Branntkalk für den Garten

Branntkalk hat für den Garten viele Bedeutungen. So ist er ein besonders guter Schneckenvernichter. Zu diesem Zweck sollte er im Garten in etwa dreißig Zentimeter breiten Sperrstreifen ausgebracht werden. Hat es allerdings geregnet, ist es notwendig, die Sperrstreifen zu erneuern, da der Kalk dann seine Wirkung verloren hat. Dabei ist es wichtig, die Sperrstreifen so auszubringen, dass die Schnecken sie überwinden müssen, wenn sie sich auf den Weg zum schmackhaften Gemüse machen. Zudem ist es erforderlich, die Schnecken innerhalb der Sperrstreifen gründlich abzulesen. Die Schnecken verenden aufgrund der entwässernden Wirkung des Kalkes, da sie zu

einem großen Teil aus Wasser bestehen. Branntkalk sollte allerdings nur bei schweren Böden angewendet werden.

Wer Branntkalk im Garten anwendet, sollte darauf achten, sich an bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu halten. Dabei ist es vor allem wichtig, den Staub nicht einzuatmen, sowie dafür zu sorgen, dass der Kalk nicht in die Augen kommt. Auch Gartenhandschuhe sind von Vorteil. Bekommt man dennoch den Kalk in die Augen, sollte man umgehend den Arzt aufsuchen. Calciumoxid wirkt ätzend auf die Haut des Menschen. Branntkalk gehört zu den schnell wirkenden Kalken, da er wasserlöslich ist. Bevor man im Garten jedoch mit Kalk hantiert, ist es wichtig, den pH-Wert des Bodens zu kennen, da man nur bei schwerem Boden kalken sollte. Eine Überkalkung schadet dem
Garten mehr, als dass sie gut tut. Es ist immer einfach, nachzukalken. Den Kalk wieder loszuwerden, kann jedoch ganz im Gegenteil eher zum Problem erwachsen. Bei schwerem Boden sollte man 2 bis 5 Kilogramm Kalk auf 100 Quadratmeter ausbringen. Dabei ist es ratsam, diese Menge nicht auf einmal zu geben, sondern auf mehrere Gaben zu verteilen. Hierzu ist zu sagen, dass Kalk zwar in den Boden eingearbeitet, jedoch nicht untergegraben wird.

Da Calciumoxid sehr heftig mit Wasser reagiert, werden dabei beachtliche Energiemengen freigesetzt. Zudem wirkt es ätzend auf den blättrigen Teilen empfindlicher Pflanzen. Branntkalk sollte gerade wegen dieser verheerenden Wirkung nur im Winter angewendet werden, da die Vegetation in dieser Zeit pausiert. Wer einen eigenen Komposthaufen im Garten betreibt, kann zwischen die jeweiligen Lagen etwas Branntkalk einbringen. Wegen seiner bereits im Vorfeld erwähnten Reaktionsbereitschaft, sorgt er dafür, dass Unkrautsamen und Schädlinge ganz sicher vernichtet werden. Auch Krankheitserreger werden zuverlässig abgetötet. Kalk sollte jedoch unbedingt von natürlichen Düngemitteln wie Mist, Guano oder Gülle ferngehalten werden. Reagieren diese Stoffe miteinander entsteht Ammoniak, der dann an die Luft abgegeben wird. Dies ist an dem intensiven, stechenden Geruch zu erkennen.

Wenn man Calciumoxid im Garten an, hebt man den pH-Wert und beugt der Bodenversauerung vor. Zudem erhält man die Bodenfruchtbarkeit. Mithilfe dieses Kalkes werden die Pflanzen sehr gut mit Magnesium und Calcium versorgt. Branntkalk ist in verschiedenen Formen erhältlich. So kann man ihn zum einen als Mehl, zum anderen aber auch gekörnt erwerben. Bei dem gekörnten Kalk empfiehlt man eine Menge von 10 Kilogramm auf 100 Quadratmeter.

Man kann durchaus sagen, dass Branntkalk sehr vielfältig einsetzbar ist. Zum einen dient er als Düngemittel, dann unter Umständen als Hilfsmittel für den Kompost und dann ist er ein zuverlässiges Mittel gegen Schnecken. Wer also bei der Schneckenvernichtung auf die richtige Keule baut,

liegt dabei mit Branntkalk goldrichtig. Diese Schnecken sollten dann allerdings nicht an Geflügel verfüttert werden.