Lehmboden - wie aufwerten?

Reine Lehmböden gibt es selten, deren sandigen und tonigen Bestandteile überwiegen in der Regel. Bei den Lehmböden gibt es mehrere Abstufungen - von tonig-schweren und sandig-leichten bis hin zu sehr humusreichen Lehmböden. Lehmboden kann Wärme, Wasser, Luft und Nährstoffe sehr gut speichern.

Der Lehmboden besteht aus sehr kleinen Teilchen. Lehmboden enthält - neben Sandkörnern - vor allem kleine - mehlige - Bodenpartikel. Diese werden auch Schluff genannt.

Lehmboden ist daher ein schwerer Boden und hat eine feste Struktur. Lehmboden ist, wenn man eine Handvoll nimmt, mit den Fingern formbar, wird aber, wenn man ihn ausrollt schnell rissig. Ein Lehmboden ist in der Regel von gelblich bis rötlichbrauner Farbe.

Zu den wichtigsten Eigenschaften von einem Lehmboden zählt seine wasserhaltende und wassersteigende Kraft, die sehr gut ist. Man muss den Boden daher fast nie gießen. ...



Ein Nachteil von Lehmboden ist es in diesem Zusammenhang allerdings, dass in Regenperioden das Wasser stehen bleibt und nicht versickert.

Lehmboden hält Mineraldünger ausreichend gut fest, so dass ein gutes Ergebnis erzielt werden kann. Lehmboden ist bei einer starken Zufuhr von Humus einer der besten Kulturböden, hat aber auch einige eher schlechte Eigenschaften. Zum Beispiel ist die Durchlüftung von Lehmboden nicht besonders gut, auch erfolgt im Frühjahr die Erwärmung nur sehr langsam und die Bearbeitung von Lehmboden ist relativ schwer, denn die Bearbeitung verlangt sehr viel Hackarbeit. Diese Hackarbeit sollte insbesondere im Sommer regelmäßig durchgeführt werden. Das hält den Boden locker und die Wurzeln erhalten ausreichend Sauerstoff.

In seinen Eigenschaften aufwerten kann man Lehmboden, indem man zum Beispiel Pferdedünger in den Boden eingräbt und den Lehmboden regelmäßig kalkt und zwar mit Ätzkalk. Das macht ihn besser durchlüftbar. Um dieses Ergebnis zu erzielen, kann man Lehmboden auch mit organischen Materialien, wie zum Beispiel selbst hergestelltem Kompost vermischen.

Neben der Humusschicht spielt beim Aufwerten von Lehmboden aber auch der Sand eine wichtige Rolle, den man in den Lehmboden mit einarbeiten sollte. Verwenden sollte man hierfür ausschließlich so genannten scharfen Sand, bzw. so genannten ...



Estrichsand. Von der Menge an Sand her gesehen sollte man nur so viel verwenden, dass der Boden bis in 10 bis 15 cm Tiefe schön locker und krümelig ist und darunter gut wasserdurchlässig. Den Kompost sollte man danach oberflächlich erst leicht einarbeiten. Die Aussaat muss danach viel gegossen werden.

An den Pflanzenarten, die auf einem Lehmboden wachsen, kann man erkennen, um welche Art Lehmboden es sich handelt. Einen lockeren Lehmboden zeigen zum Beispiel Wildpflanzen wie Wilde Möhre oder Rote Taubnessel an.



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