen der Pflanzen

Damit Orchideen auch zu Hause blühen, brauchen die Pflanzen eine Ruhepause. Dann werden Orchideen nur ganz wenig gegossen. Dendrobium-Arten sollten zum Beispiel ganz austrocknen damit die Blütenbildung angeregt wird. Erdorchideen dagegen brauchen keine Ruhepause. Sie werden ganzjährig gegossen. Nur im Winter werden die Wassergaben etwas eingeschränkt. Orchideen werden richtig gegossen, wenn der Pflanztopf komplett ins Wasserbad getaucht wird, damit das Substrat die Feuchtigkeit aufsaugen kann. Das überschüssige Wasser muss danach komplett ablaufen, denn Orchideen mögen keine nassen Füße.

Das Pflanzsubstrat

Orchideen wachsen nicht in Blumenerde. Sie benötigen ein besonderes Pflanzsubstrat. Orchideen, die in ihrer natürlichen Umgebung auf Bäumen wachsen, benötigen ein leichtes, als auch ein Feuchtigkeit bindendes Substrat. Eine Mischung kann aus einem Teil Torfmoos, einem Teil Holzkohle und 3 Teilen Borkenmull selbst hergestellt werden. Der Mischung können Buchenlaub, Kiefernborke oder Styroporflocken beigemischt werden. Erdorchideen wachsen in einem Substrat für Epiphyten. Dieses kann zusätzlich mit Einheitserde oder sandigem Lehm angereichert werden. Eine eigene Mischung könnte aus einem Teil Torfmull, einem Teil Sand und einem Teil kompostierbares Birkenlaub hergestellt werden. Dabei muss das Gemisch luftdurchlässig bleiben.

Vermehren von Orchideen

Ehe eine selbst gezogene Orchidee blüht, können 4-5 Jahre vergehen. Orchideen werden durch Teilung vermehrt. Beim Frauenschuh bilden sich gelegentlich an den Blütenstielen kleine Pflänzchen. Sie können einfach abgenommen werden, sobald sie eigene Wurzeln gebildet haben.

Wissenswertes

Bereits bevor man in Europa damit begonnen hatte, exotische Arten einzuführen und zu kultivieren, züchtete man bereits heimische Orchideenarten. Modernen Zuchtmethoden ist es nun aber zu verdanken, dass heute eine reiche Vielfalt an Orchideen zur Verfügung steht.

Die Wildformen sind mit Ausnahme der Antarktis auf jedem Kontinent heimisch. Die Zuchtformen gedeihen problemlos in der Regel auf jeder Fensterbank. Bei der Pflege von Orchideen gibt es allerdings einige Besonderheiten zu beachten.

Zunächst einmal muss man wissen, dass Orchideen nicht einfach in Blumenerde wachsen. Um die Orchideen auf den Fensterbänken stets feucht zu halten, gibt es spezielle Orchideendünger. Kauft man eine Orchidee, so befindet sich diese bereits in einem solchen Substrat. Meistens besteht dieses Substrat dabei aus Rinde, Styropor und Torf, sowie aus anderen Zusätzen. Diese halten zwar Wasser, sind aber dennoch luftdurchlässig. Auch ist es erforderlich, daran zu denken, dass man eine Orchidee so alle zwei bis drei Jahre umtopft.

Bei dem Orchideedünger gibt es aber auch - wie bei anderen Düngern - Qualitätsunterschiede. Zum Düngen einer Orchidee eignet sich am besten ein Dünger, den es in jedem Gartencenter zu kaufen gibt. Von ihrer Nährstoffzusammensetzung sind Orchideendünger speziell auf die Bedürfnisse dieser Pflanzen zugeschnitten. Sie sind dabei stärker verdünnt als andere Dünger.

Man sollte am besten darauf achten, dass der Orchideendünger nicht einen zu großen Anteil Torf enthält.

Man sollte niemals die auf der Packung angegebene Konzentration überschreiten, im Gegenteil, es ist eher sinnvoll mit der halben Konzentration zu düngen. Neben dem Düngen ist es auch wichtig, eine Orchidee richtig zu gießen. Denn der Feind Nr. 1 einer Orchidee ist die Fäulnis. Fäulnis führt nämlich schon binnen weniger Wochen zum Tod der Pflanze. Viele Orchideen auf der heimischen Fensterbank erleiden aus Unwissenheit das gleiche Schicksal: Sie werden tot gegossen.

Wie oft man eine Orchidee gießen sollte, hängt insbesondere von der Größe des Topfes ab. Auch sollte man es mit dem Düngen an sich nicht übertreiben, denn man tut einer Orchidee keinen Gefallen, wenn man sie wöchentlich einmal kräftig düngt.