Vor- und Nachteile von Tongranulat

Seit vielen Jahren hat sich das Tongranulat als Alternative zur Blumenerde im Handel und bei Pflanzenfreunden etabliert. Die Verwendung von Tongranulat hat selbstverständlich Vor- und Nachteile, zumal man das Granulat auch nicht für alle Pflanzen verwenden kann. Die Granulatkörner lassen den Wurzeln genügend Platz zum Wachsen und zur Nährstoffaufnahme. Anders als bei Blumenerde muss das Granulat auch nicht ausgewechselt werden, sondern hat eine unbegrenzte Verwendungsdauer.

Der größte Vorteil ist sicherlich, dass man nicht so oft gießen muss. Das Granulat speichert das Wasser und gibt es nach und nach über Wochen ab, so dass man

sich nur die Anzeige gelegentlich ansehen muss, um Wasser rechtzeitig nachzufüllen. Das ist vor allem dann eine Erleichterung, wenn man viele Blumen hat oder immer wieder über längere Zeit nicht zu Hause ist. Des Weiteren ist Tongranulat sehr viel sauberer zu verarbeiten, als dies mit Blumenerde möglich ist. Jeder, der schon mal Pflanzen umgetopft hat, weiß, welcher Schmutz dabei entsteht, egal wie vorsichtig man
arbeitet.

Dadurch, dass das Tongranulat die Pflanzen über einen längeren Zeitraum mit Wasser versorgt, ist gewährleistet, dass geeignete Pflanzen genau die Menge an Wasser erhalten, die sie benötigen. Daher ist die Verwendung von Tongranulat besonders für die Menschen geeignet, die einen eher hellgrünen Daumen haben. Man kann sowohl Zimmerpflanzen also auch Balkon- und Terrassenpflanzen in Tongranulat eintopfen. Ein weiterer, wichtiger Vorteil ist, dass man den Zeitpunkt für das Umtopfen selbst entscheiden kann und nicht auf bestimmte Voraussetzungen achten muss - ein Umtopfen in ein Tongranulat ist ganzjährig ohne Einschränkungen möglich.

Der größte Nachteil beim Tongranulat ist vor allem der Preis. Zwar benötigt man nicht jährlich neues Granulat, doch die Anbieter sind schon recht hochpreisig. Zumal zu jedem Granulat auch eine Anzeige notwendig ist, damit man weiß, wann man wieder gießen muss. Dies ist ein weiterer Nachteil: bei Blumenerde kann man sehen, wann wieder Gießzeit ist, beim Granulat muss man sich auf die Anzeige verlassen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass man unbedingt wasserdichte Töpfe benötigt, da das Wasser nicht abfließen soll, sondern vom Tongranulat vollständig aufgesogen werden soll. Dazu kommt, dass nicht alle Pflanzen in einem Tongranulat gedeihen. Es ist kein Problem, Kakteen oder Drachenbäume in Tongranulat zu halten, bei anderen Pflanzenarten kann es sein, dass einfach die Nährstoffabgabe nicht ausreicht. Da das Granulat selbst keine Nährstoffe enthält, muss man zwangsläufig düngen, wobei die Nährstoffe nicht unbedingt vom Granulat wieder abgegeben werden.