Bodengutachten - Preise, Kosten

Mit einem Bodengutachten bekommt man Informationen über die Beschaffenheit eines Bodens. In der Regel wird ein Bodengutachten angefertigt, damit man Auskunft über die geologischen Verhältnisse eines Grundstückes bekommt.

Interessant ist ein Bodengutachten für einen Statiker, denn er muss beim Bau eines Hauses genaue Aussagen über die Tragfähigkeit des Bodens haben, damit er die Gründung des Gebäudes berechnen kann.

Ein solches Bodengutachten wird häufig auch Baugrundgutachten genannt. Erforderlich kann ein Bodengutachten auch für die Beurteilung von eventuell vorhandenen Altlasten sein. In den meisten Fällen wird es allerdings erstellt,

bevor man mit dem Bau eines Gebäudes beginnt bzw. schon vor dem Kauf des Grundstücks. Ein Bauherr möchte schließlich gerne Klarheit darüber haben, ob er auf seinem Grund und Boden überhaupt sein Traumhaus erbauen kann.

Ist ein Bodengutachten nicht erstellt worden, kann es zu einem Grundbruch kommen. Hierbei handelt es sich um eine Überlastung des Bodens, in dessen Folge sich eine seitliche Verdrängung ergibt und der Boden in seiner Tragfähigkeit eingeschränkt wird. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Absacken des Gebäudes, was Schädigungen an der Substanz zur Folge hat, was sich als Setzungsrisse zeigt.

Dieses Risiko kann man vermeiden, indem man in den ersten Schritten einer Bauplanung
die Beurteilung des Bodens durch einen Sachverständigen prüfen lasst. Gibt der Gutachter das Okay und es entstehen trotzdem solche Risse aufgrund der Bodenbeschaffenheit, haftet der Bodengutachter. Liegt kein Bodengutachten vor, liegt das Haftungsrisiko im Schadensfall bei den Bauherren.

Erstellt wird ein Bodengutachten auf der Grundlage der DIN 4020 Ausgabe 2003-09 - geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke. Im Wesentlichen sind im Gutachten Informationen über die Bodenpressung, Bodenkennwerte, Gründungsmöglichkeiten und den zu erwartenden Bemessungswasserstand enthalten. Des Weiteren enthält es Angaben über die Abdichtungsmaßnahmen, die nach DIN 18195 Teil 1-6 Ausgabe 2000-08 Bauwerksabdichtungen, zu treffen sind.

Zuständig für die Erstellung sind Gutachter, die in den meisten Fällen Baugrundgeologen sind. Sie erfassen die Wechselwirkungen zwischen dem Boden und dem Bauwerk und kennen die speziellen geologischen Begebenheiten vor Ort. Sie können die Auswirkungen des Bodens auf die Bauwerksplanung und die Durchführung der Bauarbeiten abschätzen und auf viele Dinge hinweisen, die ein Laie für absolut bedeutungslos gehalten hätte.

Neben der reinen Beurteilung der Bodenverhältnisse arbeitet ein Bodengutachter auch sehr eng mit den planenden Ingenieuren zusammen und setzt die Ergebnisse seiner Untersuchungen in konkrete Maßnahmen um.

Für die Kosten eines Bodengutachtens sollte man 1.000 bis 1.500 Euro veranschlagen, die man in jedem Fall investieren sollte. Denn allein ein Kellerbau könnte sich verteuern, wenn beispielsweise das Grundwasser bis zur Grasnarbe hoch steht oder der Grund nicht tragfähig genug ist.