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pH-Wert des Bodens messen |
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Gartenpflege -
Bodenpflege, Blumenerde, Substrate
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pH-Wert des Bodens messenDer pH-Wert des Bodens ist für das Pflanzenwachstum sehr wichtig, das liegt einfach daran, dass unterschiedliche Pflanzen auch unterschiedliche Bedürfnisse haben.
Die so genannte Bodenreaktion ist entscheidend ist das Vorhandensein der Nährsalze. Bei extremen pH-Werten werden die Pflanzenorgane geschädigt. Stickstoff ist unter anderem für den Nährstoffhaushalt von Pflanzen von erheblichem Wert. Er wird entweder in wasserlöslicher Form (Ammonium) oder als Nitrat aufgenommen.
Mitteleuropäische Böden weisen ein pH-Wert von 3,0 und 8,0 auf. Überwiegt Ammonium spricht man von sauerem Boden, bei alkalischen Böden dagegen überwiegt Nitrat. Dieses beeinflusst das Pflanzenwachstum extrem.
Ist nun
eine Pflanze aufgrund ihrer Zellenoberfläche nur in der Lage, Ammonium aufzunehmen, ist sie säureliebend und gedeiht am besten auf saurem Boden. Wenn sie dagegen nur Nitrat aufnehmen kann, wächst sie am besten auf basenreichen Böden. Ist die Pflanze jedoch in der Lage beides aufzunehmen, gedeiht sie sowohl auf sauren und auch auf basenreichen Böden. Man sollte sich vor dem Anpflanzen mit den Bedürfnissen der Pflanze auseinander setzen.
Zur Ph-Wert-Messung werden so genannte Indikatoren benutzt. Es wird unterschieden zwischen basisch, neutral und sauer. Der Messbereich erstreckt sich von 0 bis hin zu 14. (7 beträgt der pH-Wert des Bodens, oberste Grenze ist 10). Zur Bestimmung des pH-Werts hält der Handel passende Geräte bereit. Es empfiehlt sich schon, im eigenen Garten darauf zurück zu greifen.
Dem Säuregehalt des Bodens haben sich viele Pflanzen angepasst. Diese werden als Zeigerpflanzen bezeichnet, beispielsweise Heidekraut, Azalee, Faulbaum (saurer Boden), Nesselblättrige Glockenblume, Hoher Lerchensporn (alkalische Böden) und Stieleiche, Schwarzer Holunder, Spitzahorn (mehr neutraler Boden).
Neutrale Böden besitzen einen pH-Wert zwischen 6,5 bis 7,4. Eine Vielzahl von Mikroorganismen finden hier optimale Bedingungen. Basische Böden weisen einen pH-Wert über 7,4 auf. Auf wenig geändertem Muttergestein besitzen sie eine Humusschicht. Die Krümelstruktur wird durch den Kalkgehalt gefördert, eine gute Durchlüftung ist damit verbunden. Das ermöglicht eine Existenz einer Vielzahl von Bodenorganismen. Einen pH-Wert von unter 6,5 wiesen saure Böden auf. Sie sind durch Auswaschungsvorgänge zum Teil sehr nährstoffarm und haben ein nur gering ausgebildete Krümelstruktur, was wiederum die Tätigkeit der Mikroorganismen beeinträchtigt.
Damit Pflanzen ideal gedeihen ist es deshalb von großer Bedeutung den pH-Wert des Bodens/eigenen Gartens zu kennen und gegebenenfalls zu reagieren.
von Annett Biermann
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