Kräutererde - kaufen bzw. selber mischen

Kräutererde - kaufen bzw. selber mischen

Bei einer Kräutererde handelt es sich um eine recht lockere Erde, die in der Regel mit Quarzsand durchsetzt ist. Die Hersteller der Kräutererde versprechen, dass es sich um eine Rezeptur handelt, die vor allem für ein gesundes und üppiges Wachstum von Kräutern sorgt.

In wie weit dies seine Richtigkeit hat, kann man beispielsweise am LUFA-Siegel erkennen. Die LUFA, Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt Münster, untersucht immer wieder Erden und deren Zusammensetzung. Kräutererde und andere Produkte, die den Anforderungen gerecht werden, bekommen dann

dieses Gütesiegel.

Was genau in der Kräutererde enthalten ist, kann man den Herstellerangaben entnehmen. In der Regel handelt es sich um Torf, Quarzsand, natürlichen Dünger, Kalk sowie andere Pflanzennährstoffe und einen speziellen Wurzelaktivator.

Kräutererde findet nicht nur im privaten Bereich, sondern auch im professionellen Gartenbau seine Anwendung und wird hier für die Anzucht und die Weiterkultur von fast allen Arten von Kräutern eingesetzt. Durch die spezielle Zusammensetzung ist eine gute Luftdurchlässigkeit der Erde gegeben. Zudem ist die Versorgung mit Nährstoffen speziell auf den Bedarf der Kräuter abgestimmt.

Über einen langen Zeitraum werden die Kräuter durch die Kräutererde mit allen notwenigen Nährstoffe, Magnesium und Spurenelementen versorgt, sodass die besten Voraussetzungen für ein üppiges und vor allem gesundes Wachstum gegeben sind.

Fertige Kräutererde kann man in jedem gut sortierten Baumarkt, hier in der Gartenabteilung, kaufen. Auch beim Gärtner oder in Fachgeschäften für Pflanzen und Gartenzubehör kann man meist eine solche Mischung erstehen. Daneben bietet sich auch
das Internet als Einkaufsquelle sehr gut an, denn auch hier gibt es viele Anbieter von Kräutererde.

Oftmals ist Kräutererde in einem drei Kilo Sack erhältlich und kostet, je nach Hersteller, zwischen zwei und vier Euro.

Verwendung von Kräutererde

Die Verwendung von Kräutererde ist denkbar einfach. Sie wird wie jede andere Erde auch in einen Blumentopf gegeben. Anschließend werden die Samen ausgesät und ein wenig an die Erde angedrückt. Dann muss die Kräutererde bewässert werden, wobei es hier auf die richtige Menge Wasser ankommt. Gießt man zuviel, wird die Erde schlammig, gießt man zu wenig, können die Samen nicht keimen.

Kräutererde kann man aber auch im Außenbereich verwenden und so ein Kräuterbeet im Garten anlegen. In diesem Fall sollte man auf die Muttererde eine Schicht von drei bis fünf Zentimetern Kräutererde verteilen, die Samen der Kräuter aussäen und anschließend ebenfalls gut bewässern. Kräutererde lässt sich aber nicht nur für die Neuanlage von Kräuterbeeten verwenden, sondern ist auch für das Umpflanzen von Kräutern in unterschiedliche Pflanzgefäße geeignet.

Die Alternative - Kräutererde selbst mischen

Alternativ zu den fertigen Kräutererdemischungen kann man diese ideale Wachstumsbasis auch leicht selbst herstellen. Hierfür benötigt man Blumenerde, Sand und Kompost, die jeweils zu einem Drittel zusammengemischt werden. Wichtig ist hierbei, eine gute Drainage zu schaffen. Dies kann man erreichen, indem man Pflanzgefäße mit einem Loch am Boden verwendet und am Boden einige Tonscherben anbringt.

Damit jedoch die Kräutererde auch wirklich den Ansprüchen gerecht werden kann, muss man sich auch ein wenig mit den einzelnen Kräutern auskennen. Nicht alle Kräuter harmonieren miteinander und so sollte man darauf achten, dass man

immer nur Kräuter mit den gleichen Ansprüchen nebeneinander anpflanzt.

Es gibt eine Reihe von mehrjährigen Kräutern, die vermehrt Nährstoffe benötigen und anderen Kräutern diese Nährstoffe streitig machen.