Urlaubsbewässerung - Pflanzen mit Wollfaden bewässern

Urlaubsbewässerung - Pflanzen mit Wollfaden bewässern

Nicht jeder hat eine Person, die sich während eines Urlaubs um die Pflanzen kümmert, und auch nicht jeder mag seinen Wohnungsschlüssel der Nachbarin geben.

Damit die Pflanzen aber trotzdem während des Urlaubs nicht vertrocknen, gibt es einige Tricks, sie in dieser Zeit mit ausreichend Wasser zu versorgen. Einer dieser Tricks besteht darin, die Pflanzen mit Hilfe eines Woll- oder Baumwollfadens zu bewässern.

giessen5 flDie Urlaubsbewässerung mit dem Wollfaden
  • Um die Pflanzen während der Abwesenheit automatisch zu

    bewässern, werden sie am besten zunächst dicht beieinander in einen Raum gestellt, wo die Lichtverhältnisse für alle Pflanzen ausreichend sind.

  • Alle Pflanzen, die Sonne und viel Licht benötigen, sollten etwas näher an das Fenster, alle anderen etwas weiter hinten aufgestellt werden.

  • Zu sonnig und warm sollte dieser Raum jedoch nicht sein, denn sonst benötigen die Pflanzen während der Abwesenheit sehr viel Wasser. Besser geeignet ist daher ein etwas kühles, aber trotzdem helles Zimmer.

  • Je nach Anzahl der Pflanzen, die mit Wasser versorgt werden sollen, werden danach zwischen den Pflanzen größere Gefäße oder Flaschen aufgestellt, die mit Wasser befüllt werden.

  • Dann werden passende Wollfäden zurechtgeschnitten. Hierbei ist darauf zu achten, dass es sich um möglichst dicke Wolle oder Baumwolle handelt, die eine ausreichende Menge Wasser aufnehmen kann.

  • Diese Wollfäden werden mit dem
    einen Ende in das Gefäß mit Wasser gehangen, sodass sie den Boden berühren und auch dann noch die Pflanze mit Wasser versorgen, wenn der Wasservorrat allmählich zur Neige geht. Dies funktioniert am besten, wenn der Wollfaden mit einem kleinen Gegenstand beschwert wird.

  • Das andere Ende des Wollfadens wird einfach in die Blumenerde gesteckt, er sollte hierbei möglichst straff gezogen werden, damit er nicht durchhängt. Durch den Wollfaden wird dann immer so viel Wasser in die Pflanzerde gesaugt, wie gerade benötigt wird.

Je nach Größe der Behälter und dem Wasserbedarf der einzelnen Pflanzen können sich die Pflanzen auf diese Weise eine Weile selbst mit Wasser versorgen, genaue Angaben zur Wassermenge lassen sich jedoch nur durch Ausprobieren feststellen, daher benutzt man am besten möglichst große Wasserbehälter.

 

Weitere Möglichkeiten der automatischen Bewässerung

Etwas teurer, dafür aber auch als dauerhafte automatische Bewässerung geeignet, sind die Bewässerungskugeln, die aus einem Stab und einer darauf befestigten hohlen Kugel bestehen. Diese Kugel wird mit Wasser gefüllt, danach wird der Stab in die Blumenerde gesteckt. Auch bei dieser Technik fließt immer nur so viel Wasser in die Blumenerde, wie gerade benötigt wird, sodass der Wasservorrat in der Kugel meist für ein bis zwei Wochen ausreicht. Diese Variante hat allerdings den Nachteil, dass für jede einzelne Pflanze eine Bewässerungskugel benötigt wird, sodass bei einer großen Anzahl Pflanzen die Bewässerung schnell etwas kostspielig werden kann.

Bei einem kurzen Urlaub oder bei Pflanzen, die ohnehin wenig Wasser benötigen, reicht es aber in der Regel auch aus, sie vor dem Urlaub reichlich zu gießen. Damit sich der Topfballen mit Wasser vollsaugen kann, werden die Pflanzen hierzu in einen mit Wasser gefüllten Eimer gestellt und erst wieder herausgenommen, wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen. Danach werden die Pflanzen am besten an einen schattigen Platz gestellt, damit der Topfballen die Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum

halten kann.