Graberde - das zeichnet gute Graberde aus

Grabgestaltung mit GraberdeJeder möchte die letzte Ruhestätte seiner Lieben schön gestalten. Es soll Ausdruck darüber verleihen, wie sehr man doch noch an den Menschen denkt. Wie wertvoll doch dieser Mensch für uns war und auch immer noch ist. Das man diesen Menschen nicht vergessen hat, egal wie lange es diese Ruhestätte schon gibt.

Da ist nicht nur die Grabgestaltung, insbesondere Gestaltung der Blumen und Pflanzen wichtig, sondern auch die Erde. Es gibt soviel verschiedene Sorten von Erde, wo man nicht

weiß was ist jetzt richtig. Welche Erde ist gut und wichtig für die Pflanzen?

Warum sollte man für die letzte Ruhestätte Graberde verwenden? Kann man nicht ganz normale Erde nehmen? Diese Frage stellen sich ganz viele Menschen. Die Frage ist ganz einfach beantwortet. Graberde hat eine ganz andere Struktur als normale Erde. Graberde ist viel dunkler als normale  Erde. Hochwertige Torfe garantieren für ein gutes Pflanzenwachstum und zur Verbesserung des Humusgehaltes. Die Abdeckung des Grabes verhindert das Austrocknen der Erde und beugt Unkraut vor. Die Grababdeckung sieht gleichmäßig aus, und verleiht dem Grab ein ästhetisches Aussehen. Die Blumen und Pflanzen kommen somit noch mehr zur Geltung. Graberde erhält selbstverständlich alle wichtigen Nährstoffe für Ihre Pflanzen.  Die Substanz des Bodens verhindert das Abschwemmen des Gießwassers.

Graberden - Bodenpflege

GräberEine gute Graberde zeichnet sich in erster Linie durch ihre gute Wasserspeicherkapazität aus. Darüber hinaus liegt das Hauptaugenmerk gleichwohl auf der Luftdurchlässigkeit. Nicht zuletzt weist qualitativ hochwertige Graberde in der Regel einen optimalen Nährstoffmix auf, sodass das Pflanzenwachstum bzw. die Widerstandskraft auf optimale Weise unterstützt werden können.
An alles ist gedacht...

Nach einer gewissen Zeit verhält es sich üblicherweise so, dass das Erdreich bedingt durch physikalische Umstände sackt, sodass es erforderlich ist, Graberde aufzufüllen. Diese kann ohne Weiteres mit klassischer Blumenerde versetzt sein, der ein wenig Kalk und andere Inhaltsstoffe beigemengt wurden. Denn Fakt ist, dass Graberde nicht nur eine bestimmte Pflanzenart langfristig mit relevanten Nährstoffen versorgen soll, sondern üblicherweise werden unterschiedliche Blütengewächse, Sträucher und Bäume eingesetzt. Natürlich ist eine "normale" Graberde nicht in der "Lage", eine umfassenden Nährstoffversorgung zu gewährleisten, was demgemäß darauf hinausläuft, dass in bestimmten Bereichen der Grabfläche zusätzlich nachgedüngt werden muss (jeweils in Anlehnung an die individuellen Bedürfnisse der Pflanzen).

"Grundlegende" Arbeiten an der Grabeserde:
  • von Zeit zu Zeit die Erde umhäufen (bei Nachsacken des Erdreichs)
  • regelmäßiges Harken der Erdoberfläche
  • gegebenenfalls Pflanzenbesatz mit besonders langwurzeligen Gewächsen (Stabilität)
  • regelmäßiges Wässern
  • nur ab und an düngen (wo ein besonderer Nährstoffbedarf gefragt ist)
Überhaupt kann sich die Erde von Zeit zu Zeit "setzen", oder es bilden sich Rillen und ähnliche "Gebilde". Dies geschieht mitunter beispielsweise nach übermäßigem Regnen. Wer von Anfang an dafür Sorge trägt, die Oberfläche des Grabes zunächst mit einer groben und sodann mit einer feinzinkigen Harke zu lockern, geht in der Regel sicher, dass trotz widriger Umstände die gleichmäßige,
luftdurchlässige Beschaffenheit erhalten bleibt. Das Auffüllen mit Humuserde kann zusätzlich von Vorteil sein, um die Qualität der Erde aufzuwerten.

(K)ein Vergleich zur "klassischen" Bodenerde

Sternmoos als GrabbepflanzungAllzu

viele Nährstoffe sind in Graberde in der Regel nicht erhalten. Entsprechend günstig ist sie also im Handel zu haben. Die Begründung für den vergleichsweise geringen Nährstoffanteil von Graberde liegt klar auf der Hand: In einem nährstoffhaltigen Boden wachsen Pflanzen und demgemäß auch Unkraut besonders gut. Nicht immer werden Gräber aber kontinuierlich gepflegt, sodass von vornherein darauf zu achten ist, dass kein übermäßiger Unkrautwuchs entsteht. Darüber hinaus stehen die meisten Pflanzen (außer Bäumchen oder Sträucher) lediglich über einen begrenzten Zeitraum auf dem Grab, um vor Ort dauerhaft ein möglichst ansprechendes und abwechslungsreiches Bild zu schaffen. Fakt also ist, dass günstige Graberde für die Verwendung im normalen Garten denkbar ungeeignet ist.

Steine und Gewächse

Wichtig ist es in jedem Fall, Graberde regelmäßig zu harken und zu gießen. Bei Bedarf kann ein Dünger zugeführt werden, wobei auch hier das Augenmerk darauf liegen sollte, die Bereiche nicht zu "überpflegen". Erfahrene Gärtner wissen, dass die Rinnsalbildung auf Gräbern durch das gezielte Setzen von Ziersteinen oder durch die geschickte Platzierung von Graspflanzen durchaus reduziert werden kann.

Schwarze Erde

Traditionell wird für Gräber eine sehr dunkle, ja tiefschwarze Erde gewählt. Die unbunte Farbe Schwarz symbolisiert in der Kultur des Westens Tod und Trauer. Darüber hinaus heben sich farbige Blumen und Grünpflanzen kontrastreicher und damit sehr dekorativ vom schwarzen Grund ab. Die mit Torf angereicherte Erde erhält ihre schwarze Farbe durch Beimengung an Mangan und Ruß. Die so erzeugte satte Schwarzfärbung verblasst durch die Witterung mit der Zeit, sodass immer wieder nachgelegt werden muss. Außerdem muss diese Erde mit Handschuhen aufgetragen werden, da das Mangan die Hände längerfristig schwärzt. Mittlerweile gibt es jedoch Graberden, die durch ein patentiertes Herstellungsverfahren nicht mehr abfärben und dauerhaft ihre schwarze Farbe behalten. Die Wahl dieser torffreien, zumindest stark torfreduzierten Graberden ist in zweierlei Hinsicht vorteilhaft. Je niedriger der Torfanteil, umso geringer ist die Gefahr der Bodenübersäuerung. Dies beinhaltet, dass mehr Pflanzarten auf dem Boden gedeihen. Zudem sind diese Graberden umweltschonender. Sie entlasten unsere gefährdeten, natürlichen Torfreserven.

Vorteilhafte Eigenschaften

Wie alle Erden ist auch Graberde in unterschiedlicher Qualität erhältlich. Sie kann sehr fein und gut strukturiert sein, von streufähiger Konsistenz aber auch klumpig und mit Holzstückchen oder Fasern durchsetzt.

Grundsätzlich ist die ideale Graberde immer dichter und schwerer als Blumenerde. Dies hat den Vorteil, dass sie deutlich besser und damit länger die Feuchtigkeit speichert. Somit muss ein Grab mit dieser Spezialerde weniger häufig gegossen werden und erspart in trockenen Zeiten den fast täglichen Gang zum Friedhof.

Je feiner die Struktur, umso vorteilhafter ist dies auch für das Wurzelwachstum der Bepflanzung. Zusätzlich spielen natürlich auch noch andere Faktoren in der Zusammensetzung eine Rolle. Der Vorteil guter Graberde ist eine ausgewogene mikrobiologische Beimischung fotosynthetisch arbeitender Mikroorganismen, besonders vieler organischer Nährstoffe und Spurenelemente. So fungiert die Graberde als idealer Langzeit-Mehrnährstoffdünger und gewährleistet die Gesunderhaltung der Grabpflanzen.

Die Deklaration der chemischen Eigenschaften kann pro Hersteller leicht abweichen, sieht aber, mit leichten Abweichungen, in etwa wie folgt aus:
  • pH-Wert (CaCl2) 5,3
  • Salzgehalt (KCI) 2,6 g/l
  • Verfügbare Nährstoffe (löslich):
  • Stickstoff (CaCl2) 130 mg/l N
  • Phosphat (CAL) 100 mg/l P2O5
  • Kaliumoxid (CAL) 220 mg/l K2O
  • Magnesium (CaCl2) 90 mg/l Mg
Alternativen

Immer wieder hört man die, wohl aus Kostengründen gestellte, Frage: "Reicht es nicht, normale Erde zu nehmen?" Die Antwort lautet schlicht: "Nein". Einfache Erde ist um ein Vielfaches pflegeintensiver und weniger dekorativ. Schon seit längerer Zeit zeigt sich – wie auch bei der Trauerkleidung, die nicht mehr dem Diktat der totalen Schwarzfarbigkeit unterliegt – ein Trend zur "hellerem" Erdmaterial.
In erster Linie handelt es sich um Mulche aus Nadelholzrinden, wie Rinden-Mulch, Kiefer-Dekorrinde und die angenehm duftende Pinienrinde, die den Unkrautwuchs weitgehend hemmen, einen lockeren, luftdurchlässigen Untergrund bilden und optisch einen gepflegten Eindruck machen. Es gibt sie in unterschiedlichen Feinheitsgraden, wobei für Gräber die feineren Varianten zu bevorzugen sind. Die gängigsten Körnungen sind:
  • 00-07 mm extrafein
  • 00-10/16 mm sehr fein
  • 07-15 mm fein
  • 10-20/25 mm mittel
  • 10-40 mm grob
Aus fermentierter Rinde von Nadelhölzern wird auch der biologisch wertvolle Rindenhumus gewonnen. Er enthält alle wichtigen Nährstoffe, entschärft eine eventuelle Boden-Übersäuerung und ist ein hervorragender Wasserspeicher.

Als dauerhaft dekorativer Blickfang wird als Oberschicht gern Vulkan-Bims (helle Farbe) oder Vulkan-Lava (bräunlich) aufgetragen.