Orchideensubstrat - das ist drin

Orchideen sind beliebte Zimmerpflanzen. Sie überzeugen durch wunderschöne, lange haltende Blüten und oft mit einem guten Preis. Das diese wunderschönen Pflanzen so vergleichsweise preiswert sind, liegt an der Vermehrung im Labor. Sie werden zu Tausenden als Retorten gezogen.

Die meisten Orchideen sind Luftwurzler und benötigen spezielles SubstratDas geht recht schnell, ist relativ einfach zu bewerkstelligen und kostet nicht viel. So kann sich heute jeder Orchideen leisten. Einige Sorten sind auch recht einfach von ihren Ansprüchen her. Das Musterbeispiel für eine schöne und pflegeleichte

Orchidee, mit der auch Anfänger gut zurechtkommen, ist die Faltenorchidee, die Phalaenopsis. Wichtig, damit sich eine Orchidee wohlfühlt, ist das richtige Pflanzsubstrat.

Was für Substrat brauchen Orchideen?

Orchidee benötigen in der Regel ein besonders grobes und strukturstabiles Pflanzsubstrat. Viele der Pflanzen sind Luftwurzler und Aufsitzerpflanzen. Sie wachsen in der Regel nicht in Erde, sondern auf Bäumen. Sie haben jede Menge Luftwurzeln, mit deren Hilfe sie Wasser und Nährstoffe aus der Luft aufnehmen. Nur Erdorchideen benötigen ständige Feuchte und können richtig eingepflanzt werden. Bei allen anderen gilt: Wenn man die Wurzeln in dichte Erde steckt, sterben die Orchideen meist schnell ab. Sie werden totgegossen.

Im Handel gibt es spezielle Orchideensubstrate. Diese sind so angelegt, dass sie Wasser speichern können, aber trotz allem sehr luftdurchlässig sind. Das ist wichtig für Orchideen.

Unterschiedliche Arten – unterschiedliche Pflanzsubstrate
  • Epiphysisch wachsende Orchideen (auf Bäumen) wie Phalaenopsis, Onchidium, Vanda und viele Dendrobien: luftige Substrate oder nur ein Stück Rinde, auf welches sie gebunden
    werden
  • Terrestrisch wachsende Orchideen (auf Boden) wie Pahilieopedium, Cymbidium und Zygopetalum: feineres Substrat, das gleichmäßige Wasserzufuhr sichert
  • Lithophytisch wachsende Orchideen (steinige Umgebung) wie einige Cattleyas und Dendrobium Arten: Spezialsubstrat, am besten von einem Orchideenzüchter beziehen
Was ist in gekauften Orchideensubstraten?

Orchideensubstrate enthalten hauptsächlich Rindenstücke, Torf und Styropor. Obwohl das simpel erscheint, gibt es zwischen den einzelnen Substraten große Unterschiede:
  • Viele Substrate enthalten zu viel Torf. Darin wird Feuchtigkeit lange gespeichert und dafür kaum Luft durchgelassen. Das ist schlecht für Orchideen.
  • Einige Substrate enthalten Anwachsdünger, der bis zu 8 Wochen wirkt. In dieser Zeit sollte nicht zusätzlich gedüngt werden!
Ansonsten sind verschiedene Zutaten möglich, z.B. Kokosfasern, aufgeschäumter Kunststoff, Moos, Bast, Holzstückchen oder Holzkohle:
  • Styropor oder aufgeschäumter Kunststoff sind ungünstig. Schaumstoff speichert zu viel Wasser und ist viel zu nass und Styropor nimmt fast gar kein Wasser auf.
  • Deutlich besser ist Moos, von den Eigenschaften und vom Aussehen her. Es verrottet aber schnell.
  • Holzkohle wirkt desinfizierend, was gut ist, trocknet sehr schnell und kann nur wenig Wasser aufnehmen.
  • Günstig ist Baumrinde. Sie trocknet schnell ab, kann aber reichlich Wasser aufnehmen. Im Topf darf sie aber nicht zu dicht liegen!
  • Holz nimmt zwar viel Wasser auf, trocknet aber sehr langsam.
Günstige Orchideensubstrate könnten Unkrautsamen enthalten, die die Pflanzenpflege störenBeim Kauf von Orchideensubstrat sollte man nicht sparen. Einige der meist preiswerteren „Erden“ enthalten eher minderwertigen Rindenmulch. Leider sind oft auch Unkrautsamen enthalten - und was noch schlimmer ist: Schädlinge. Das sollte man seinen Orchideen ersparen! Auch ist das Substrat in der Regel viel zu fein. Die Wurzeln können nicht atmen, weil sie zu dicht eingeschlossen sind.

Wie gesagt: Wichtig ist eine grobe Mischung.

Richtig gute Orchideenerde bekommt man beim Züchter. Zwar ist diese teurer, aber auch deutlich besser.

Preise

Im Baumarkt gibt es die Substrate recht billig, 2,5 Liter ab etwa 3 Euro, 5 Liter etwa 4,50 Euro. Im Fachhandel sind sie teurer, aber man kann sich die Menge aussuchen, also auch 1 Liter oder ähnliche Mengen. Hier unterscheiden sich die Preise aber erheblich.

Kann man Orchideenerde selber mischen?

Man kann sich ein passendes Orchideensubstrat selbst zusammenmischen. Für Anfänger empfiehlt sich das allerdings nicht. Wer sich aber auskennt, der ist damit sogar besser beraten. Es gibt viele unterschiedliche Orchideenarten und sie haben verschiedene Ansprüche, auch an das Substrat. Wenn man es selbst zusammenstellt, kann man es immer passend mischen. Das ist ideal. Gute Informationen über Inhalte von Orchideensubstraten finden sich unter: www.orchideenforum.de/substrate.htm.