winterharte Pflanzen für Blumenkästen

Schon ab Ende September, Anfang Oktober geht es los: die ersten Blätter fallen von den Bäumen, die Wälder, Parks und Gärten beginnen langsam aber sicher kahl zu werden; der Winter kündigt sich an.

buchsbaum2_flWie schön war es doch, während der Frühlings- und Sommerzeit all‘ die vielen schönen Pflanzen im heimischen Garten bewundern zu können, die sich durch kraftvolles Grün oder durch leuchtende Blüten in ihrer Erscheinung geradezu zu übertreffen versuchten.

Spätestens im November bietet sich aber vielerorts das gleiche, trübe Bild. Das triste Grau

und die feuchte, ungemütliche Atmosphäre veranlassen viele Gartenbesitzer buchstäblich alljährlich dazu, das Weite zu suchen, um in sonnigen Gefilden die üppig bewachsenen Landschaften zu bestaunen und dabei in aller Ruhe zu entspannen.

Aber auch für die „Daheimgebliebenen“ bietet sich natürlich die Möglichkeit, zumindest einen Hauch des einstigen, „blumigen Zaubers“ nach Hause zu holen und dabei der Kreativität des „grünen Daumens“ selbst noch im Winter freien Lauf zu lassen.

Gegen die eisige Kälte des Winters ist „ein Kraut gewachsen“

Kräuter sind oft besser für die Überwinterung in Blumenkästen geeignet, als dies bei vielen Blumenarten der Fall ist. Denn sie sind in der Regel weitaus widerstandsfähiger und robuster, als ihre „Verwandten“, die Zierpflanzen.

Immer wieder sind deshalb zum Beispiel die Eberraute, aber auch Salbei, Lavendel oder Thymian während der Winterzeit auf vielen Balkonen zu finden. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass eine Überwinterung in Blumenkästen nur dann wirklich empfehlenswert ist, wenn die Temperaturen nicht in den zweistelligen Minusbereich rutschen.

Weniger resistent gegen die Eiseskälte sind beispielsweise Lorbeer
oder Rosmarin. Sie sollten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt rasch in den Keller gebracht werden.

Ein Highlight im winterlichen Garten

Die schöne „Erika“ erfreut sich bei Gartenliebhabern und Hobbybotanikern seit jeher größter Beliebtheit. Denn sie ist nicht nur äußerst witterungsbeständig, sie zeichnet sich darüber hinaus durch eine lange Lebensdauer aus. Sie ist in unterschiedlichen Farbnuancierungen erhältlich und ist aufgrund dessen auf jedem Balkon ein echter Blickfang.

Ebenso wie der Duftschneeball. Es handelt sich dabei um eine äußerst dekorative, winterharte Pflanze, der noch dazu einen besonders intensiven Duft verströmt. Wenn der hoch wachsende Duftschneeball relativ windempfindlich ist, macht es Sinn, die Pflanze an einem möglichst geschützten Standort zu platzieren.blumen_fl

Nicht nur zu Weihnachten ein „Hingucker“ auf dem Balkon

Die weißen, nahezu schneeflockengleichen Blütenblätter der Christrose sind ein wahres „Schmuckstück“. Überhaupt ist sie eine überaus beliebte Winterpflanze, die sich vor allem zur Bepflanzung von Blumenkästen auf dem Balkon eignet. Zu berücksichtigen ist aber, dass sowohl die Blüten wie auch die Blätter giftig sind und die Pflanze dementsprechend besonders geschützt  aufgestellt werden sollte.

Vor allem in der Umgebung von Familien mit kleinen Kindern ist Vorsicht geboten. Wer plant, im kommenden Jahr eine Hecke anzupflanzen, kann schon im Herbst entsprechende Vorbereitungen treffen. Denn die Kirschlorbeerpflanzen, die während der Winterzeit in schmucken Blumenkästen platziert werden, können später nach Bedarf als Gartenabgrenzung oder -umrandung dienen.

Tipp: der Kirschlorbeer wächst sehr schnell und sollte daher (nach der Auspflanzung) in möglichst geringen, zeitlichen Abständen geschnitten werden. Diese Maßnahme trägt zu einem

dichten Wuchs auch im Unterholz bei.

Egal, ob sonnig oder schattig: der Winterjasmin ist anspruchslos und nahezu bei jeder Witterung „glücklich“. Wer aber erwartet, dass die dekorative Pflanze gleich nach ihrer Platzierung im Blumenkasten wächst und gedeiht, irrt.

Denn man muss meist etwa drei bis vier Jahre warten, bis die ersten Wachstumszeichen zu erkennen sind. Nichtsdestotrotz kann der Winterjasmin durchaus bis zu dreieinhalb Meter groß werden!