Bodenverbesserung - so verbessern Sie Erdboden

Pflanzen haben ganz unterschiedliche Ansprüche an den Boden, um bestens gedeihen zu können und höchstmögliche Erträge zu bringen. Meistens genügt der vorhandene Boden diesen Ansprüchen nicht und muss somit verbessert werden. Dabei gilt als Grundsatz: Auf die richtige Mischung kommt es an!

Um den eigenen Boden verbessern zu können, muss man sich erst einmal darum kümmern, was für eine Art Boden zur Verfügung steht. Danach richten sich dann auch die Nährstoffzugaben und die weiteren Pflegemaßnahmen.

Bei Böden gibt es unterschiedliche Arten:

•    1. den Sandboden; er besteht aus

einzelnen Sandkörnern, lässt sich nicht formen und haftet nicht an den Fingern, Sandböden sind meist sauer und nährstoffarm und können Wasser schlecht speichern; Sandböden sind gut durchlüftet, erwärmen sich schnell, trocknen aber auch schnell wieder aus
•    2. der Lehmboden; er besteht aus Sandkörnern und zusätzlich aus mehligen Teilen, die so genannten Schluffe; er ist mit den Händen formbar, aber auch leicht rissig; die Nährstoffvorräte reichen meist aus, außerdem kann Wasser gut gespeichert werden
•    3. der tonige oder schwere Boden; er lässt sich gut kneten und auch ausrollen; der Boden ist schwer und nass, kann sehr viel Wasser aufnehmen; es besteht schnell die Gefahr von Staunässe; der Boden ist schlecht durchlüftet und erwärmt sich sehr träge

Hat man festgestellt, welchen Boden man besitzt und bebauen möchte, dann kann man auch ganz leicht die Versorgungslücken schließen.

Wichtig für die Entwicklung von Leben im und auf dem Boden ist vor allem eine Humus - Schicht. Denn Humus macht den Boden bewohnbar. Mit Humus wird eine langfristige Versorgung der Pflanzen sichergestellt. Die Herstellung von Humus wird hauptsächlich
von den Bodenorganismen übernommen, die die Schnittstelle zwischen lebenden Pflanzen und Organismen sowie der toten organischen Substanz sind. Die Bodenorganismen ernähren sich dabei von Vorhandenem, d.h. von abgestorbenen Pflanzenteilen, von vorhandenem Humus, von lebenden Pflanzenteilen und auch von toten Organismen. Aus diesen Sachen produzieren sie wieder Nährstoffe. Nährstoffe werden also auf ganz natürlichem Weg nachgeliefert und stehen je nach der Höhe
der biologischen Aktivität schnell oder weniger schnell wieder zur Verfügung. Humus ist somit keine Bodenart, sondern als Humus bezeichnet man die organischen Substanzen im Boden.

Der lebenswichtige Humus besteht aus folgenden Mineral- und Nährstoffen:
•    Wasser
•    Mangan
•    Schwefel; ist teilverantwortlich für den Stoffwechsel der Pflanze
•    Kalium; macht Pflanzen widerstandsfähig gegen Schädlingsbefall
•    Phosphor; ist sehr wichtig für die Bildung von Blüten und Früchten
•    Kohlenstoff
•    Kalzium; ist teilverantwortlich für den Stoffwechsel und sorgt für eine optimale Wirkung der anderen Nährstoffe
•    Aluminium
•    Eisen; ist wichtig für die Bildung des grünen Farbstoffes
•    Stickstoff; ist sehr wichtig für das Pflanzenwachstum, damit eine Unterentwicklung ausgeschlossen wird
•    Magnesium; ist wichtig für die Bildung des grünen Farbstoffes
•    Zink; ist für das Wachstum mitverantwortlich

Wie Humus auf die Pflanze und den Boden wirkt, ist nachvollziehbarerweise abhängig von seiner genauen Zusammensetzung. So kann sich ein Überschuss an einem Nährstoff genauso negativ auswirken wie ein Mangel. Deshalb ist es mitunter erforderlich, die Humusschicht zu verbessern mit Düngemitteln, die fehlen oder mit Mitteln, die einen eventuellen Überschuss abbauen. Ist der Humus optimal abgestimmt, bildet er die ideale Grundlage

für den Gartenbau, denn er hat viele sehr wichtige Aufgaben:

•    1. enthält Mineral- und Nährstoffe
•    2. verbessert den Luft- und Wärmehaushalt des Bodens
•    3. erhöht die Fähigkeit des Bodens, Wasser aufzunehmen
•    4. hat Filteraufgaben gegenüber Schadstoffen zum Schutz des Grundwassers
•    5. Humus stellt den wichtigsten Lebensraum für Pflanzen und Bodenorganismen dar und ist somit die Grundlage für den Gartenbau und für die Land- und Forstwirtschaft.

Eine Bodenuntersuchung mit Hilfe einer Bodenprobe, die man entnimmt und einschickt, lässt sich wunderbar die Art des eigenen Bodens und dessen Zusammensetzung feststellen. Mit den Ergebnissen einer solchen Untersuchung kann man der Humusbildung auf die Sprünge helfen und somit den optimalen Boden für die Bedürfnisse seiner Pflanzen schaffen. Das Ergebnis sind dann prächtig gedeihende Pflanzen und hohe Erträge.