Schimmel auf Seramis, was tun?

Seramis besteht aus gebranntem Ton und saugt Wasser wie ein Schwamm auf. Dieser Ton wird mit Luft aufgeschäumt, so dass sich eine Unzahl von Poren in unterschiedlichen Größen im Ton bilden. Dieser Ton wird nun gebrannt und dann zu einer einheitlichen Größe gebrochen. Aus diesen Poren entnimmt die Pflanze dann das Wasser.

zimmerpflanze-ficus flDie Pflanze wird mit dem Erdballen in einen Topf gepflanzt, dabei sollte der Anteil von Seramis ca. zwei Drittel betragen und der Erdballen ein Drittel. Außerdem muss in den

Topf ein Gießanzeiger. Dieser zeigt an wann die Pflanze wieder gegossen werden muss. So lange wie dieser Gießanzeiger blaue Flecken hat, muss nicht gegossen werden. Erst wenn der Gießanzeiger rot geworden ist, muss gegossen werden.

Düngung nicht vergessen!

Natürlich sollten auch Pflanzen, die in Seramis wachsen, genau wie jede andere Pflanze auch, regelmäßig gedüngt werden. Aber Vorsicht! Wird die Pflanze überdüngt, kann das zu
hässlichen Rückständen auf der Granulatoberfläche führen, die wie Schimmel aussehen. Hier hilft nur, das Granulat zu wechseln.

Dazu die Pflanzenwurzel mit Wasser auswaschen und wie oben beschrieben wieder neu einpflanzen. Außerdem kann es sein, dass sich Schimmel auf der Oberfläche des Seramis Granulats bildet, wenn zu viel Erde um die Wurzel gelassen wurde. Denn überall wo Erde ist, kann sich leider Schimmel bilden.

Auch hier heißt es, das alte Granulat zu entsorgen und möglichst viel Erde von den Wurzeln zu entfernen. Danach wieder umtopfen und mit neuem, frischen Seramis auffüllen. Auch ein feuchtes oder kühles Raumklima kann dazu führen, dass sich Schimmelbefall bildet. Hier hilft es, die Zimmer regelmäßig zu lüften und das Granulat fast vollständig abzutrocknen. Nur so kann es vollständig durchlüften und ein erneuter Schimmelbefall wird vermieden.

Weiße Flecken durch kalkhaltiges Gießwasser 
  • Da Gießwasser meistens auch Kalk enthält, kann sich auch weißer Belag auf der Seramis Oberfläche bilden, der aussieht wie Schimmel. Dieser Belag ist nur ein optisches Problem, kann jedoch vermieden werden, wenn man kalkfreies Wasser, z. B. Regenwasser, zum Gießen verwendet.
  • Wer sich an den weißen Flecken auf den Seramis Körnern stört, muss lediglich die obere Schicht der alten Körner gegen neue Körner auszutauschen. Außerdem kann es hilfreich sein, kleine Kieselsteine dekorativ auf die Oberfläche zu legen und somit die hässlichen Rückstände abzudecken.